Welche Scrum-Master-Zertifikate gibt es? – In vielen Unternehmen ist klar: Ohne agiles Projektmanagement geht es nicht mehr. Doch sobald es konkret um die Rolle des Scrum Masters geht, taucht schnell die Frage auf: Welche Scrum‑Master‑Zertifikate gibt es eigentlich – und welches ist für unser Umfeld sinnvoll? Der Markt ist unübersichtlich, die Spanne reicht von international anerkannten Programmen bis zu sehr speziellen Angeboten im deutschsprachigen Raum.
Dieser Beitrag gibt einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Scrum‑Master‑Zertifizierungen, zeigt die Unterschiede und hilft Entscheidern, Projektverantwortlichen und Fachanwendern, eine fundierte Auswahl zu treffen.

Was ist ein Scrum-Master-Zertifikat?
Ein Scrum‑Master‑Zertifikat ist ein formaler Nachweis, dass eine Person die Grundlagen von Scrum verstanden hat und befähigt ist, die Rolle des Scrum Masters in agilen Teams auszufüllen.
Zertifizierungen werden von verschiedenen Organisationen angeboten, unterscheiden sich jedoch deutlich in:
- inhaltlicher Tiefe
- Bekanntheit am Markt
- Prüfungsformat und Sprache
- Kosten und Gültigkeit (inkl. Rezertifizierungspflicht)
Kurzüberblick: Die wichtigsten Scrum-Master-Zertifizierungen
Die bekanntesten und im Markt am häufigsten nachgefragten Scrum‑Master‑Zertifikate sind:
- Scrum.org: Professional Scrum Master (PSM I, PSM II, PSM III)
- Scrum Alliance: Certified ScrumMaster (CSM), Advanced CSM (A‑CSM), Certified Scrum Professional – SM (CSP‑SM)
- TÜV SÜD: Scrum Master (TÜV)
- Scrumstudy: Scrum Master Certified (SMC)
- ICO-Cert / ITEMO: ITEMO Scrum Master
- Scaled Agile: SAFe Scrum Master (SSM) für skaliertes Agiles Arbeiten
Daneben existieren weitere Zertifikate mit Scrum‑Bezug, die jedoch nicht ausschließlich auf die Scrum‑Master‑Rolle fokussiert sind (z. B. PMI‑ACP).
Im Folgenden betrachten wir die wichtigsten Anbieter im Detail.
Scrum.org – Professional Scrum Master (PSM I–III)
Kurzprofil
Scrum.org wurde von Scrum‑Mitbegründer Ken Schwaber gegründet und gehört weltweit zu den bekanntesten Adressen für Scrum‑Zertifizierungen. Die PSM‑Reihe fokussiert stark auf ein sauberes Verständnis des Scrum‑Frameworks.
Zertifikatsstufen
- PSM I – Einstieg: Nachweis grundlegender Scrum‑Kenntnisse und der Scrum‑Master‑Rolle
- PSM II – Fortgeschrittene: Vertieftes Verständnis von Scrum, Servant Leadership, Coaching und Facilitation
- PSM III – Expertenniveau: Sehr tiefes, praxisnahes Verständnis, hohe Hürden und Essay‑Anteile
Prüfungsformat (Stand: typisch im Markt)
- Online‑Prüfungen, überwiegend in Englisch
- Multiple‑Choice und je nach Stufe zusätzliche freie Fragen/Essays
- Kein verpflichtendes Training, aber vorbereitende Kurse werden von Trainingsanbietern angeboten
- Zertifikate sind in der Regel unbefristet gültig (keine Rezertifizierungspflicht)
Stärken
- Hohe internationale Bekanntheit in IT und Beratung
- Stark prüfungsorientiert – man muss das Framework wirklich verstanden haben
- Unabhängigkeit von konkreten Tools oder Branchen
Typische Einsatzszenarien
- International ausgerichtete Unternehmen
- IT‑Organisationen, Software‑Entwicklung, Produktentwicklung
- Kandidaten, die ein stark prüfungsgetriebenes, inhaltlich anspruchsvolles Zertifikat suchen
Scrum Alliance – Certified ScrumMaster (CSM, A‑CSM, CSP‑SM)
Kurzprofil
Die Scrum Alliance ist eine der ältesten Scrum‑Communities und war lange Zeit die erste Anlaufstelle für Scrum‑Zertifizierungen. Sie legt einen starken Fokus auf Community, Praxis und kontinuierliche Weiterbildung.
