Projektmanagement Beratung: Checkliste & Empfehlung

Projektmanagement Beratung: Checkliste & Empfehlung – Komplexe Projekte, steigende Erwartungen, knappe Ressourcen: Viele Unternehmen merken erst im Krisenmodus, dass ihr Projektmanagement an Grenzen stößt. Dann stellt sich die Frage: Reicht Optimierung von innen – oder braucht es eine professionelle Projektmanagement Beratung von außen?
Dieser Beitrag zeigt, wann externe Unterstützung sinnvoll ist, wie eine gute Beratung arbeitet und wie Sie mit einer klaren Checkliste die passende Partnerwahl treffen. So vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen und erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihrer strategisch wichtigen Projekte deutlich.

Projektmanagement Beratung: Checkliste & Empfehlung
Projektmanagement Beratung: Checkliste & Empfehlung

Was ist Projektmanagement Beratung?

Projektmanagement Beratung unterstützt Unternehmen dabei, Projekte und Projektlandschaften wirksamer zu planen, zu steuern und zu verankern. Sie kombiniert Methodenkompetenz (z. B. PMI, IPMA, PRINCE2, agile Frameworks) mit praktischer Umsetzungserfahrung.

Kurz definiert:
Projektmanagement Beratung ist die professionelle Unterstützung bei Aufbau, Optimierung und Durchführung von Projekten und Projektorganisationen – von der Idee bis zur nachhaltigen Verankerung.

Typische Schwerpunkte sind:


In welchen Situationen lohnt sich eine Projektmanagement-Beratung?

Nicht jede Herausforderung erfordert externe Berater. In manchen Fällen ist es aber klar im Vorteil, einen erfahrenen Blick von außen ins Boot zu holen. Typische Situationen:

Wenn Sie sich in mehreren dieser Punkte wiedererkennen, lohnt sich eine strukturierte Prüfung, ob eine Projektmanagement Beratung der richtige Hebel ist.


Ziele und Nutzen externer Projektmanagement-Beratung

Der Mehrwert externer Unterstützung zeigt sich besonders in drei Dimensionen:

1. Ergebnis- und Zielklarheit

2. Professionalisierung von Strukturen und Methoden

3. Entlastung und Risikoreduktion

Gut gemachte Projektmanagement Beratung schafft damit nicht nur „schöne Folien“, sondern messbare Effekte: weniger Eskalationen, mehr Projekterfolge, bessere Planbarkeit.


Checkliste: Ist Ihr Unternehmen bereit für eine Projektmanagement Beratung?

Bevor Sie einen Berater ins Haus holen, sollte die eigene Hausaufgabe klar sein. Die folgende Checkliste hilft, die Ausgangslage zu bewerten.

Beantworten Sie für Ihr Unternehmen ehrlich:

  1. Zielbild:
    • Gibt es ein klares Bild, was Sie mit der Projektmanagement Beratung erreichen wollen (z. B. „Krisenprojekt stabilisieren“ oder „PMO aufbauen“)?
  2. Management-Mandat:
    • Gibt es einen eindeutigen Sponsor im Top-Management, der das Vorhaben sichtbar unterstützt?
  3. Veränderungsbereitschaft:
    • Ist die Organisation bereit, Arbeitsweisen, Rollen und Verantwortlichkeiten anzupassen – nicht nur Beraterfolien abzunicken?
  4. Transparenz:
    • Können Sie dem Berater Zugang zu relevanten Informationen und Personen gewähren, ohne politische Sperrzonen?
  5. Ressourcen:
    • Sind interne Ansprechpartner definiert, die Zeit für Workshops, Entscheidungen und Umsetzung mitbringen?
  6. Budgetrahmen:
    • Ist ein grober finanzieller Rahmen für externe Unterstützung geklärt, damit es später keine Grundsatzdiskussion gibt?
  7. Zeithorizont:
    • Ist klar, bis wann erste Ergebnisse sichtbar sein müssen und wie lange die Beratung voraussichtlich begleiten soll?

Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit „nein“ beantworten, lohnt sich zunächst eine interne Klärung. Eine Projektmanagement Beratung kann viel bewirken – aber nur, wenn das Umfeld dafür vorbereitet ist.


Checkliste: So wählen Sie die richtige Projektmanagement Beratung aus

Der Markt ist unübersichtlich: Vom Einzelberater bis zur globalen Beratungsgesellschaft ist alles vertreten. Die folgenden Kriterien helfen, gezielt auszuwählen.

1. Fachliche Passung & Branchenkenntnis

2. Vorgehensmodell & Methodik

Fragen Sie konkret:

Ein guter Projektmanagement-Berater kann erklären, warum er welche Methode in Ihrer Situation empfiehlt und wie diese pragmatisch angewendet wird.

3. Rolle im Projekt: Berater, Coach oder Interimsmanager?

Klären Sie, welche Rolle Sie benötigen:

Viele Projektmanagement Beratungen bieten mehrere dieser Rollen an, aber nicht jede Person ist für jede Rolle geeignet. Bestehen Sie auf klarer Rollendefinition.

4. Referenzen, Arbeitsweise und Team

5. Zusammenarbeit, Kultur und Passung

Fachliche Exzellenz nützt wenig, wenn die Zusammenarbeit nicht harmoniert. Achten Sie auf:

Ein kurzes gemeinsames Workshop-Format oder ein Pilotprojekt ist oft besser geeignet, die Passung zu prüfen, als eine lange Angebotspräsentation.

6. Kommerzielle Kriterien und Vertragsgestaltung


Typische Leistungen einer Projektmanagement-Beratung

Um Angebote besser vergleichen zu können, hilft ein Blick auf typische Leistungsbausteine. Häufige Themen:

Je klarer Sie wissen, welche dieser Bausteine Sie brauchen, desto zielgerichteter können Sie mit potenziellen Partnern sprechen.


Wie läuft eine Projektmanagement Beratung typischerweise ab?

Auch wenn jedes Projekt individuell ist, folgen viele Beratungen einem ähnlichen Ablauf. Ein möglicher, praxiserprobter Rahmen:

  1. Auftragsklärung und Zieldefinition
    • Gemeinsames Verständnis von Ausgangslage, Zielen und Rahmenbedingungen
    • Abgrenzung zu anderen Initiativen und Projekten
    • Festlegung von Rollen, Ansprechpartnern und Entscheidungswegen
  2. Analysephase
    • Interviews mit Schlüsselpersonen
    • Sichtung von Projektunterlagen, Reportings, KPI
    • Beobachtung von Meetings und Gremien
    • Ergebnis: Klarer Befund und priorisierte Handlungsfelder
  3. Konzept- und Designphase
    • Entwicklung eines Zielbildes: z. B. Projektlandschaft, PMO-Struktur, Governance
    • Definition neuer Prozesse, Rollen, Templates und KPIs
    • Abstimmung mit Management und relevanten Stakeholdern
  4. Umsetzung und Begleitung
    • Einführung der vereinbarten Maßnahmen in Pilotbereichen oder zentralen Projekten
    • Coaching von Projektleitern und PMO
    • Regelmäßige Reviews und Anpassung der Maßnahmen
  5. Verankerung und Übergabe
    • Sicherstellen, dass Kompetenzen intern aufgebaut sind
    • Dokumentation von Prozessen, Checklisten und Leitfäden
    • Plan zur kontinuierlichen Verbesserung (z. B. Lessons Learned, PM-Community)

Wichtig ist: Eine gute Projektmanagement Beratung plant den Ausstieg von Anfang an mit. Ziel ist nicht, dauerhaft unverzichtbar zu sein, sondern Ihre Organisation zu befähigen.


Häufige Fehler bei der Auswahl von Projektmanagement Beratern

Viele Probleme beginnen nicht in der Beratung selbst, sondern schon bei der Auswahl. Typische Fehler:

Diese Fehler lassen sich vermeiden, wenn Sie Ihre Checkliste konsequent nutzen und offen mit potenziellen Partnern über Erwartungen und Grenzen sprechen.


