Ist-Analyse erklärt – Wer Projekte startet, Prozesse optimiert oder eine neue Software einführt, scheitert oft nicht an der Lösung – sondern daran, dass der Ausgangspunkt unklar ist. Genau hier setzt die Ist-Analyse an: Sie schafft ein gemeinsames, belastbares Bild des aktuellen Zustands. In diesem Beitrag erfahren Sie, was eine Ist-Analyse ist, wie sie Schritt für Schritt abläuft, welche Methoden sich eignen und worauf Sie in der Praxis achten müssen. So können Sie fundiert entscheiden, welche Veränderungen wirklich sinnvoll sind – statt auf Annahmen, Bauchgefühl oder Einzelmeinungen zu setzen.

Was ist eine Ist-Analyse?
Eine Ist-Analyse ist die systematische Untersuchung des aktuellen Zustands eines Unternehmensbereichs, Prozesses, Systems oder Projekts. Ziel ist es, den „Status quo“ faktenbasiert zu verstehen:
- Wie wird heute gearbeitet?
- Welche Abläufe, Rollen und Systeme gibt es?
- Wo entstehen Engpässe, Fehler, Wartezeiten oder Mehrarbeit?
- Welche Rahmenbedingungen beeinflussen die Situation?
Kurz gesagt:
Die Ist-Analyse beschreibt den derzeitigen Zustand („Ist-Zustand“) so genau, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für Probleme, Ursachen und Potenziale entwickeln.
Häufige Bezeichnungen und Synonyme sind z. B.:
- Analyse des Ist-Zustands
- Bestandsaufnahme
- Prozessaufnahme / Prozessanalyse
- Status-quo-Analyse
- Ausgangsanalyse
Warum eine Ist-Analyse im Projekt- und Change-Management unverzichtbar ist
Viele Projekte scheitern daran, dass direkt in die Lösungsfindung gesprungen wird:
- „Wir brauchen ein neues Tool.“
- „Wir müssen agil werden.“
- „Wir stellen einfach mehr Leute ein.“
Ohne vorher zu verstehen, wie die heutige Arbeitsweise tatsächlich aussieht, bleiben Ursachen im Dunkeln. Typische Folgen:
- Maßnahmen greifen zu kurz oder an der falschen Stelle.
- Investitionen in IT-Systeme bringen keinen erhofften Effekt.
- Widerstände in der Organisation nehmen zu („Wir machen doch alles schon so gut wir können.“).
- Später werden teure Nachbesserungen nötig.
Eine saubere Ist-Zustand-Analyse liefert dagegen:
- Klarheit über Probleme, Ursachen und Zusammenhänge
- Transparenz für Management, Fachbereiche und Projektteams
- Prioritäten für Verbesserungen und Quick Wins
- Argumente für Budget, Ressourcen und Change-Kommunikation
- Messbare Ausgangswerte, um spätere Verbesserungen zu belegen
Gerade für Entscheider und Projektverantwortliche ist die Ist-Analyse damit ein Risikofilter: Sie reduziert Projektrisiken, bevor größere Budgets freigegeben werden.
Typische Anlässe für eine Ist-Analyse
In der Praxis wird die Ist-Analyse in vielen Kontexten eingesetzt. Typische Anwendungsfälle:
- Einführung neuer Software (ERP, CRM, DMS, Ticket-Systeme, Collaboration-Tools)
- Organisations- und Prozessoptimierung (Lean Management, Prozessharmonisierung, Shared Services)
- Digitalisierungsinitiativen (Automatisierung, Workflow-Tools, RPA)
- Strategie- und Zielbildprojekte (z. B. Aufbau eines Projektmanagement-Office, Transformation zu Produktteams)
- Qualitäts- und Compliance-Anforderungen (ISO-Zertifizierung, interne Audits, regulatorische Vorgaben)
- Kostensenkungs- oder Effizienzprogramme
- Troubleshooting bei akuten Problemen (z. B. Lieferverzug, Rückstände im Service, hohe Fehlerquoten)
In all diesen Situationen ist die zentrale Frage:
„Wie läuft es heute wirklich ab – und warum?“
Ist-Analyse Schritt für Schritt: Vorgehensmodell
Je nach Größe und Komplexität gibt es unterschiedliche Varianten. Bewährt hat sich ein klar strukturiertes, aber pragmatisches Vorgehen in fünf Schritten.
