Häufige Fehlannahmen bei Quick Wins – Quick Wins gelten in Projekten, Transformationen und Change-Programmen oft als Wundermittel: schnell sichtbare Ergebnisse, wenig Aufwand, hohe Wirkung. Unter Druck von Management, Budget und Stakeholdern klingt das verlockend – gerade in komplexen IT- und Organisationsprojekten. Gleichzeitig sind Quick Wins einer der am häufigsten missverstandenen Hebel im Projektmanagement. Fehlannahmen führen dazu, dass Maßnahmen verpuffen, Vertrauen verspielt und ganze Programme diskreditiert werden.
Dieser Beitrag zeigt typische Denkfehler rund um Quick Wins, erklärt, wie Sie sie professionell einsetzen und wie Sie schnelle Erfolge so gestalten, dass sie Ihre strategischen Ziele wirklich unterstützen.

Was sind Quick Wins – kurz erklärt
Quick Wins sind Maßnahmen, die:
- in kurzer Zeit umsetzbar sind
- mit überschaubarem Ressourceneinsatz auskommen
- einen erkennbaren, messbaren Nutzen stiften
- von relevanten Stakeholdern als echter Fortschritt wahrgenommen werden
Es geht nicht um „irgendetwas schnell tun“, sondern um gezielte kleine Schritte mit hoher Signalwirkung: „Wir kommen voran – und zwar in die richtige Richtung.“
Warum Quick Wins so attraktiv sind – und wo die Fallstricke liegen
Führungskräfte, Projektleiter und Fachbereiche schätzen Quick Wins aus mehreren Gründen:
- Sie reduzieren wahrgenommenes Projektrisiko („Wir sehen früh Ergebnisse“).
- Sie erhöhen Akzeptanz, weil Betroffene konkrete Verbesserungen spüren.
- Sie helfen, Budgets und Mandate zu sichern („Proof of Concept“).
- Sie schaffen positive Energie im Team („Wir bewegen etwas“).
Genau diese Attraktivität erzeugt aber auch typische Fehlannahmen:
- „Hauptsache schnell“ wird wichtiger als „strategisch passend“.
- Sichtbarkeit zählt mehr als nachhaltige Wirkung.
- Komplexität wird unterschätzt: Was „klein“ aussieht, ist organisatorisch hochsensibel.
- Quick Wins werden isoliert geplant und stören laufende Prozesse.
Umso wichtiger ist es, die häufigsten Fehlannahmen bei Quick Wins zu kennen – und bewusst zu vermeiden.
Häufige Fehlannahmen bei Quick Wins im Überblick
Typische Missverständnisse sind zum Beispiel:
- Quick Wins seien nur kosmetische Maßnahmen.
- Quick Wins bräuchten kaum Vorbereitung.
- Quick Wins würden Widerstände automatisch abbauen.
- Quick Wins seien immer einfach und risikoarm.
- Quick Wins könne man beliebig stapeln.
- Quick Wins gehörten nur in die Anfangsphase eines Projekts.
- Quick Wins ließen sich 1:1 kopieren.
- Quick Wins seien ein reines Projekt-„Spielzeug“.
- Quick Wins ersetzten den Business Case.
- Quick Wins seien per se nicht strategierelevant.
Im Folgenden gehen wir diese Fehlannahmen im Detail durch – mit Praxisbezug und Handlungsempfehlungen.
Fehlannahme 1: Quick Wins sind nur „Kosmetik“
Viele sehen Quick Wins als:
- hübsche UI-Verbesserung
- symbolische Geste („Wir haben schon etwas getan“)
- PR-taugliche Maßnahme für Stakeholder
Problematisch wird es, wenn:
- nur „Low Hanging Fruits“ geerntet werden, die keinen echten Engpass adressieren
- die Organisation spürt: Das ist nur Show, die eigentlichen Probleme bleiben unberührt
- Mitarbeiter zynisch reagieren („Wieder nur Kosmetik…“)
Besser: Quick Wins sollten gezielt dort ansetzen, wo wahrnehmbarer Schmerz besteht – etwa:
- Wartezeiten im Support werden um einen klar definierten Schritt reduziert
- eine besonders fehleranfällige Schnittstelle wird stabilisiert
- ein unnötig aufwendiger Genehmigungsprozess wird vereinfacht
So entstehen Quick Wins mit Substanz, nicht bloß dekorative Maßnahmen.
