Ishikawa Diagramm vs. 5-Why-Methode – Systematische Ursachenanalyse ist ein zentraler Erfolgsfaktor in Qualität, Projekten und Prozessmanagement. Zwei der bekanntesten Werkzeuge sind das Ishikawa-Diagramm und die 5-Why-Methode. Beide zielen auf die eigentliche Grundursache („Root Cause“) eines Problems – nutzen aber unterschiedliche Ansätze.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie beide Methoden funktionieren, worin sie sich unterscheiden, wann welche Herangehensweise sinnvoll ist und wie Sie beide gezielt kombinieren. Mit praxisnahen Beispielen und klaren Schritten können Sie die Methoden direkt in Ihrem Unternehmen einsetzen.

Warum strukturierte Ursachenanalyse entscheidend ist
Unklare Ursachen führen zu Symptombehandlung: mehr Kontrollen, mehr Meetings, mehr Aufwand – ohne das Problem nachhaltig zu lösen. Typische Folgen:
- wiederkehrende Störungen und Qualitätsprobleme
- steigende Kosten durch Nacharbeit und Eskalationen
- Frust in Teams, weil „es sowieso immer wieder passiert“
- falsche Prioritäten im Verbesserungsportfolio
Professionelle Root-Cause-Methoden wie Ishikawa-Diagramm und 5-Why-Analyse helfen, Probleme transparent zu machen und Entscheidungen faktenbasiert zu treffen – statt auf Basis von Bauchgefühl oder Schuldzuweisungen.
Was ist ein Ishikawa-Diagramm?
Kurzdefinition:
Das Ishikawa-Diagramm (auch Fischgräten- oder Ursache-Wirkungs-Diagramm) ist ein visuelles Werkzeug, um mögliche Ursachen eines Problems strukturiert zu sammeln und nach Kategorien zu ordnen.
Zweck und Idee
Das Ishikawa-Diagramm unterstützt Teams dabei:
- alle relevanten Einflussfaktoren für ein Problem sichtbar zu machen
- Ursachen in Kategorien zu gruppieren (z. B. Mensch, Maschine, Methode)
- ein gemeinsames Verständnis des Problems zu entwickeln
- Ansatzpunkte für vertiefte Analysen und Maßnahmen zu identifizieren
Es ist besonders geeignet, wenn:
- mehrere mögliche Ursachen im Raum stehen
- unterschiedliche Bereiche/Funktionen beteiligt sind
- ein strukturierter Workshop zur Problemanalyse durchgeführt werden soll
Typische Kategorien im Ishikawa-Diagramm
Je nach Kontext werden verschiedene „Hauptknochen“ verwendet, z. B.:
- Mensch: Kompetenz, Aufmerksamkeit, Motivation, Kommunikation
- Maschine: Anlagen, Hardware, Software, Tools
- Methode: Prozesse, Arbeitsanweisungen, Standards
- Material: Rohstoffe, Datenqualität, Informationen
- Milieu/Umwelt: Umgebung, Rahmenbedingungen, Kultur, Organisation
- Messung: Messverfahren, KPIs, Datenquellen
- Management: Führung, Prioritäten, Ressourcen, Ziele
In der Produktion hat sich oft die 6M-Logik etabliert (Mensch, Maschine, Methode, Material, Milieu, Messung). In IT- und Service-Kontexten werden Kategorien angepasst, z. B. „Prozess“, „System“, „Organisation“, „Kunde“.
Schritt-für-Schritt: Ishikawa-Diagramm anwenden
- Problem präzise formulieren
- Klarer, messbarer Satz: z. B. „Die Durchlaufzeit für Kundenanfragen überschreitet in 30 % der Fälle das SLA von 24 Stunden.“
- Diagramm aufsetzen
- Rechts das Problem („Wirkung“) notieren.
- Hauptkategorien (z. B. Mensch, Prozess, System, Organisation) als „Knochen“ anzeichnen.
- Mögliche Ursachen sammeln (Brainstorming)
- Interdisziplinäres Team einbinden.
- Alle Ideen zunächst wertfrei erfassen.