Konkrete Empfehlung: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

Wenn Sie ernsthaft über Projektmanagement Beratung nachdenken, kann ein pragmatisches Vorgehen so aussehen:

  1. Problem und Zielbild klären
    • In einem kleinen Kreis (Sponsor, PMO, Projektleiter) festhalten: Was genau soll besser werden?
  2. Ist-Situation grob skizzieren
    • Welche Projekte laufen aktuell?
    • Wo brennt es am meisten?
    • Welche Strukturen und Methoden gibt es bereits?
  3. Anforderungskatalog an die Beratung formulieren
    • Fachliche Themen (z. B. Krisenprojekt, PMO-Aufbau)
    • Gewünschte Rolle (Beratung, Coaching, Interimsmanagement)
    • Zeitrahmen, Budgetkorridor, interne Ansprechpersonen
  4. Kurzliste von 2–4 Beratungen erstellen
    • Mischung aus spezialisierten Boutiquen und ggf. größeren Häusern
    • Kollegen-Netzwerk nutzen, Referenzen anfragen
  5. Strukturiertes Auswahlverfahren durchführen
    • Gemeinsamer Workshop oder Case-Study mit jeder Beratung
    • Bewertung entlang Ihrer Checkliste (Fachlichkeit, Passung, Vorgehen, Konditionen)
  6. Mit einer fokussierten Pilotphase starten
    • z. B. Analysephase oder Unterstützung in einem Schlüsselprojekt
    • Klare Erfolgskriterien und Laufzeit definieren
  7. Entscheidung auf Basis der Zusammenarbeit treffen
    • Verlängerung und Ausbau nur, wenn Zusammenarbeit und Ergebnisse überzeugen
    • Offenes Feedback in beide Richtungen

So reduzieren Sie das Risiko einer Fehlentscheidung deutlich und gewinnen gleichzeitig einen realistischen Eindruck von Arbeitsweise und Kultur der Beratungen.


Beispiel aus der Praxis (typisiertes Szenario)

Ein mittelständisches Unternehmen führt ein neues ERP-System ein. Das Projekt läuft seit einem Jahr, ist deutlich im Verzug, die Fachbereiche sind frustriert, und der Vorstand zweifelt am Nutzen.

Eine spezialisierte Projektmanagement Beratung wird mit folgendem Auftrag geholt:

Der Berater führt Interviews, wertet Projektpläne aus, moderiert Workshops mit den wichtigsten Stakeholdern und identifiziert zentrale Ursachen: unklare Verantwortlichkeiten, überladener Scope, kein gemeinsames Verständnis von Prioritäten.

Innerhalb weniger Wochen werden:

Parallel entsteht eine leichte PMO-Struktur, die sicherstellt, dass ähnliche Probleme in künftigen Projekten schneller erkannt und adressiert werden. Nach einigen Monaten hat sich die Situation deutlich beruhigt, das Projekt gewinnt Vertrauen zurück – und die Organisation ist insgesamt im Projektmanagement gereifter.


Fazit: Projektmanagement Beratung bewusst und gezielt nutzen

Projektmanagement Beratung ist kein Allheilmittel, aber ein wirksamer Hebel, wenn strategisch wichtige Projekte ins Stocken geraten, Organisationen stark wachsen oder professionelle Strukturen im Projektgeschäft fehlen. Entscheidend ist, dass Sie:

Wenn Sie aktuell vor der Frage stehen, ob externe Projektmanagement-Beratung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, kann ein unverbindliches Gespräch mit einem spezialisierten Partner helfen, die Situation einzuordnen und Optionen zu vergleichen. Ein Anbieter wie PURE Consultant bringt genau diese Kombination aus Methodenkompetenz, Praxiserfahrung und Klarheit in der Zusammenarbeit mit – und kann so dabei unterstützen, Projekte wieder auf Kurs zu bringen und Projektmanagement als Stärke Ihres Unternehmens zu etablieren.

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