Burndown Chart erklärt – In agilen Projekten entscheidet Transparenz oft darüber, ob ein Team seine Ziele verlässlich erreicht – oder regelmäßig in Zeit- und Budgetprobleme läuft. Ein Burndown Chart ist eines der einfachsten, aber wirkungsvollsten Werkzeuge, um Fortschritt, Restaufwand und Risiken visuell greifbar zu machen. Dieser Leitfaden erklärt das Burndown Chart verständlich, praxisnah und so detailliert, dass Sie es direkt in Ihren Projekten einsetzen oder optimieren können – egal, ob Sie als Entscheider, Projektmanager, Führungskraft oder Fachanwender Verantwortung für Ergebnisse tragen.

Was ist ein Burndown Chart?
Ein Burndown Chart ist ein Diagramm, das zeigt, wie viel Arbeit in einem Projekt, Sprint oder Release noch übrig ist – im Zeitverlauf.
Typische Merkmale eines Burndown Charts:
- Y-Achse: verbleibende Arbeit (z. B. Story Points, Stunden, Anzahl Aufgaben)
- X-Achse: Zeit (z. B. Tage eines Sprints, Kalenderwochen eines Projekts)
- Ideallinie: theoretisch gleichmäßiger Abbau der Arbeit bis auf null
- Ist-Kurve: tatsächlicher Abbau der Arbeit durch das Team
Auf einen Blick erkennen Sie, ob das Team „im Plan“ ist, ob Verzögerungen drohen oder ob das Ziel früher erreicht werden kann.
Wofür nutzt man ein Burndown Chart?
Ein Burndown Chart ist ein zentrales Steuerungsinstrument in Scrum und anderen agilen Vorgehensmodellen, wird aber auch in klassischen Projekten eingesetzt, um Fortschritt sichtbar zu machen.
Typische Einsatzbereiche:
- Sprint-Steuerung: Visualisierung des Fortschritts in einem 1–4‑wöchigen Sprint
- Release-Planung: Beobachtung, ob ein Release-Ziel mit vorhandenem Team und Scope erreichbar ist
- Projekt-Controlling: Einfaches, visuelles Monitoring von Restaufwand und Tempo
- Kommunikation mit Stakeholdern: Verständliche Darstellung für Management, Fachbereiche und Kunden
Konkrete Vorteile:
- Transparenz: Alle Beteiligten sehen denselben Status – faktenbasiert statt gefühlt.
- Früherkennung von Problemen: Abweichungen von der Ideallinie zeigen früh, dass Ziele gefährdet sind.
- Realistischere Prognosen: Tendenzen der Ist-Kurve ermöglichen belastbarere Forecasts.
- Fokussierung: Teams konzentrieren sich stärker auf Fertigstellung statt auf „angefangene Arbeit“.
Arten von Burndown Charts
Es gibt mehrere Varianten, die unterschiedliche Steuerungsfragen beantworten.
Sprint Burndown Chart
- Fokus: kurzfristiger Fortschritt innerhalb eines Sprints (z. B. 2 Wochen)
- Einheit: meist Story Points, teilweise auch Aufgaben oder Stunden
- Ziel: Zeigt täglich, ob das Team sein Sprintziel realistisch erreichen kann.
Typische Fragen:
- Wie viel Arbeit ist im aktuellen Sprint noch offen?
- Sind wir auf Kurs, unser Sprintziel zu erreichen?
- Müssen wir Scope oder Prioritäten im Sprint anpassen?
Release- oder Projekt-Burndown Chart
- Fokus: mittelfristige Planung über mehrere Sprints oder Projektphasen
- Einheit: häufig Gesamtaufwand eines Releases (z. B. Story Points aller Epics)
- Ziel: Zeigt, ob der geplante Go-Live-Termin mit aktuellem Tempo erreichbar ist.
Typische Fragen:
- Reicht unsere Geschwindigkeit (Velocity), um das Release rechtzeitig zu liefern?
- Müssen wir Umfang, Kapazität oder Zeitachse anpassen?
Weitere Varianten
- Epic Burndown: Verfolgung des Restaufwands für ein größeres Feature/Epic.
- Team-übergreifende Burndowns: Aggregation mehrerer Teams für ein Programm oder eine Initiative.