Fehlannahme 2: Quick Wins funktionieren ohne saubere Vorbereitung
Der Begriff „Quick“ verführt dazu, Vorbereitung zu kürzen:
- keine klare Zieldefinition („Wir schauen einfach, was geht“)
- keine Stakeholder-Analyse
- keine Risikoabschätzung
- keine Abstimmung mit Linienorganisation und laufenden Projekten
Die Folge sind:
- technische „Schnellschüsse“ mit späteren Folgekosten
- organisatorische Friktionen (Parallelprozesse, Doppelarbeit)
- Misstrauen, weil Betroffene überrascht oder übergangen werden
Praxisbeispiel:
Ein Projektteam führt spontan ein kleines neues Reporting-Widget in einem bestehenden BI-System ein. Fachbereiche freuen sich kurz, merken dann aber, dass Zahlen anders aggregiert werden. Plötzlich gibt es „zwei Wahrheiten“. Aus dem Quick Win wird ein Quick Risk.
Besser: Auch Quick Wins brauchen ein Minimum an Struktur:
- klares Zielbild in 1–2 Sätzen
- definierte Zielgruppe und Stakeholder
- kurze Impact-/Risikoeinschätzung
- Abstimmung mit IT, Compliance, Betriebsrat (wo nötig)
Fehlannahme 3: Quick Wins lösen Widerstände automatisch
Häufige Hoffnung: „Wenn wir schnell etwas Gutes liefern, verstummen die Kritiker.“ Das kann funktionieren – muss aber nicht. Typische Stolpersteine:
- Der Quick Win adressiert nicht die Sorgen der Kritiker.
- Der Effekt ist nur für eine Randgruppe spürbar.
- Der Nutzen ist nicht nachvollziehbar kommuniziert.
- Widerstand ist strukturell (z. B. Angst vor Machtverlust), nicht nur funktional.
Beispiel:
In einer Organisationsentwicklung wird ein kleines Self-Service-Portal als Quick Win eingeführt. Die eigentlichen Widerstände liegen aber bei mittleren Führungsebenen, die Statusverlust fürchten. Der Quick Win bleibt wirkungslos für die entscheidenden Stakeholder.
Besser:
- Quick Wins gezielt gegen zentrale Vorbehalte ausrichten („Was bremst uns wirklich?“).
- Nutzen in der Sprache der Kritiker kommunizieren (z. B. Zeitersparnis, Entlastung, Transparenz).
- Quick Wins mit Dialogformaten kombinieren (z. B. kurze Reviews, Feedbackschleifen).
Fehlannahme 4: Quick Wins sind immer einfach und risikoarm
„Klein“ heißt nicht „harmlos“. Gerade scheinbar einfache Maßnahmen sind oft sensibel:
- Eingriffe in sichtbare Benutzeroberflächen
- Anpassungen an Schnittstellen
- Änderungen in Abläufen mit vielen Beteiligten
- kleine Regeln, die rechtliche oder Compliance-Aspekte berühren
Risiken sind zum Beispiel:
- Regressionsfehler im System („Ein Button geändert, drei Prozesse brechen“)
- unerwartete Belastung anderer Teams
- rechtliche Konsequenzen (Datenschutz, Arbeitsrecht)
- Vertrauensverlust, wenn eine vermeintliche Verbesserung zurückgenommen werden muss
Besser: Quick Wins mit klarer Risikoabwägung verknüpfen:
- Was ist das Worst-Case-Szenario?
- Wie viele Nutzer sind betroffen?
- Wie schnell können wir zurückrollen?
- Wer trägt die Verantwortung?
Fehlannahme 5: Quick Wins kann man beliebig stapeln
Wenn Quick Wins funktionieren, entsteht schnell der Wunsch: „Mehr davon!“ Dann passiert oft:
- Parallel werden zahlreiche kleine Maßnahmen gestartet.
- Linienorganisation und Fachbereiche werden mit Anfragen überzogen.
- Übersicht und Koordination gehen verloren.
- Teams laufen in Überlast, weil „klein“ systematisch unterschätzt wird.
Das Ergebnis:
Die Organisation verliert den Überblick, Burn-out-Gefahr steigt, und aus schnellen Erfolgen wird ein langsames Chaos.