1. Ziel und Fokus klären
Bevor Sie Daten sammeln, müssen Sie wissen, wofür Sie analysieren:
- Welches Ziel verfolgen wir mit der Ist-Analyse?
- Welche Fragen sollen am Ende beantwortet sein?
- Welche Bereiche, Prozesse, Standorte oder Systeme werden betrachtet – und welche bewusst nicht?
- Welche Kennzahlen sind relevant (z. B. Durchlaufzeiten, Fehlerquoten, Kosten, Servicelevel)?
Ergebnis dieses Schritts:
- Grober Scope (Abgrenzung)
- Zielbild der Analyse
- Stakeholder-Landkarte (wer ist betroffen, wer entscheidet, wer liefert Input)
2. Analysekonzept und Vorgehensplan erstellen
Nun wird festgelegt, wie Sie den Ist-Zustand aufnehmen:
- Welche Methoden setzen wir ein? (Interviews, Workshops, Beobachtungen, Datenanalysen …)
- Welche Rollen und Fachbereiche werden einbezogen?
- Welche Dokumente und Systeme brauchen wir?
- Wie sieht der Zeitplan aus?
Hilfreich ist ein kurzer Analyseplan, der u. a. enthält:
- Zeitfenster der Ist-Analyse
- Liste geplanter Termine (Workshops, Interviews)
- Verantwortlichkeiten im Projektteam
- Kommunikationsplan (Wer wird wann informiert?)
3. Daten und Informationen erheben
In diesem Schritt findet die eigentliche Bestandsaufnahme des Ist-Zustands statt. Typische Aktivitäten:
- Interviews mit Prozessbeteiligten und Führungskräften
- Workshops zur gemeinsamen Prozessaufnahme
- Beobachtung vor Ort (z. B. Gemba Walk in Produktion oder Service)
- Auswertung von Kennzahlen und Reports
- Sichtung von Dokumenten (Prozessbeschreibungen, Richtlinien, Tickets, E-Mails)
Wichtig:
Hier geht es zunächst um Verstehen, nicht Bewerten. Vermeiden Sie es, vorschnell Lösungen zu diskutieren – die kommen später.
4. Ist-Zustand strukturieren und visualisieren
Die gesammelten Informationen werden nun aufbereitet:
- Prozesse werden in Prozesslandkarten oder Flowcharts visualisiert.
- Rollen und Verantwortlichkeiten werden z. B. über RACI-Matrizen oder Organigramme dargestellt.
- Kennzahlen werden in Tabellen und Diagrammen aufbereitet.
- Engpässe, Schwachstellen und „Schmerzpunkte“ werden markiert.
Typische Darstellungsformen sind:
- Prozessdiagramme (BPMN, Swimlanes)
- Wertstromanalysen (Value Stream Maps)
- Service Blueprints
- Übersichtsgrafiken zu Systemen und Schnittstellen
Ergebnis: Ein konsistentes Bild des Ist-Zustands, das sich mit den Beteiligten abgleichen lässt.
5. Ergebnisse auswerten, Ursachen analysieren, Handlungsfelder ableiten
Zum Schluss wird der Ist-Zustand bewertet:
- Wo liegen die größten Probleme?
- Was sind vermutete Ursachen?
- Welche Verbesserungshebel sind erkennbar?
- Wo gibt es Quick Wins, wo strukturellen Änderungsbedarf?
Hilfreich sind dabei u. a.:
- Ursachenanalysen (z. B. 5-Why, Ishikawa-Diagramm)
- Priorisierungsmatrizen (Impact vs. Aufwand)
- Clusterung von Problemfeldern (z. B. nach Prozessschritten oder Bereichen)
Das Ergebnis dieses Schrittes sind konkrete Handlungsfelder und erste Verbesserungsideen, die in die Soll-Konzeption einfließen.
Methoden und Werkzeuge für die Ist-Analyse
In der Praxis werden meist mehrere Methoden kombiniert. Einige zentrale Werkzeuge im Überblick:
Interviews und strukturierte Gespräche
Wofür geeignet?
Zum Verständnis von Arbeitsabläufen, Pain Points, informellen Regeln und Rahmenbedingungen.