- Kanban-ähnliche Burndowns: In kontinuierlichen Fluss-Systemen teilweise zur Visualisierung von Restaufwand in Kampagnen oder Sonderprojekten.
So ist ein Burndown Chart aufgebaut
Ein Burndown Diagramm ist bewusst einfach gehalten – gerade das macht es so wirksam.
1. Achsen
- X-Achse (horizontal): Zeiträume (z. B. Tage im Sprint: Tag 1–10)
- Y-Achse (vertikal): verbleibende Arbeit (z. B. 80 Story Points zu Beginn)
2. Startpunkt
- Links oben: gesamte geplante Arbeit zu Beginn (z. B. 80 Story Points am Tag 1)
3. Ideallinie („Ideal Burndown“)
- Verläuft von diesem Startwert linear bis auf 0 am letzten Tag.
- Ist eine theoretische Referenz, kein Ziel für jeden einzelnen Tag.
4. Ist-Kurve
- Wird täglich (oder zumindest regelmäßig) aktualisiert.
- Zeigt die tatsächlich noch offene Arbeit nach Abschluss der erledigten Items.
- Verläuft selten exakt wie die Ideallinie – entscheidend ist der Trend.
5. Zusätzliche Annotationen (optional)
- Markierungen für Scope-Änderungen (z. B. neue Anforderungen im Sprint)
- Hinweise auf Blocker oder besondere Ereignisse (Ausfall eines Teammitglieds, externe Abhängigkeiten)
- Horizontale Linien als Zielwerte für Zwischenmeilensteine
Burndown Chart erstellen – Schritt für Schritt
Mit diesem Vorgehen können Sie ein Burndown Chart in jedem agilen oder hybriden Projekt aufsetzen:
- Zeithorizont definieren
- Beispiel: 2‑wöchiger Sprint mit 10 Arbeitstagen.
- X-Achse: Tage 1–10.
- Scope und Einheit festlegen
- Welche Arbeit soll abgebildet werden? (z. B. alle User Stories des Sprints)
- Welche Einheit nutzen Sie?
- Story Points (empfohlen in Scrum)
- Reststunden
- Anzahl offener Aufgaben (nur sinnvoll, wenn Aufgaben ähnlich groß sind)
- Gesamtaufwand bestimmen
- Summe der Aufwände aller geplanten Items (z. B. 80 Story Points).
- Dieser Wert ist der Startpunkt auf der Y-Achse.
- Ideallinie einzeichnen
- Start: Tag 1 = 80 Story Points.
- Ziel: Tag 10 = 0 Story Points.
- Verbindung ergibt die Ideallinie.
- Tägliche Aktualisierung
- Nach jedem Arbeitstag: Summe der noch offenen Arbeit berechnen.
- Neuen Punkt auf dem Diagramm eintragen (Tag x, verbleibender Aufwand).
- Punkte verbinden → Ist-Kurve entsteht.
- Scope-Änderungen sichtbar machen
- Kommen Aufgaben hinzu oder fallen weg, steigt oder sinkt der Startwert effektiv.
- Änderungen markieren (z. B. durch kleine Kommentare oder Farben), um sie später erklären zu können.
- Interpretation im Team
- Burndown Chart täglich im Daily (oder Stand-up-Meeting) kurz besprechen:
- Was erklärt Abweichungen zur Ideallinie?
- Wo sind Blocker?
- Müssen wir Prioritäten ändern?
- Burndown Chart täglich im Daily (oder Stand-up-Meeting) kurz besprechen:
Viele Tools (z. B. Jira, Azure DevOps, YouTrack) erzeugen Burndown Charts automatisch, wenn Sie den Sprint und die Aufwände sauber pflegen. Die oben genannten Schritte helfen trotzdem, die Logik zu verstehen und Charts richtig zu lesen.
Burndown Chart lesen und interpretieren
Wie hilft Ihnen das Burndown Diagramm konkret in der Steuerung? Typische Muster:
1. Ist-Kurve verläuft deutlich über der Ideallinie
- Bedeutung:
- Das Team baut weniger Arbeit ab als geplant.
- Sprintziel oder Release-Termin sind gefährdet.
- Mögliche Ursachen:
- Stories sind größer/aufwendiger als geschätzt.
- Blocker, Abhängigkeiten, technische Probleme.