Besser: Quick Wins wie ein Portfolio steuern:
- klare Priorisierung nach Wirkung, Risiko, Abhängigkeiten
- begrenzte Anzahl paralleler Quick Wins
- zentrale Übersicht (Backlog, Kanban-Board)
- regelmäßiges Review: Was stoppen wir, was verschieben wir?
Fehlannahme 6: Quick Wins sind nur etwas für frühe Projektphasen
Viele Projektpläne sehen Quick Wins ausschließlich im „Kick-off-Nebel“ vor: zu Beginn, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Danach verschwinden sie aus dem Fokus.
Damit verschenkt man Potenzial:
- In der Mitte langer Programme helfen Quick Wins, Durchhänger zu vermeiden.
- Gegen Ende können gezielte Quick Wins den Übergang in den Betrieb erleichtern.
- In agilen Setups sind Quick Wins Bestandteil kontinuierlicher Wertlieferung.
Besser: Quick Wins als roten Faden durch den Projekt- oder Transformationsverlauf planen:
- frühe Quick Wins für Sichtbarkeit und Vertrauen
- mittlere Quick Wins zur Stabilisierung und Motivation
- späte Quick Wins als „Feinschliff“ und zur Verstetigung
Fehlannahme 7: Quick Wins lassen sich 1:1 kopieren
Oft werden Quick Wins aus anderen Projekten oder Unternehmen übernommen:
- „Bei Firma X hat ein tägliches Stand-up Wunder gewirkt.“
- „Dieses Dashboard war bei Projekt Y ein Quick Win, das machen wir auch.“
- „Die haben einen Feedback-Channel eingeführt, das übernehmen wir.“
Was übersehen wird:
- Kultur, Reifegrad und Governance sind anders.
- Systemlandschaft und Prozesse unterscheiden sich.
- Stakeholder haben andere Interessen und Erwartungen.
Ein kopierter Quick Win kann:
- wirkungslos bleiben („Passt hier nicht“)
- unerwartete Konflikte auslösen
- als „Copy-Paste ohne Verständnis“ wahrgenommen werden
Besser: Quick Wins kontextsensitiv designen:
- Problem, Zielgruppe und Systemumfeld zuerst verstehen
- Idee aus anderen Kontexten nur als Inspiration verwenden
- Quick Win an eigene Rahmenbedingungen anpassen
- zunächst klein pilotieren, nicht sofort breit ausrollen
Fehlannahme 8: Quick Wins sind ein reines Projekt-„Spielzeug“
Ein verbreiteter Irrglaube: Quick Wins seien nur Sache des Projektteams; die Linie müsse „mitmachen“. Damit entstehen Gräben:
- Quick Wins werden in der Linie als Aktionismus erlebt.
- Fachbereiche haben keinen Einfluss auf Auswahl und Priorisierung.
- Betriebsverantwortliche sehen nur Mehraufwand.
Besser: Quick Wins als gemeinsame Aktivität von Projekt und Linie aufsetzen:
- Fachbereiche früh an Identifikation und Bewertung beteiligen
- Verantwortung für Umsetzung teilen (klar definierte Rollen)
- Quick Wins an reale Engpässe im Tagesgeschäft koppeln
- Erfolge transparent gemeinsam feiern und kommunizieren
So entsteht das Bild: „Quick Wins helfen uns im Alltag“, nicht „Das Projekt testet wieder etwas an uns aus.“
Fehlannahme 9: Quick Wins machen den Business Case überflüssig
Manchmal werden Quick Wins genutzt, um formale Business-Cases zu umgehen:
- „Wir machen erst mal ein paar Quick Wins, dann sehen wir weiter.“
- „Kleine Dinge müssen wir nicht rechnen.“
- „Das kostet ja fast nichts.“
Das rächt sich später, wenn:
- Budgets nachgefordert werden müssen, ohne dass Nutzen belegt ist
- sich Quick Wins verselbstständigen und Ressourcen binden
- Stakeholder fragen, warum so viel „Spielerei“ statt klarer Zielbeiträge stattfindet
Besser: Auch Quick Wins brauchen einen einfachen, aber klaren Nutzenrahmen:
- Welches Ziel des Projekts unterstützt diese Maßnahme?
- Welcher Nutzen ist erwartbar (Zeit, Qualität, Zufriedenheit, Risiko)?
- Wie machen wir diesen Nutzen sichtbar – auch ohne volle Controlling-Logik?