Vorgehen in Kürze:
- Leitfaden mit offenen Fragen erstellen
- Vertreter aller relevanten Rollen befragen (nicht nur Führungskräfte)
- Antworten protokollieren und anonymisiert auswerten
- Auffälligkeiten und Muster identifizieren
Workshops zur Prozessaufnahme
Wofür geeignet?
Für komplexe, bereichsübergreifende Prozesse, bei denen ein gemeinsames Verständnis wichtig ist.
Typischer Ablauf:
- Prozessgrenzen definieren (Start, Ende)
- Beteiligte Rollen/Abteilungen auflisten
- Prozessschritte gemeinsam auf einem Whiteboard oder digitalen Board visualisieren
- Inputs, Outputs, IT-Systeme, Dokumente ergänzen
- Probleme, Schleifen, Medienbrüche markieren
Beobachtung und Gemba Walk
Gerade in Produktion, Logistik oder Service lohnt sich ein Blick vor Ort:
- Wie läuft der Prozess in der Realität – nicht nur auf dem Papier?
- Wo entstehen Wartezeiten, Suchen, Umwege?
- Welche Hilfsmittel werden tatsächlich genutzt (Notizzettel, Excel-Listen, Workarounds)?
Diese Beobachtungen sind oft sehr aufschlussreich, weil sie versteckte Ineffizienzen sichtbar machen.
Kennzahlen- und Datenanalyse
Viele Organisationen verfügen über zahlreiche Daten, nutzen sie aber zu wenig für die Ist-Zustand-Analyse. Typische Fragestellungen:
- Wie lange dauern bestimmte Prozessschritte im Durchschnitt?
- Wie hoch sind Fehlerraten, Reklamationen, Rückläufer?
- Welche Durchlaufzeiten haben Anfragen, Tickets, Bestellungen?
- Wie stark schwankt das Volumen (z. B. saisonal)?
Berücksichtigen Sie dabei:
- Datenqualität (Vollständigkeit, Plausibilität)
- Zeiträume (ausreichend lang, aber noch repräsentativ)
- Vergleichswerte (z. B. zwischen Teams, Standorten, Zeiträumen)
Dokumentenanalyse
Nützlich, um formale Vorgaben und tatsächliche Praxis abzugleichen:
- Prozessbeschreibungen
- Arbeitsanweisungen
- Richtlinien und Checklisten
- SLA-Definitionen
- Schulungsunterlagen
Frage dabei immer:
„Entspricht die dokumentierte Soll-Vorgabe noch dem gelebten Ist-Zustand?“
Praxisbeispiel: Ist-Analyse in einem Servicebereich
Ein kurzes Szenario, wie eine Ist-Analyse in der Realität aussehen kann:
Ausgangslage:
Ein mittelständisches Unternehmen erhält zunehmende Beschwerden über lange Bearbeitungszeiten im Kundenservice. Die Geschäftsführung plant, ein neues Ticket-System einzuführen.
Vorgehen in der Ist-Analyse:
- Ziel klären:
- Bearbeitungszeiten verstehen
- Ursachen für Verzögerungen identifizieren
- Prüfen, ob ein neues System wirklich der Haupthebel ist
- Daten sammeln:
- Auswertung der aktuellen Ticket-Daten (Eingänge, Bearbeitungszeiten, Erstlösungsquote)
- Interviews mit Service-Mitarbeitenden, Teamleitungen, IT
- Beobachtung im Tagesgeschäft (Telefon, E-Mail, Chat)
- Sichtung von Richtlinien, Eskalationswegen und Schulungsunterlagen
- Ist-Zustand visualisieren:
- Prozessdiagramm „vom Eingang der Kundenanfrage bis zur Lösung“
- Aufzeigen von parallelen Wegen (z. B. direkte E-Mails an Fachbereiche)
- Markierung von Schleifen (z. B. Rückfragen, Eskalationen, Weiterleitungen)
- Erkenntnisse:
- Häufige Medienbrüche (E-Mail → Excel → System)
- Uneinheitliche Priorisierung nach persönlichem Ermessen
- Teilweise unklare Zuständigkeiten bei Spezialanfragen
- Kein einheitliches Arbeitsvorrats-Management
- Handlungsfelder:
- Standardisierung des Eingangskanals
- Klare Rollen und Eskalationswege definieren
- Einführung eines Ticketsystems als Baustein, nicht als alleinige Lösung
- Schulung und klare Servicelevel
Ohne diese Ist-Analyse wäre womöglich nur ein neues Tool eingeführt worden – die eigentlichen Ursachen (Rollen, Prozesse, Priorisierung) wären bestehen geblieben.