Zertifikatsstufen
- CSM (Certified ScrumMaster) – Einstieg, Grundlagen von Scrum und der Scrum‑Master‑Rolle
- A‑CSM (Advanced CSM) – Vertiefung, Coaching, Team‑Dynamiken, Praxisreflexion
- CSP‑SM (Certified Scrum Professional – ScrumMaster) – hohes Praxisniveau, Aufbau auf A‑CSM
Charakteristik
- Verpflichtende Schulung bei einem zertifizierten Trainer vor der CSM‑Prüfung
- Prüfungen je nach Anbieter häufig auf Deutsch oder Englisch
- Höhere Stufen (A‑CSM, CSP‑SM) basieren stark auf Praxiserfahrung und Training, teilweise ohne klassische Prüfung
- Rezertifizierung alle zwei Jahre, inkl. Sammeln von Education Units und Gebühren
Stärken
- Starke internationale Community und Netzwerk
- Gute Kombination aus Theorie, Praxisworkshops und Erfahrungsaustausch
- In vielen Stellenanzeigen im DACH‑Raum explizit genannt (CSM)
Typische Einsatzszenarien
- Unternehmen, die Wert auf Community, Austausch und kontinuierliches Lernen legen
- Organisationen, die gezielt nach CSM in Stellenausschreibungen suchen
- Personen, die von strukturierten Präsenz‑ oder Online‑Trainings profitieren
TÜV SÜD – Scrum Master (TÜV)
Kurzprofil
Der TÜV SÜD bietet eine Scrum‑Master‑Zertifizierung speziell für den deutschsprachigen Markt an. Besonders interessant ist die Kombination aus agilen Prinzipien mit dem Qualitätsverständnis klassischer Prüfstellen.
Merkmale
- Prüfung in der Regel auf Deutsch
- Multiple‑Choice‑Test, meist ca. 60 Minuten
- Vorbereitung durch TÜV‑Schulungen (Präsenz oder E‑Learning) möglich
- Zertifikat typischerweise mit sehr langer oder unbefristeter Gültigkeit
Stärken
- Hohe Glaubwürdigkeit im deutschsprachigen Markt
- Gut verständlich für Organisationen, die bereits andere TÜV‑Zertifikate kennen
- Geeignet für Branchen, in denen TÜV ein etabliertes Qualitätslabel ist (z. B. Industrie, Automotive, regulierte Bereiche)
Typische Einsatzszenarien
- Deutschsprachige Unternehmen mit starkem Qualitäts‑/Compliance‑Fokus
- Mischumgebungen aus klassischem Projektmanagement und agilen Ansätzen
- Stakeholder, für die ein „deutsches“ Zertifizierungslabel wichtig ist
Scrumstudy – Scrum Master Certified (SMC)
Kurzprofil
Scrumstudy ist ein weiterer globaler Anbieter für Scrum‑Zertifikate. Die Programme sind stark standardisiert und auf Selbststudium plus Online‑Prüfung ausgelegt.
Merkmale
- SMC‑Prüfung häufig auf Englisch
- Multiple‑Choice‑Test, eher umfangreich (viele Fragen, längere Prüfungsdauer)
- Vorbereitung über eigene Lernmaterialien, Videos und Kurse
- Rezertifizierung nach einigen Jahren notwendig
Stärken
- Klare Lernpfade, umfangreiche Vorbereitungsmaterialien
- Für Kandidaten attraktiv, die gerne im Selbststudium lernen
- Weltweit verbreitet, auch außerhalb der IT
Typische Einsatzszenarien
- Einzelpersonen oder Unternehmen, die ein Komplettpaket aus Lernmaterial + Prüfung suchen
- Märkte und Organisationen, in denen Scrumstudy bereits bekannt ist
- Kandidaten, die englischsprachige Materialien bevorzugen und flexibel lernen wollen
ICO-Cert / ITEMO Scrum Master
Kurzprofil
ICO-Cert ist eine international akkreditierte Zertifizierungsstelle mit starkem Fokus auf IT‑Berufe. Das ITEMO Scrum Master Zertifikat ist im deutschsprachigen Markt verbreitet und verbindet Scrum mit weiteren IT‑Management‑Standards.