Es geht nicht um aufwendige Excel-Modelle, sondern um eine nachvollziehbare Logik, warum ein Quick Win die Investition wert ist.
Fehlannahme 10: Quick Wins sind strategisch irrelevant
Weil Quick Wins klein und kurzfristig sind, gelten sie oft als:
- „operatives Klein-Klein“
- „nice to have“
- „für das große Bild nicht entscheidend“
Damit verpasst man die Chance, Quick Wins als Signalträger der Strategie zu nutzen.
Beispiel:
Ein Unternehmen will kundenzentrierter werden. Ein gezielt gewählter Quick Win – etwa die Abschaffung eines besonders kundenfeindlichen Formulars – kann die strategische Stoßrichtung sehr viel klarer machen als ein ausführliches Strategiepapier.
Besser:
- Quick Wins konsequent an strategische Leitplanken koppeln.
- Kleinen Maßnahmen eine klare strategische Botschaft mitgeben („Dafür stehen wir“).
- Erfolge nutzen, um die Gesamtstrategie konkret und greifbar zu machen.
Wie Sie Quick Wins richtig einsetzen
Um häufige Fehlannahmen bei Quick Wins zu vermeiden, hilft ein strukturierter Ansatz. Im Kern geht es darum, drei Ebenen zusammenzubringen:
- Strategische Passung
- Operative Machbarkeit
- Erlebbarer Nutzen für relevante Stakeholder
Kriterien für sinnvolle Quick Wins
Gute Quick Wins erfüllen idealerweise folgende Kriterien:
- Relevanz: adressieren einen echten Engpass oder Schmerzpunkt
- Strategiebezug: zahlen sichtbar auf Projekt- oder Unternehmensziele ein
- Machbarkeit: sind mit vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen umsetzbar
- Risikoarmut: bergen beherrschbare technische und organisatorische Risiken
- Skalierbarkeit: lassen sich später erweitern oder dienen als Blaupause
- Messbarkeit: besitzen mindestens 1–2 klare Erfolgsindikatoren
- Kommunizierbarkeit: sind leicht verständlich und vermittelbar
Je mehr dieser Kriterien erfüllt sind, desto wahrscheinlicher wird aus einem „netten Versuch“ ein echter Quick Win.
Governance und Priorisierung von Quick Wins
Quick Wins profitieren von klaren Spielregeln. Bewährt haben sich unter anderem:
- zentrales Quick-Win-Backlog mit wohldefinierten Maßnahmen
- Score-Modell (z. B. Impact, Aufwand, Risiko, Sichtbarkeit)
- begrenzte parallele Umsetzung (Work-in-Progress-Limits)
- klarer Owner pro Maßnahme, Verantwortung nicht „im Team verstecken“
- Regeltermine zur Bewertung, Entscheidung und Nachsteuerung
So behalten Sie auch bei vielen Ideen die Kontrolle und verhindern, dass „Quick“ in Hektik umschlägt.
Wirkung von Quick Wins messen und sichtbar machen
Schnelle Erfolge entfalten nur dann Wirkung, wenn sie:
- tatsächlich etwas verbessern und
- von den richtigen Personen als Verbesserung erkannt werden.
Hilfreich sind hier:
- klare Vorher-nachher-Vergleiche, auch qualitativ
- einfache Kennzahlen, z. B.
- Bearbeitungszeit reduziert von X auf Y
- Fehlerquote gesenkt um Z %
- Nutzerzufriedenheit in einem Bereich gestiegen
- Feedback aus der Praxis (O-Töne aus Fachbereichen, Kundenzitate)
- gezielte Kommunikation: kurz, konkret, ohne Eigenlob
Wichtig: Quick Wins sind kein Selbstzweck. Kommunizieren Sie immer, wie sie in das größere Bild der Veränderung einzahlen.
Praxisbeispiele: Gute vs. schlechte Quick Wins
IT-Service-Management
- Schlechter Quick Win:
Ein neues Ticket-Design im Service-Portal, das zwar „moderner“ wirkt, aber keine inhaltliche Verbesserung bringt. Nutzer verstehen einige Felder schlechter, Support-Mitarbeiter müssen nachfragen. Der Effekt ist eher negativ. - Guter Quick Win:
Einführung einer klaren Priorisierungsmatrix mit 3 verständlichen Service-Leveln und transparenter Anzeige der voraussichtlichen Bearbeitungszeit. Nutzer fühlen sich besser informiert, das Serviceteam steuert Lasten transparenter.