Qualitätskriterien einer guten Ist-Analyse
Woran erkennen Sie, ob Ihre Ist-Zustand-Analyse tragfähig ist?
- Vollständigkeit im definierten Scope
Die relevanten Prozesse, Rollen und Schnittstellen sind abgedeckt – ohne sich in Nebenthemen zu verlieren. - Nachvollziehbarkeit
Außenstehende (z. B. Management, angrenzende Bereiche) können den Ist-Zustand anhand der Dokumentation verstehen. - Validität
Die beschriebene Arbeitsweise entspricht tatsächlich der gelebten Praxis – nicht nur der Wunschvorstellung. - Datenbasis
Qualitative Eindrücke werden, wo möglich, durch Zahlen und Fakten gestützt. - Transparenz von Annahmen
Wenn Informationen fehlen, sind Annahmen klar gekennzeichnet. - Akzeptanz in der Organisation
Die Beteiligten erkennen sich im Ergebnis wieder und widersprechen nicht grundlegend.
Eine gute Ist-Analyse ist damit Grundlage für fundierte Entscheidungen, kein Selbstzweck.
Häufige Fehler in Ist-Analysen – und wie Sie sie vermeiden
Fehler in der Ist-Analyse ziehen sich durch das gesamte Projekt. Einige typische Stolperfallen:
1. Direkt in Lösungen springen
Statt den Ist-Zustand in Ruhe zu verstehen, werden sofort Tool-Features diskutiert oder Prozessänderungen skizziert.
Gegenmaßnahme: Analysephase bewusst schützen, Lösungsdiskussionen parken und später systematisch aufgreifen.
2. Nur Führungskräfte befragen
Wer nur das Management zu Wort kommen lässt, bekommt ein gefiltertes Bild. Die gelebte Praxis liegt oft in den Teams.
Gegenmaßnahme:
Bewusste Mischung aus Rollen: Mitarbeitende, Teamleads, Fachverantwortliche, IT, ggf. externe Partner.
3. Dokumente mit Realität verwechseln
Prozesshandbücher und Richtlinien sind wichtig, spiegeln aber selten 1:1 den Alltag wider.
Gegenmaßnahme:
Dokumente als Ausgangspunkt nutzen, aber durch Beobachtung, Interviews und Datenvergleiche validieren.
4. Analyse „aus der Ferne“ durchführen
Nur mit E-Mails, Reports und Excel-Listen zu arbeiten reicht nicht aus.
Gegenmaßnahme:
Mindestens punktuell vor Ort sein (oder Remote-Sessions mit Bildschirmteilen) und sich echte Abläufe zeigen lassen.
5. Zu viel Detail, zu wenig Relevanz
Es ist leicht, sich in Spezialfällen, Ausnahmen und Technikalitäten zu verlieren.
Gegenmaßnahme:
Fokus auf wertschöpfende Hauptprozesse und zentrale Problemfelder. Detailtiefe bewusst steuern.
Ergebnisse der Ist-Analyse aufbereiten und kommunizieren
Eine Ist-Analyse entfaltet nur dann Wirkung, wenn die Ergebnisse verständlich kommuniziert werden. Bewährt haben sich:
Typische Inhalte eines Ergebnis-Reports
- Kurze Zusammenfassung (Management Summary)
- Beschreibung von Scope, Vorgehen, Datenbasis
- Visualisierte Prozessübersichten und Systemlandschaften
- Darstellung der wichtigsten Kennzahlen
- Übersicht zentraler Probleme und Ursachen
- Priorisierte Handlungsfelder und Empfehlungen für die nächsten Schritte
Darstellungsformen
- Präsentation für Steuerkreis oder Lenkungsausschuss
- Detaillierter Analysebericht (PDF, Wiki, Confluence)
- Kurzversion für betroffene Teams (z. B. zur Diskussion von Maßnahmen)
- Poster oder Visualisierungen im Projektbereich
Wichtig ist, die Ergebnisse nicht „im Schrank verschwinden“ zu lassen. Nutzen Sie die Ist-Zustand-Analyse als Dialoganlass – nicht als Einweg-Information.