Merkmale
- Prüfungen auf Deutsch oder Englisch
- Meist zweistufiges Vorgehen (z. B. Einstiegskurs plus spezifische Scrum‑Master‑Prüfung)
- Verpflichtende Schulung über akkreditierte Trainingsanbieter
- Stark strukturierte Kursunterlagen, häufig mit Bezug zu weiteren IT‑Management‑Standards
Stärken
- Gute Anschlussfähigkeit an andere IT‑Zertifizierungen (ITIL, Projektmanagement, etc.)
- Speziell zugeschnitten auf den DACH‑Markt
- Geeignet für Unternehmen, die klare Curricula und standardisierte Prüfungen schätzen
Typische Einsatzszenarien
- IT‑Organisationen im deutschsprachigen Raum
- Unternehmen, die bereits andere ICO‑ oder ITEMO‑Zertifikate nutzen
- Kandidaten, die Scrum mit etablierten IT‑Frameworks verbinden möchten
SAFe Scrum Master (SSM) für skaliertes Arbeiten
Kurzprofil
Der SAFe Scrum Master (SSM) richtet sich an Scrum Master, die innerhalb des Scaled Agile Framework (SAFe) arbeiten – also typischerweise in größeren Organisationen mit mehreren agilen Teams und skalierten Strukturen.
Merkmale
- Verpflichtendes SAFe‑Training als Grundlage
- Prüfung mit Multiple‑Choice‑Fragen, Fokus auf SAFe‑Rollen und -Events
- Zertifikat mit befristeter Gültigkeit, jährliche Verlängerung gegen Gebühr möglich
- Starke Ausrichtung auf Konzerne und große Programme (Program Increment Planning, Agile Release Trains etc.)
Stärken
- Sehr guter Fit für Unternehmen, die SAFe bereits eingeführt haben oder einführen wollen
- Verbindet Scrum‑Master‑Rolle mit Skalierung, Portfolio‑ und Programm‑Sicht
- Klar definierte Lernziele und Rollenbilder
Typische Einsatzszenarien
- Konzerne und große Organisationen mit SAFe‑Einführung
- Scrum Master, die im Kontext mehrerer Teams, Wertströme und Portfolio‑Ebenen arbeiten
- Agile Release Trains, die eine einheitliche Zertifizierungsbasis brauchen
Weitere Zertifikate mit Scrum-Bezug
Neben den klassischen Scrum‑Master‑Zertifikaten gibt es Zertifizierungen, die Scrum als Bestandteil eines breiteren agilen Kompetenzprofils behandeln, u. a.:
- PMI‑ACP (Agile Certified Practitioner) – agiles Projektmanagement, mehrere Frameworks inkl. Scrum
- Agile Coaching‑Zertifikate verschiedener Anbieter – Fokus eher auf Coaching, Facilitation, Organisationsentwicklung
- Produkt‑Fokus (z. B. CSPO / PSPO) – keine Scrum‑Master‑Zertifikate, aber eng verbunden mit dem Product Owner
Sie sind als Ergänzung interessant, sollten aber nicht mit einem dedizierten Scrum‑Master‑Zertifikat verwechselt werden.
Vergleich der Scrum-Master-Zertifikate: Wichtige Entscheidungskriterien
Damit Sie die verschiedenen Zertifikate besser einordnen können, lohnt sich der Blick auf zentrale Bewertungskriterien:
1. Bekanntheit im Markt
- Sehr hoch international: PSM (Scrum.org), CSM (Scrum Alliance)
- Hoch im DACH‑Raum: TÜV SÜD, ICO‑Cert / ITEMO, SAFe SSM in Konzernen
- Gut etabliert: Scrumstudy (SMC), insbesondere im englischsprachigen Raum
2. Praxisrelevanz und Community
- Starke Praxis‑ und Community‑Orientierung: Scrum Alliance (CSM, A‑CSM, CSP‑SM), lokale User Groups, Konferenzen
- Framework‑Tiefe und Prüfungsfokus: Scrum.org (PSM)
- Unternehmens‑ und Compliance‑Fokus: TÜV SÜD, ICO‑Cert, SAFe
3. Sprache und Internationalität
- Englisch‑zentriert: PSM, SMC, SSM (oft Englisch, teilweise lokalisierte Angebote)
- Deutsch gut verfügbar: CSM (je nach Anbieter), TÜV SÜD, ICO‑Cert, viele Trainingsanbieter im DACH‑Raum
4. Rezertifizierung und Folgekosten
- Keine Rezertifizierung: PSM (Scrum.org), häufig TÜV SÜD (je nach Ausgestaltung)
- Regelmäßige Rezertifizierung: Scrum Alliance, Scrumstudy, SAFe (SSM) – inkl. Gebühren und Weiterbildungsnachweisen
5. Passung zu Ihrem Unternehmenskontext
- Produkt‑ und IT‑Entwicklung, international: PSM, CSM
- Industrie, regulierte Branchen, stark deutschsprachig: TÜV SÜD, ICO‑Cert
- Großunternehmen mit skaliertem Agile (SAFe): SSM
- Gemischte Umgebungen / Einzelpersonen: Kombination aus PSM/CSM und ergänzenden Zertifikaten (z. B. SAFe, PMI‑ACP)
Wie wähle ich das passende Scrum-Master-Zertifikat?