Prozessdigitalisierung
- Schlechter Quick Win:
Ein Formular wird in ein PDF mit ausfüllbaren Feldern überführt. Formal „digitalisiert“, praktisch keine Zeitersparnis, Medienbrüche bleiben. - Guter Quick Win:
Die am häufigsten genutzte Formularstrecke wird in einen schlanken, mobilfähigen Online-Flow mit Plausibilitätsprüfungen überführt. Fehler werden reduziert, Durchlaufzeiten sinken messbar.
Organisationsentwicklung
- Schlechter Quick Win:
Einführung eines neuen Meeting-Formats ohne Klärung von Zielen und Rollen. Es entsteht ein weiterer Terminblocker ohne erkennbaren Mehrwert. - Guter Quick Win:
Konsequent eingeführte „Entscheidungs-Checkliste“ für Führungskräfte, die bei kritischen Entscheidungen genutzt wird. Entscheidungen werden transparenter, Nachfragen nehmen ab, Zufriedenheit im Team steigt.
Diese Beispiele zeigen: Der Unterschied liegt selten im Aufwand, sondern in Zielklarheit, Relevanz und Einbettung in den Kontext.
Checkliste: Quick Wins professionell bewerten
Die folgende Fragenliste unterstützt Sie dabei, Quick Wins strukturiert zu prüfen:
- Problemklarheit
- Welches konkrete Problem lösen wir?
- Wer spürt dieses Problem am stärksten?
- Ziel und Nutzen
- Worin besteht der erhoffte Nutzen in einem Satz?
- Wie zahlen wir damit auf Projekt- oder Unternehmensziele ein?
- Stakeholder & Akzeptanz
- Wen betrifft die Maßnahme direkt und indirekt?
- Wer könnte blockieren – und warum?
- Aufwand & Machbarkeit
- Welche Ressourcen sind nötig (Zeit, Budget, Kompetenzen)?
- Was müssen wir stoppen oder verschieben, um Kapazität frei zu machen?
- Risiko & Abhängigkeiten
- Welche technischen und organisatorischen Risiken bestehen?
- Welche Systeme, Teams oder Prozesse sind betroffen?
- Messbarkeit
- Woran erkennen wir nach 2–8 Wochen, dass der Quick Win ein Erfolg ist?
- Welche Zahlen oder Rückmeldungen erfassen wir?
- Kommunikation
- Welche Kernbotschaft vermitteln wir mit dieser Maßnahme?
- Wie machen wir den Nutzen für die wichtigsten Stakeholder sichtbar?
Wenn Sie eine Maßnahme nicht plausibel durch diese Checkliste bekommen, ist es wahrscheinlich kein sinnvoller Quick Win – oder sie braucht mehr Vorbereitung.
Fazit Häufige Fehlannahmen bei Quick Wins: Quick Wins mit Augenmaß nutzen
Quick Wins sind ein wertvoller Hebel in Projekten, Transformationen und im Tagesgeschäft – vorausgesetzt, sie werden professionell eingesetzt. Die häufigen Fehlannahmen bei Quick Wins entstehen vor allem, wenn „schnell“ über „passend“, „sicher“ und „wirksam“ gestellt wird.
Für Entscheider, Projektmanager und Führungskräfte bedeutet das:
- Wählen Sie Quick Wins nicht nach Lautstärke, sondern nach Relevanz.
- Verankern Sie sie klar in Strategie, Governance und Business Case.
- Binden Sie Fachbereiche früh ein und nehmen Sie Widerstände ernst.
- Messen und kommunizieren Sie Erfolge konkret – ohne Übertreibung.
So werden Quick Wins vom kosmetischen Feigenblatt zum echten Beschleuniger Ihrer Vorhaben.
Wenn Sie Quick Wins systematisch in Ihre Projekt- und Transformationslandschaft integrieren möchten, lohnt sich ein externer Blick von erfahrenen Praktikern. Bei komplexen Vorhaben in IT, Organisation und Management kann eine strukturierte Begleitung – etwa durch die PURE Consultant – helfen, aus vielen Ideen ein tragfähiges, priorisiertes Set an Quick Wins zu entwickeln, das Risiken minimiert und Wirkung maximiert.