Von der Ist-Analyse zur Soll-Konzeption
Die Ist-Analyse ist kein Selbstzweck. Sie mündet idealerweise direkt in die Gestaltung des Soll-Zustands.
Typische Schritte:
- Zielbild schärfen
- Was soll sich im Vergleich zum Ist-Zustand konkret verbessern?
- Welche Ziele gelten (z. B. 30 % kürzere Durchlaufzeit, weniger Fehler, höhere Kundenzufriedenheit)?
- Zukünftige Prozesse und Strukturen entwerfen
- Überarbeiten der Prozessabläufe
- Anpassung von Rollen, Verantwortlichkeiten, Governance
- Definition neuer oder geänderter Kennzahlen
- IT- und Systemanforderungen ableiten
- Welche Funktionen muss ein neues System unterstützen?
- Wo bestehen Integrationsbedarfe zu bestehenden Anwendungen?
- Maßnahmenplan erstellen
- Konkrete Projekte, Arbeitspakete, Meilensteine
- Ressourcenerfordernisse
- Change- und Kommunikationsmaßnahmen
Die Stärke einer guten Ist-Zustand-Analyse zeigt sich genau an dieser Stelle:
Je klarer und fundierter der Ist-Zustand beschrieben ist, desto zielgerichteter und realitätsnäher wird der Soll-Zustand.
Checkliste: So planen Sie Ihre Ist-Analyse
Zum Abschluss eine kompakte Übersicht, wie eine Ist-Analyse von Anfang an auf stabile Füße gestellt wird:
- Auftrag klären
- Ziele, Erwartungen, zentrale Fragestellungen
- Stakeholder und Entscheider
- Scope definieren
- Welche Bereiche und Prozesse werden betrachtet?
- Welche Themen liegen bewusst außerhalb?
- Vorgehen planen
- Methoden-Mix (Interviews, Workshops, Beobachtung, Datenanalyse …)
- Zeitplan, Meilensteine, Ressourcen
- Datenbasis sichern
- Verfügbarkeit relevanter Kennzahlen sicherstellen
- Zugang zu Systemen, Reports, Dokumenten klären
- Stakeholder einbinden
- Frühzeitige Information über Zweck und Nutzen der Ist-Analyse
- Klare Rollen und Verantwortlichkeiten im Projektteam
- Erhebung strukturieren
- Leitfäden für Interviews und Workshops vorbereiten
- Standardisierte Templates für Prozessaufnahmen nutzen
- Ergebnisse konsolidieren
- Visualisierungen und Prozessdarstellungen
- Abgleich mit Beteiligten („Plausibilitäts-Check“)
- Handlungsfelder ableiten
- Probleme und Ursachen clustern
- Quick Wins und größere Veränderungen unterscheiden
- Weiteres Vorgehen definieren
- Übergang in die Soll-Konzeption
- Grober Maßnahmen- und Projektplan
Wann externe Unterstützung bei der Ist-Analyse sinnvoll ist
Gerade in komplexen Projekten – etwa bei größeren Digitalisierungsinitiativen, Prozessharmonisierungen über Standorte hinweg oder der Einführung unternehmensweiter Systeme – stößt eine rein interne Ist-Analyse schnell an Grenzen:
- Beteiligte sind selbst Teil des Systems und damit nicht völlig neutral.
- Es fehlt Erfahrung mit strukturierten Analyse-Methoden.
- Zeitdruck im Tagesgeschäft lässt keine saubere, umfassende Bestandsaufnahme zu.
In solchen Fällen kann es hilfreich sein, erfahrene Beratungspartner einzubinden, die Vorgehen, Methoden und Moderation übernehmen, während Ihre Organisation das inhaltliche Know-how liefert.
Wenn Sie planen, Prozesse, Organisation und Systeme grundlegend zu verändern und dafür eine belastbare Ist-Analyse benötigen, lohnt sich ein Gespräch mit Spezialisten wie der PURE Consultant. So stellen Sie sicher, dass Ihre Veränderungsprojekte nicht auf Annahmen, sondern auf einer fundierten Analyse des Ist-Zustands aufbauen – und damit nachhaltiger Wirkung entfalten.