Für viele Organisationen ist nicht die Frage „Wie viele Zertifikate gibt es?“, sondern „Welches passt zu uns?“ entscheidend. Ein möglicher Entscheidungsweg:
1. Ziele klären
- Geht es primär um Signalwirkung im Lebenslauf?
- Oder um nachweisliche Kompetenzentwicklung im Unternehmen?
- Sollen mehrere Mitarbeitende ein einheitliches Zertifikat erhalten?
2. Kontext analysieren
- Branchenfokus (z. B. Software vs. Industrie)
- Unternehmensgröße (Start‑up vs. Konzern)
- Internationalität (nur DACH oder internationaler Arbeitsmarkt)
- Aktuell genutzte Frameworks (Scrum pur, SAFe, hybride Modelle)
3. Markterwartungen prüfen
- Welche Zertifikate tauchen in Stellenanzeigen Ihrer Branche besonders oft auf?
- Gibt es in Ihrem Unternehmen oder Konzern bereits bevorzugte Anbieter?
- Welche Erfahrungen haben Partner oder Kunden mit bestimmten Zertifikaten gemacht?
4. Lernform und Aufwand bestimmen
- Selbststudium mit Online‑Prüfung (z. B. PSM, SMC)
- Präsenz‑ oder Live‑Online‑Schulungen mit Trainer (z. B. CSM, TÜV, ICO‑Cert, SSM)
- Notwendige Sprachen (Deutsch, Englisch)
- Verfügbarkeit von Vorbereitungsmaterial und Plattformen
5. Langfristige Perspektive bedenken
- Gibt es Aufbauzertifikate (z. B. PSM II/III, A‑CSM, CSP‑SM)?
- Passt der Anbieter zu einer möglichen agilen Transformation im Unternehmen?
- Sind künftige Rezertifizierungsanforderungen für Sie akzeptabel?
Eine pragmatische Faustregel:
- Für internationale IT‑Rollen: PSM oder CSM als erste Wahl
- Für stark deutsch geprägte, klassisch geprägte Organisationen: TÜV SÜD oder ICO‑Cert plus ggf. PSM/CSM
- Für Konzerne mit SAFe: SSM zusätzlich zu einem klassischen Scrum‑Master‑Zertifikat
Häufige Fragen zu Scrum-Master-Zertifizierungen
Braucht man ein Zertifikat, um als Scrum Master zu arbeiten?
Streng genommen: nein.
In der Praxis: In vielen Unternehmen ist ein Zertifikat heute eine faktische Eintrittskarte, insbesondere in Konzernen, Beratungen und größeren IT‑Organisationen. Es ersetzt jedoch keine Erfahrung im echten Projektumfeld.
Wie schwer ist die Scrum-Master-Prüfung?
Das hängt stark vom Anbieter ab:
- PSM I und CSM gelten als gut mit solider Vorbereitung machbar
- PSM II/III, CSP‑SM und SSM erfordern deutlich tiefere Auseinandersetzung mit Scrum und agiler Praxis
- Deutschsprachige Prüfungen (z. B. TÜV, ICO‑Cert) senken für viele Kandidaten die sprachliche Hürde
Wie lange sind Scrum-Master-Zertifikate gültig?