- Ursachen den Kategorien zuordnen.
- Ursachen strukturieren und verfeinern
- Unterursachen ergänzen („Was führt dazu?“).
- Ähnliche Ursachen zusammenfassen.
- Lücken identifizieren und gezielt nachfragen.
- Bewerten und priorisieren
- Welche Ursachen sind wahrscheinlich besonders einflussreich?
- Wo gibt es Daten oder Hinweise?
- Welche Ursachen sollten vertieft (z. B. mit 5-Why) untersucht werden?
- Ergebnisse dokumentieren und freigeben
- Diagramm sichern, teilen und regelmäßig aktualisieren.
- Verantwortlichkeiten für weitere Analysen und Maßnahmen festlegen.
Stärken und Grenzen des Ishikawa-Diagramms
Vorteile:
- sehr gute Visualisierung komplexer Ursachenlandschaften
- fördert gemeinsames Verständnis im Team
- gut für Workshops und bereichsübergreifende Probleme
- flexibel an Branchen und Kontexte anpassbar
Einschränkungen:
- liefert meist eine breite Übersicht, aber nicht automatisch die „eine wahre“ Root Cause
- Qualität hängt stark von der Beteiligung und Erfahrung der Teilnehmenden ab
- kann unübersichtlich werden, wenn zu viele Details aufgenommen werden
Was ist die 5-Why-Methode?
Kurzdefinition:
Die 5-Why-Methode ist eine Fragetechnik der Ursachenanalyse, bei der auf eine Problemursache wiederholt „Warum?“ gefragt wird, bis die zugrunde liegende Grundursache identifiziert ist.
Zweck und Idee
Die Kernannahme: Hinter einem konkreten Fehler steckt oft eine Kette von Ursachen. Durch das mehrfache Nachfragen nach dem „Warum“ dringt man schrittweise von der sichtbaren Auswirkung zur tieferen Systemursache vor.
Die Zahl Fünf ist ein Erfahrungswert – in der Praxis können drei oder auch sieben „Warum“-Stufen nötig sein.
Die Methode eignet sich besonders, wenn:
- ein klar umrissenes Problem untersucht wird
- der Sachverhalt überschaubar ist
- man schnell zu einer greifbaren, handlungsrelevanten Ursache kommen möchte
Schritt-für-Schritt: 5-Why-Methode anwenden
- Problem klar formulieren
- z. B. „Ein Kunde hat seine Bestellung nicht rechtzeitig erhalten.“
- Erste Warum-Frage stellen
- „Warum hat der Kunde die Bestellung nicht rechtzeitig erhalten?“
- Antwort z. B.: „Weil die Sendung erst zwei Tage nach Auftragseingang kommissioniert wurde.“
- Antwort zur nächsten Warum-Frage machen
- „Warum wurde die Sendung erst zwei Tage nach Auftragseingang kommissioniert?“
- Antwort z. B.: „Weil die Bestellung im System zunächst im falschen Status stand.“
- Schritt wiederholen, bis zur Grundursache
- „Warum stand die Bestellung im falschen Status?“
- „Weil die Schnittstelle zum Onlineshop sporadische Fehler hat.“
- „Warum hat die Schnittstelle sporadische Fehler?“
- „Weil die Monitoring-Alerts nicht richtig konfiguriert wurden.“
- etc.
- Root Cause bewerten und Maßnahmen ableiten
- Ist die identifizierte Ursache wirklich grundlegend?
- Welche Maßnahmen verhindern Wiederholung?
- Prozesse, Systeme, Standards anpassen (nicht nur Einzelfall reparieren).
