Scrum Ausbildung: Entscheidungshilfe

Scrum Ausbildung: Entscheidungshilfe – Scrum ist längst im Mainstream angekommen – in IT, Fachbereichen und Management. Doch wer sich erstmals mit dem Thema Weiterbildung beschäftigt, steht schnell vor der Frage: Welche Scrum Ausbildung ist für mich oder mein Unternehmen wirklich sinnvoll?

Dieser Beitrag hilft Ihnen, fundiert zu entscheiden. Sie erfahren, welche Formate und Zertifizierungen es gibt, woran Sie hochwertige Angebote erkennen, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wie Sie Schritt für Schritt zur passenden Scrum Ausbildung kommen – ob für Führungskräfte, Projektmanager, Product Owner oder komplette Teams.

Scrum Ausbildung: Entscheidungshilfe
Scrum Ausbildung: Entscheidungshilfe

Was bedeutet Scrum Ausbildung überhaupt?

Unter einer Scrum Ausbildung versteht man strukturierte Lernformate, die die Anwendung des Scrum-Rahmenwerks vermitteln – von Grundlagen bis hin zu spezialisierten Rollen wie Scrum Master oder Product Owner.

Typische Bausteine sind:

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen:

Eine durchdachte Scrum Ausbildung kombiniert idealerweise alle drei Dimensionen.


Für wen lohnt sich eine Scrum Ausbildung?

Scrum ist längst nicht mehr nur ein Thema für Software-Entwickler. Eine Ausbildung kann für verschiedene Zielgruppen sinnvoll sein:

Wenn Sie sich in einem dieser Profile wiederfinden, ist eine Scrum Ausbildung ein sinnvoller Hebel, um Wirksamkeit, Geschwindigkeit und Zusammenarbeit zu verbessern.


Welche Scrum-Ausbildungen gibt es?

Der Markt ist vielfältig. Grob lassen sich folgende Typen unterscheiden:

1. Grundlagen-Trainings

2. Rollenbasierte Scrum Ausbildung (z. B. Scrum Master, Product Owner)

Diese Trainings sind häufig mit bekannten Zertifikaten verknüpft (z. B. PSM, PSPO, CSM, CSPO).

3. Fortgeschrittene und Spezialisierungen

4. Formatvarianten

Welche Scrum Ausbildung zu Ihnen passt, hängt stark von Ihrer Rolle, Ihrer Erfahrung und den Rahmenbedingungen ab.


Welche Scrum Ausbildung passt zu mir?

Um die passende Scrum Ausbildung zu wählen, hilft ein Blick auf Ihre Ausgangssituation:

Typische Leitfragen:

  1. In welcher Rolle arbeite ich heute (oder angestrebt in 6–12 Monaten)?
  2. Steht bei mir Produktverantwortung, Teamunterstützung oder Linienführung im Vordergrund?
  3. Bin ich Einsteiger in Agilität oder bereits erfahren (z. B. in Kanban, Lean, XP)?
  4. Geht es mir eher um ein Zertifikat oder um ganz praktische Umsetzungshilfe?
  5. Lerne ich besser im Seminar, im Selbststudium oder im direkten Coaching?

Grobe Orientierung:


Wichtige Entscheidungskriterien auf einen Blick

Bei der Wahl einer Scrum Ausbildung sollten Sie nicht nur auf Titel und Zertifikat schauen. Entscheidend sind:


Scrum Ausbildung: Entscheidungshilfe Schritt für Schritt

Damit die Wahl nicht zum Zufall wird, hat sich in der Praxis ein schrittweises Vorgehen bewährt.

Schritt 1: Ausgangslage und Zielbild klären

Formulieren Sie ein klares Zielbild, etwa:
„In 9 Monaten arbeiten zwei Produktteams nach Scrum, mit sichtbarem Fokus auf Kundennutzen und reduzierter Durchlaufzeit.“

Schritt 2: Rollen und Zielgruppen definieren

Unterscheiden Sie zwischen:

Für jede dieser Zielgruppen kann eine andere Scrum Ausbildung sinnvoll sein. Ein häufiger Fehler ist, alle in ein Standard-Seminar zu setzen.

Schritt 3: Kompetenzlücken identifizieren

Analysieren Sie, welche Fähigkeiten fehlen:

Diese Lücken sollten sich in den Lernzielen und Inhalten der gewählten Ausbildung wiederfinden.

Schritt 4: Format bestimmen

Abhängig von Zielen und Rahmenbedingungen:

Schritt 5: Anbieter systematisch vergleichen

Nutzen Sie eine einfache Bewertungsmatrix mit Kriterien wie:

Schritt 6: Entscheidung transparent machen

Gerade in größeren Organisationen ist es wichtig, die Entscheidung für eine bestimmte Scrum Ausbildung nachvollziehbar zu begründen:

Damit erhöhen Sie Akzeptanz und Verbindlichkeit – und vermeiden, dass das Training als „Pflichtveranstaltung“ wahrgenommen wird.


Wie läuft eine Scrum Ausbildung typischerweise ab?