- Einige Zertifikate sind unbefristet (z. B. PSM, teilweise TÜV)
- Andere müssen in festen Abständen rezertifiziert werden (z. B. CSM, SSM, SMC)
Wichtig ist, bei der Entscheidung auch Folgekosten und Weiterbildungsaufwände zu berücksichtigen.
Online- oder Präsenztraining – was ist sinnvoller?
- Online‑Trainings bieten Flexibilität, lassen sich gut in den Alltag integrieren und sind meist kostengünstiger.
- Präsenztrainings ermöglichen intensivere Interaktion, Networking und Praxisübungen.
Für verteilte Teams oder internationale Belegschaften sind Online‑Formate oft die pragmatischere Lösung.
Reicht ein Zertifikat, um „guter“ Scrum Master zu sein?
Nein. Ein Zertifikat belegt Wissen – ein guter Scrum Master braucht zusätzlich:
- kommunikative und moderierende Fähigkeiten
- Konfliktkompetenz und Stakeholder‑Management
- ein agiles Mindset und Verständnis für Organisationsdynamiken
- praktische Erfahrung in realen Projekten
Praxisperspektive: Was zählt in Unternehmen wirklich?
Aus Unternehmenssicht ist ein Scrum‑Master‑Zertifikat vor allem:
- ein Qualifikationsnachweis, der Mindeststandards sicherstellt
- ein Filterkriterium im Recruiting
- ein Startpunkt für die agile Weiterentwicklung – nicht das Ziel
In der täglichen Arbeit zählen jedoch andere Faktoren stärker:
- Kann die Person Teams wirklich facilitieren und coachen?
- Wird Scrum sinnvoll an den Unternehmenskontext angepasst, statt dogmatisch „by the book“ betrieben zu werden?
- Versteht der Scrum Master sowohl fachliche als auch organisatorische Rahmenbedingungen?
- Kann er oder sie Brücken zwischen Management, Fachbereich und IT bauen?
Darum ist es oft sinnvoll, Zertifizierungen bewusst in ein größeres Entwicklungsprogramm einzubetten:
Zuerst Grundlagenzertifikat (z. B. PSM I oder CSM), anschließend gezielte Coachings, Hospitationen, Communities of Practice und ggf. Aufbauzertifikate.
Fazit Welche Scrum-Master-Zertifikate gibt es?: Welche Scrum-Master-Zertifikate sind für Sie sinnvoll?
Auf die Frage „Welche Scrum‑Master‑Zertifikate gibt es?“ lässt sich strukturiert antworten:
- Es gibt eine Handvoll Kernanbieter, die den Markt prägen: Scrum.org, Scrum Alliance, TÜV SÜD, ICO‑Cert, Scrumstudy und Scaled Agile (SSM).
- Die wichtigsten international anerkannten Einstiegszertifikate sind PSM I (Scrum.org) und CSM (Scrum Alliance).
- Im deutschsprachigen Markt spielen zusätzlich TÜV SÜD und ICO‑Cert / ITEMO eine bedeutende Rolle, vor allem in klassischen und regulierten Branchen.
- Für skalierte, konzernweite agile Setups ist SAFe SSM eine sinnvolle Ergänzung.
Entscheidend ist nicht die schiere Anzahl der verfügbaren Zertifikate, sondern die Passung zu Ihrer Unternehmensrealität und Ihren strategischen Zielen. Häufig ist ein kombinierter Ansatz sinnvoll:
Ein etabliertes Grundzertifikat, ergänzt durch kontextspezifische Schulungen und ggf. skalierte Framework‑Zertifizierungen.
Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, welches Zertifikat für Ihr Unternehmen, Ihre Projekte oder Ihre Rolle als Führungskraft sinnvoll ist, kann sich ein strukturiertes Vorgehen lohnen: Anforderungsprofil klären, Markt‑ und Branchenstandards prüfen, Lernformate vergleichen und anschließend bewusst einen Standard festlegen.
Gerade bei größeren Organisationen oder Transformationen ist es hilfreich, diese Fragen nicht isoliert, sondern im Rahmen einer ganzheitlichen agilen Roadmap zu beantworten. Externe Beratung – etwa durch erfahrene Partner wie PURE Consultant – kann dabei unterstützen, Zertifizierungswege, Trainingskonzepte und Organisationsentwicklung so zu verzahnen, dass Zertifikate nicht zum Selbstzweck werden, sondern einen messbaren Beitrag zu Lieferfähigkeit, Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit leisten.