Stärken und Grenzen der 5-Why-Methode
Vorteile:
- sehr einfach zu verstehen und anzuwenden
- erfordert kein spezielles Tool oder Visualisierung
- fördert systemisches Denken in Ursache-Wirkungs-Ketten
- gut für operative Problemlösung und schnelle Analysen
Einschränkungen:
- Gefahr der „Tunnelperspektive“, wenn nur eine Ursachenlinie verfolgt wird
- Ergebnis hängt stark von der Qualität der Fragen und des Wissens im Team ab
- kann subjektiv sein, wenn keine Daten und Fakten einbezogen werden
- ungeeignet für sehr komplexe, vielschichtige Problemstellungen alleinstehend
Ishikawa Diagramm vs. 5-Why-Methode im direkten Vergleich
Gemeinsamkeiten
- beide sind Methoden zur Ursachenanalyse bzw. Root-Cause-Analyse
- Ziel: nicht Symptome, sondern Grundursachen identifizieren
- fördern strukturierte, nachvollziehbare Problembearbeitung
- unterstützen kontinuierliche Verbesserung (KVP, Lean, Six Sigma, Agile)
Unterschiede auf einen Blick
| Aspekt | Ishikawa-Diagramm | 5-Why-Methode |
|---|---|---|
| Hauptziel | Breite Sammlung und Strukturierung von Ursachen | Vertiefte Analyse einer Ursachenlinie |
| Darstellungsform | Visuelles Diagramm (Fischgräte) | Textbasierte Fragesequenz |
| Typische Nutzung | Workshops, Gruppenarbeit, komplexe Themen | Einzel- oder Kleingruppenarbeit, fokussierte Fälle |
| Fokus | Viele mögliche Ursachen, Kategorien | Eine Ursachen-Kette bis zur Root Cause |
| Komplexität | Eher höher, breiter Kontext | Eher gering, schnelles Format |
| Datenbasis | Häufig Kombination aus Erfahrung und Daten | Stark abhängig von Erfahrungswissen |
| Ergebnis | Übersicht über Ursachenlandschaft, Priorisierung notwendig | Konkrete Grundursache plus Maßnahmenidee |
Wann ist welches Werkzeug sinnvoll?
Eine häufige Praxisfrage lautet: „Sollte ich für meine Ursachenanalyse lieber ein Ishikawa-Diagramm oder die 5-Why-Methode verwenden?“
Orientierung bieten diese Leitfragen:
- Wie komplex ist das Problem?
- Viele Einflussfaktoren, mehrere Bereiche: eher Ishikawa
- Klar umrissener Vorfall: eher 5-Why
- Wie viele Stakeholder sind beteiligt?
- Viele Personen/Abteilungen, divergierende Sichtweisen: Ishikawa-Workshop
- Kleiner Kreis, direkter Kontext: 5-Why-Session
- Welches Ziel steht im Vordergrund?
- Transparenz über Ursachenlandschaft, Lernprozess im Team: Ishikawa
- Schnelle Identifikation einer pragmatischen Root Cause: 5-Why
- Reifegrad im Problemlösungsprozess
- Erste, breite Analysephase: Ishikawa
- Vertiefte Analyse der wichtigsten Ursachen: 5-Why
In vielen Unternehmen ist die Kombination beider Methoden besonders wirkungsvoll – dazu weiter unten mehr.
Praxisbeispiele: Anwendung in unterschiedlichen Kontexten
1. Produktion und Qualitätsmanagement
Beispielproblem: Hohe Ausschussquote in einer Fertigungslinie.
Vorgehen:
- Ishikawa-Diagramm mit Kategorien wie Mensch, Maschine, Material, Methode, Messung, Milieu.
- Mögliche Ursachen: fehlerhafte Kalibrierung, schwankende Materialqualität, unklare Arbeitsanweisungen, unzureichende Schulung, Umgebungsbedingungen.
- Für eine besonders kritische Ursache (z. B. Kalibrierungsprobleme) wird anschließend eine 5-Why-Analyse durchgeführt.
Ergebnis:
Nicht nur „Maschine falsch kalibriert“, sondern z. B. „Wartungsplan berücksichtigt neue Produktvariante nicht“ – mit der Folge, dass Wartungsintervalle, Checklisten und Schulungskonzepte angepasst werden.
2. Service- und Backoffice-Prozesse
Beispielproblem: Lange Bearbeitungszeiten in einem Shared Service Center.
Vorgehen:
- Ishikawa-Diagramm mit Kategorien wie Prozess, Organisation, Systeme, Rollen, Kunde.