Typische Elemente eines professionellen Trainings sind:

  1. Vorbereitung
    • Briefing zu Zielen und Erwartungen
    • Optional: Vorab-Lektüre oder Online-Module
  2. Trainingstage
    • Einführung in agile Prinzipien
    • Vertiefung der Scrum-Elemente
    • Rollen- und Szenarioübungen
    • Diskussion konkreter Fragestellungen aus Ihrem Kontext
  3. Prüfungsvorbereitung (falls mit Zertifikat)
    • Beispielprüfungen, Verständnisfragen, Klärung typischer Stolperfallen
  4. Transfer in die Praxis
    • Aktionspläne: „Was ändere ich ab nächster Woche?“
    • Follow-up-Session zur Reflexion der ersten Erfahrungen

Gut konzipierte Angebote sorgen dafür, dass Wissen nicht nur verstanden, sondern auch angewendet wird.


Wie lange dauert eine Scrum Ausbildung – und was kostet sie?

Die Dauer hängt stark von Ziel und Tiefe ab:

Bei den Kosten sollten Sie nicht nur den Seminarpreis betrachten, sondern auch:

Gerade im B2B-Kontext lohnt sich ein Blick auf den Return on Investment: Schon ein vermiedener Fehlentscheid oder ein beschleunigter Release kann die Kosten eines umfangreicheren Trainings rechtfertigen.


Überblick über zentrale Scrum-Zertifizierungen

Viele Entscheider fragen sich: Brauchen wir überhaupt Zertifikate? Die Antwort lautet: Es hängt vom Ziel ab.

Typische Gründe für eine Zertifizierung:

Wichtige Zertifikatsarten rund um Scrum Ausbildung:

Wichtiger als die Abkürzung auf dem Papier ist jedoch, ob die Ausbildung tatsächlich zu besserer Zusammenarbeit und besseren Produkten führt.


Häufige Fehler bei der Wahl einer Scrum Ausbildung

Aus der Praxis lassen sich einige typische Stolpersteine benennen:

Wer diese Fehler bewusst vermeidet, erhöht die Chance deutlich, dass die Investition in Scrum-Weiterbildung echten Mehrwert bringt.


Praxisbeispiele: Drei typische Szenarien

Szenario 1: Mittelstand, erster Kontakt mit Scrum

Ein mittelständisches Unternehmen möchte schneller auf Kundenanforderungen reagieren. Bisher wird klassisch im Projektmodus gearbeitet.

Sinnvolle Reihenfolge:

  1. Kompaktes Management-Briefing zu Agilität und Scrum
  2. Grundlagen-Workshop mit Schlüsselpersonen aus IT und Fachbereich
  3. Rollenbasierte Scrum Ausbildung für zukünftige Scrum Master und Product Owner
  4. Begleitendes Coaching während der ersten Sprints

Szenario 2: Konzern mit bestehenden agilen Inseln

Ein Konzern hat bereits einzelne Scrum-Teams, kämpft aber mit Intransparenz und Priorisierungskonflikten.

Fokus der Ausbildung:

Szenario 3: Fachkraft mit Karrierefokus

Eine erfahrene Projektmanagerin möchte sich beruflich in Richtung Product Owner entwickeln.

Passende Schritte:

  1. Kompaktes Grundlagen-Training (falls wenig Agilitäts-Erfahrung vorliegt)
  2. Product Owner Ausbildung mit anerkanntem Zertifikat
  3. Praktische Erfahrung in einem Scrum-Team sammeln, unterstützt durch Coaching oder Mentoring

So entsteht nicht nur formales Wissen, sondern echte Handlungssicherheit.


Checkliste: In 10 Fragen zur passenden Scrum Ausbildung

Nutzen Sie die folgenden Fragen als kompakte Entscheidungshilfe:

  1. Welche konkreten Ziele verfolge ich / verfolgen wir mit der Scrum Ausbildung?
  2. Welche Rollen und Zielgruppen sollen geschult werden?
  3. Welche Vorerfahrungen mit Agilität sind vorhanden?
  4. Welche Kompetenzen fehlen heute am stärksten?
  5. Welche Formate (offen, inhouse, online, blended) passen zu unseren Rahmenbedingungen?
  6. Wie praxisnah ist das Training – arbeiten wir mit echten Beispielen?
  7. Welche Erfahrung und welches Profil hat der Trainer?
  8. Wie anerkannt ist die zugehörige Zertifizierung in unserem Markt?
  9. Welche Unterstützung gibt es nach dem Training für die Umsetzung im Alltag?
  10. Woran erkennen wir nach 3–6 Monaten, dass die Ausbildung erfolgreich war?

Wenn Sie diese Fragen klar beantworten können, haben Sie eine tragfähige Basis für Ihre Entscheidung.


Fazit: So gehen Sie jetzt konkret vor

Eine Scrum Ausbildung ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um bessere Produkte schneller und mit motivierten Teams zu liefern. Entscheidend ist, dass Inhalte, Format und Trainerprofil wirklich zu Ihrer Ausgangslage, Ihren Rollen und Ihren Zielen passen.

Ein strukturiertes Vorgehen hilft:

Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl oder der Konzeption einer passgenauen Scrum Ausbildung für Ihr Unternehmen wünschen, lohnt sich eine neutrale, fachliche Beratung. Die Expertinnen und Experten der PURE Consultant unterstützen Sie dabei, aus den vielen Optionen genau die Weiterbildungsformate zu identifizieren und zu gestalten, die Ihre Organisation wirklich voranbringen – pragmatisch, praxisnah und an Ihren Geschäftszielen ausgerichtet.

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