- Zu viele Kontextwechsel, Meetings, Unterbrechungen.
- Reaktionen:
- Scope priorisieren und ggf. reduzieren.
- Blocker aktiv durch das Management räumen lassen.
- Work-in-Progress begrenzen (weniger parallel, mehr fertigstellen).
2. Ist-Kurve verläuft deutlich unter der Ideallinie
- Bedeutung:
- Arbeit wird schneller abgebaut als angenommen.
- Potenzial, zusätzlichen Scope ins Sprint-Backlog aufzunehmen (nur mit Team abstimmen!).
- Mögliche Ursachen:
- Konservativere Schätzungen.
- Höhere Verfügbarkeit/Kapazität als erwartet.
- Reaktionen:
- In Sprints: Prüfen, ob weitere priorisierte Stories gezogen werden können.
- Langfristig: Schätz- und Planungspraxis anpassen.
3. Lange Zeit fast horizontale Linie, dann starker Abfall zum Ende
- Bedeutung:
- Viele Items werden spät fertig, Arbeit staut sich im „fast fertig“-Status.
- Mögliche Ursachen:
- Zu viel Arbeit gleichzeitig angefangen.
- Abhängigkeiten werden spät geklärt.
- Test- und Abnahmeprozesse sind Engpass.
- Reaktionen:
- Klare Definition of Done etablieren.
- WIP-Limits einführen.
- Tests früher in den Prozess integrieren („Shift Left Testing“).
4. Zickzack-Muster mit starken Auf- und Abwärtsbewegungen
- Bedeutung:
- Häufige Scope-Änderungen, Items werden hinzugefügt oder entfernt.
- Mögliche Ursachen:
- Unstabile Anforderungen.
- Unklare Priorisierung oder kurzfristige Management-Entscheidungen.
- Reaktionen:
- Klare Regeln für Scope-Änderungen im Sprint/Projekt.
- Bessere Vorbereitung in Refinement-Meetings.
- Stabilere Roadmap-Kommunikation.
Wichtig: Ein Burndown Chart ist kein „Bewertungswerkzeug“ für die Leistung einzelner Teammitglieder, sondern eine gemeinsame Informationsgrundlage für das gesamte Team und das Management.
Praxisbeispiel: Sprint Burndown in Scrum
Stellen Sie sich ein Scrum-Team vor, das einen 2‑wöchigen Sprint plant.
- Gesamtaufwand: 80 Story Points (User Stories im Sprint Backlog)
- Sprintdauer: 10 Arbeitstage
- Ideallinie: Linear von 80 auf 0 über 10 Tage
Verlauf:
- Tag 1–3: Team arbeitet an mehreren Stories, aber noch nichts ist vollständig „Done“.
- Burndown: bleibt bei 80 Punkten (keine Reduktion).
- Tag 4–5: Erste Stories werden fertig, 20 Story Points werden abgeschlossen.
- Burndown: fällt von 80 auf 60.
- Tag 6–7: Team fokussiert sich stärker auf Fertigstellung, weitere 30 Punkte werden abgebaut.
- Burndown: von 60 auf 30.
- Tag 8–9: Blocker bei zwei wichtigen Stories, nur 10 weitere Punkte schaffen es ins „Done“.
- Burndown: von 30 auf 20.
- Tag 10: 20 Story Points bleiben offen, Sprintziel wird nur teilweise erreicht.
Interpretation:
- Die Ist-Kurve verlauft lange unter der Ideallinie (zu wenig sichtbarer Fortschritt), nähert sich gegen Ende, schafft es aber nicht bis auf null.
- Lerneffekte:
- Weniger parallele Arbeit, früheres Fertigstellen von Items.
- Besseres Risikomanagement für kritische Stories.
- Genauere Kapazitätsplanung auf Basis der tatsächlichen Velocity.
Häufige Fehler beim Einsatz von Burndown Charts
Damit ein Burndown Diagramm wirklich Nutzen stiftet, sollten typische Stolperfallen vermieden werden:
- Scope-Änderungen nicht sichtbar machen
- Zusätzliche Stories erhöhen den Restaufwand – ohne Kommentar wirkt es wie „schlechte Performance“.
- Lösung: Änderungen markieren und im Daily/Review transparent erläutern.