- Identifikation möglicher Ursachen: Medienbrüche, fehlende Prozessstandards, manuelle Prüfungen, unklare Verantwortlichkeiten.
- 5-Why-Analyse für eine priorisierte Ursache, etwa „manuelle Freigabe durch Führungskraft dauert zu lange“.
Ergebnis:
Root Cause könnte in einem veralteten Vier-Augen-Prinzip liegen, das aus historischen Gründen nie angepasst wurde. Maßnahme: risikobasierte Freigaben, Delegation von Aufgaben, Automatisierung bestimmter Schritte.
3. IT, Digitalisierung und Projekte
Beispielproblem: Regelmäßige Ausfälle einer kritischen Applikation.
Vorgehen:
- Ishikawa-Diagramm mit Kategorien wie Infrastruktur, Applikation, Schnittstellen, Prozesse, Organisation, Sicherheit.
- Mögliche Ursachen: fehlendes Monitoring, unzureichende Lasttests, manuelle Deployments, unklare Incident-Prozesse.
- 5-Why-Analyse z. B. zur Ursache „Fehlerhafte Konfiguration nach Deployments“.
Ergebnis:
Die Grundursache kann in einem fehlenden automatisierten Deployment-Prozess und unzureichenden Tests liegen. Daraus folgen Maßnahmen wie CI/CD-Pipelines, Automatisierung und klarere Rollen in der Release-Governance.
Kombination von Ishikawa-Diagramm und 5-Why-Methode
In der Praxis ist die Frage „Ishikawa Diagramm vs. 5-Why-Methode“ oft irreführend, weil sich beide Werkzeuge hervorragend ergänzen.
Eine sinnvolle Kombinationslogik:
- Start mit Ishikawa-Diagramm
- Ziel: alle relevanten Ursachen für ein Problem identifizieren und strukturieren.
- Ergebnis: priorisierte Liste potenziell wichtiger Ursachen oder Ursachencluster.
- Vertiefung mit 5-Why-Methode
- Für die Top-Ursachen oder -Cluster wird jeweils eine 5-Why-Analyse durchgeführt.
- Ziel: die eigentliche Root Cause auf Systemebene finden (z. B. Governance, Prozessdesign, Kultur, Technik).
- Von der Ursache zur Maßnahme
- Aus den Root Causes werden strukturierte Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet.
- Maßnahmen sollten Prozess-, System- und Organisationsänderungen beinhalten – nicht nur „mehr Schulung“ oder „mehr Aufmerksamkeit“.
So wird aus einem visuellen Ursachenbaum (Ishikawa) und einer tiefen Ursachenlinie (5-Why) ein konsistenter Problemlösungsprozess.
Häufige Fehler bei der Ursachenanalyse – und wie Sie sie vermeiden
Unabhängig davon, ob Sie mit Ishikawa-Diagramm, 5-Why-Methode oder beiden arbeiten, treten immer wieder ähnliche Stolperfallen auf:
- Symptombehandlung statt Ursachenanalyse
- Nur offensichtliche Effekte (z. B. „Mitarbeiter hat Fehler gemacht“) werden adressiert.
- Tipp: Immer fragen, welche System- oder Prozessfaktoren den Fehler ermöglicht oder begünstigt haben.
- Schuldzuweisungen statt Lernkultur
- Fokus auf „Wer ist schuld?“ statt „Was im System müssen wir verbessern?“.
- Tipp: Moderation klar auf Fakten und Prozesse ausrichten, nicht auf Personen.
- Unpräzise Problemdefinition
- Vage Formulierungen („Qualität ist schlecht“) führen zu unscharfer Analyse.
- Tipp: Problem als konkreten, messbaren Zustand mit Daten und Zeitraum formulieren.
- Keine Datenvalidierung
- Annahmen werden nicht überprüft („Wir glauben, dass …“).
- Tipp: Wo möglich, Ursachen mit Kennzahlen, Prozessdaten oder Beobachtungen untermauern.
- Zu frühe Lösungsdiskussion
- Im Workshop wird direkt in „Lösungsbrainstorming“ gewechselt, bevor Ursachen klar sind.