- Falsche Einheit wählen
- Reine Aufgabenanzahl ist trügerisch, wenn Aufgaben sehr unterschiedlich groß sind.
- Besser: Story Points oder Aufwandsschätzungen in Stunden/Tagen.
- Nur auf das Chart schauen, nicht auf Ursachen
- Ein schlechtes Burndown ist ein Symptom, keine Diagnose.
- Diskussion sollte immer auf Ursachen und Verbesserungen zielen.
- Burndown als Kontrollinstrument gegen das Team missbrauchen
- Mikromanagement und Schuldzuweisungen zerstören Offenheit.
- Burndown ist ein Werkzeug zur gemeinsamen Steuerung, nicht zur Überwachung Einzelner.
- Unregelmäßige Aktualisierung
- Seltene Updates machen das Diagramm ungenau und nutzlos.
- Empfehlung: tägliche Aktualisierung, ideal im Rahmen des Daily Stand-ups.
- Keine Verbindung zu anderen Metriken
- Nur das Burndown zu betrachten, blendet Qualität, Durchlaufzeiten oder Defekte aus.
- Ergänzende Metriken: Burnup Charts, Cumulative Flow Diagram, Defect Rates, Lead Time.
Burndown Chart vs. Burnup Chart und andere Metriken
Ein Burndown Chart ist nicht die einzige Möglichkeit, Fortschritt darzustellen. Besonders im agilen Umfeld lohnt der Vergleich.
Burndown Chart
- Zeigt: Restaufwand über die Zeit.
- Vorteil: sehr leicht verständlich, schnell zu lesen.
- Nachteil: Scope-Änderungen sind schwer zu interpretieren, wenn sie nicht explizit gekennzeichnet sind.
Burnup Chart
- Zeigt: erledigte Arbeit über die Zeit, oft mit zweiter Linie für Gesamt-Scope.
- Vorteile:
- Scope-Änderungen sind direkt sichtbar (Gesamtlinie verschiebt sich).
- Gut für Release- und Roadmap-Kommunikation.
- Nachteil:
- Minimal komplexer zu erklären als ein Burndown.
Cumulative Flow Diagram (CFD)
- Zeigt: Anzahl Items in verschiedenen Status (To Do, In Progress, Done) über die Zeit.
- Vorteile:
- Macht Engpässe im Prozess sichtbar (z. B. viele Items im Testing).
- Gut für Kanban und kontinuierliche Flussoptimierung.
- Nachteil:
- Weniger intuitiv für Personen ohne Kanban-Erfahrung.
Fazit im Vergleich:
- Für tägliche Sprint-Steuerung: Burndown Chart als leichtgewichtiges Standardwerkzeug.
- Für Release-/Portfolio-Planung: Burnup Chart als ergänzendes oder alternatives Instrument.
- Für Prozessoptimierung: Cumulative Flow Diagram als tiefergehende Analyse.
Viele erfolgreiche Teams nutzen mehr als eine Kennzahl, um ein vollständiges Bild zu erhalten.
Best Practices für Entscheider und Projektmanager
Damit ein Burndown Diagramm seinen vollen Nutzen entfaltet, kommt es auf die Einbettung in Ihre Führungs- und Projektpraxis an.
Empfehlungen:
- Klarer Zweck
- Definieren Sie, wofür das Burndown dienen soll: Sprint-Steuerung, Release-Sicht, Projekt-Monitoring.
- Kommunizieren Sie diesen Zweck an Team und Stakeholder.
- Regelmäßige Nutzung im Rhythmus der Meetings
- Sprint Burndown: täglich im Daily Stand-up.
- Release/Projekt-Burndown: z. B. wöchentlich im Steering Committee oder Review.
- Offene, lösungsorientierte Diskussion
- Fragen Sie nicht „Warum liegt ihr hinter der Ideallinie?“, sondern:
- „Was behindert uns gerade?“
- „Was können wir als Organisation tun, um die Blocker zu lösen?“
- Fördern Sie eine Kultur, in der Probleme früh benannt werden.
- Fragen Sie nicht „Warum liegt ihr hinter der Ideallinie?“, sondern:
- Datenqualität sichern
- Achten Sie darauf, dass Tasks und Stories sauber gepflegt werden.
- Stellen Sie sicher, dass „Done“ eine klar definierte Qualität bedeutet (Definition of Done).
- Nicht zu viele Kennzahlen gleichzeitig
- Starten Sie mit einem gut gepflegten Burndown Chart.
- Ergänzen Sie später gezielt weitere Metriken (Burnup, CFD), statt alles parallel zu starten.
- Burndown Charts für Management verständlich machen
- Erklären Sie kurz die Achsen und Linien.
- Zeigen Sie anhand eines Beispiels, was „im Plan“, „unter Plan“ und „über Plan“ bedeutet.
- Nutzen Sie reale Projektverläufe, um Lerneffekte aufzuzeigen.
- Remote- und Hybrid-Teams berücksichtigen
- Burndown Charts sollten für alle zugänglich und sichtbar sein (z. B. im Projekt-Tool, in Dashboards).
- In Remote-Meetings: Chart teilen, kurz interpretieren, Entscheidungen ableiten.
FAQ zum Burndown Chart
Was ist ein Burndown Chart in einfachen Worten?
Ein Burndown Chart ist ein Diagramm, das zeigt, wie viel Arbeit in einem Projekt oder Sprint noch übrig ist – von Tag zu Tag oder Woche zu Woche.
Wie erstelle ich ein Sprint Burndown Chart?
- Gesamtaufwand des Sprints bestimmen (z. B. Story Points).
- X-Achse als Sprints-Tage, Y-Achse als Restaufwand anlegen.
- Ideallinie von Startwert zu 0 einzeichnen.
- Täglich den aktuellen Restaufwand eintragen und Punkte verbinden.
Woran erkenne ich, ob mein Team „im Plan“ ist?
Liegt die Ist-Kurve ungefähr um die Ideallinie oder schneidet sie diese am Ende des Sprints, ist das Team tendenziell im Plan. Deutlich über der Linie bedeutet, dass Ziele gefährdet sind; deutlich darunter, dass mehr Kapazität vorhanden sein könnte.
Eignet sich ein Burndown Chart nur für Scrum?
Nein. Burndown Charts stammen aus Scrum, lassen sich aber in vielen Kontexten nutzen:
- klassische Projekte
- hybride Ansätze
- Kampagnen in Marketing & Vertrieb
- interne Verbesserungsinitiativen
Entscheidend ist, dass Sie einen klar abgegrenzten Scope und einen Zeitraum haben.
Was zeigt ein Burndown Chart nicht?
- Es misst nicht Codequalität, Kundenzufriedenheit oder Business Value.
- Es zeigt nicht, wie produktiv einzelne Personen sind.
- Es gibt keine Aussage über die Ursachen der Abweichungen – dafür braucht es Teamdialog.
Fazit Burndown Chart erklärt: Burndown Chart sinnvoll einsetzen
Ein gut aufgesetztes Burndown Chart ist ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles Instrument, um Fortschritt und Risiken in agilen und hybriden Projekten sichtbar zu machen. Es unterstützt Teams dabei, ihre Arbeit zu steuern, und ermöglicht Entscheidern, frühzeitig gegenzusteuern, statt nur am Ende auf Ergebnisse zu reagieren.
Wesentliche Erfolgsfaktoren sind:
- klare Definition von Scope und Einheit,
- regelmäßige und verlässliche Aktualisierung,
- transparente Kennzeichnung von Scope-Änderungen,
- eine Kultur, in der das Diagramm als Lern- und Steuerungswerkzeug genutzt wird – nicht als Kontrollinstrument.
Wenn Sie Burndown Charts mit ergänzenden Metriken wie Burnup Charts oder Cumulative Flow Diagrams kombinieren, erhalten Sie ein fundiertes, datenbasiertes Bild über den Zustand Ihrer Projekte und Produkte. So werden Entscheidungen messbarer, Planungen realistischer und Teams handlungsfähiger.
Wenn Sie Unterstützung bei der Einführung agiler Kennzahlen, der Etablierung sinnvoller Dashboards oder der praktischen Umsetzung in Ihren Projekten benötigen, kann eine externe Perspektive wertvoll sein. Die Expertinnen und Experten von PURE Consultant begleiten Unternehmen dabei, Burndown Charts und andere Steuerungsinstrumente so zu implementieren, dass sie wirklichen Mehrwert für Management, Teams und Kunden erzeugen.