- Tipp: Analyse- und Lösungsphase bewusst trennen – erst Ursache, dann Maßnahmen.
- Mangelnde Nachverfolgung
- Maßnahmen bleiben abstrakt oder werden nicht umgesetzt.
- Tipp: Verantwortliche, Termine, Erfolgskriterien und Monitoring definieren.
Schritt-für-Schritt: So führen Sie beide Methoden im Unternehmen ein
Für Entscheider, Projektleiter und Führungskräfte reicht es nicht, nur einzelne Workshops zu organisieren. Erfolgreich wird Ursachenanalyse, wenn sie in Strukturen und Kultur verankert ist.
Ein mögliches Vorgehen:
- Zielbild definieren
- Welche Probleme sollen systematisch mit Ishikawa-Diagramm und 5-Why-Methode bearbeitet werden (Qualität, Service, IT, Projekte)?
- Wie soll der Reifegrad in 12–24 Monaten aussehen?
- Standards und Leitfäden entwickeln
- Einheitliche Templates für Ishikawa-Diagramme und 5-Why-Analysen.
- Kurze, verständliche Anleitungen („One-Pager“) für Moderatoren und Teams.
- Pilotprojekte auswählen
- Konkrete Probleme mit hoher Relevanz wählen (z. B. SLA-Verletzungen, Reklamationen, Systemausfälle).
- In diesen Projekten bewusst mit beiden Methoden arbeiten.
- Rollen und Verantwortlichkeiten klären
- Wer moderiert Ursachenanalyse-Workshops?
- Wer entscheidet über Maßnahmen?
- Wer überwacht die Wirksamkeit der Verbesserungen?
- Schulung und Coaching
- Führungskräfte und Schlüsselpersonen in den Methoden schulen.
- Echtfälle nutzen statt abstrakter Beispiele.
- Beobachten, wie gut die Methoden angewendet werden, und gezielt nachsteuern.
- Integration in bestehende Steuerungssysteme
- Verknüpfung mit KVP-/CIP-Prozessen, Lean- oder Agile-Routinen, Qualitäts- und Projektmanagement.
- Ursachenanalysen als festen Bestandteil von Eskalationsprozessen, Lessons Learned, Post-Mortems oder Retrospektiven etablieren.
- Erfolge kommunizieren
- Verbesserungen und „Best Cases“ sichtbar machen.
- So entsteht Akzeptanz und Motivation, die Methoden konsequent zu nutzen.
Gerade bei der unternehmensweiten Einführung von Problemlösungsmethoden ist externe Unterstützung hilfreich – etwa für Konzeption, Moderation zentraler Workshops oder Training von Multiplikatoren. Ein erfahrener Beratungspartner wie PURE Consultant kann hierbei Struktur liefern, Best Practices einbringen und den Transfer in den Alltag begleiten.
Ishikawa Diagramm vs. 5-Why-Methode – Zusammenfassung und Empfehlung für die Praxis
- Ishikawa-Diagramm eignet sich hervorragend, um in Teams eine breite, strukturierte Übersicht möglicher Ursachen für ein Problem zu entwickeln – besonders bei komplexen, bereichsübergreifenden Themen.
- 5-Why-Methode ist ideal, um einzelne Ursachenlinien schnell und fokussiert bis zur Root Cause zu verfolgen – gerade bei klar umrissenen Vorfällen oder in operativen Reviews.
- Die Frage „Ishikawa Diagramm vs. 5-Why-Methode“ ist daher weniger ein Entweder-oder, sondern eine Frage der sinnvollen Kombination:
- zuerst Ishikawa, um die Ursachenlandschaft zu erfassen,
- dann 5-Why, um die wichtigsten Ursachen in die Tiefe zu analysieren.
Für Entscheider, Projektmanager und Fachverantwortliche bedeutet das:
- Sorgen Sie für klare Problemdefinitionen und eine faktenbasierte Diskussion.
- Etablieren Sie einheitliche Standards und Templates für Ursachenanalysen.
- Nutzen Sie Ishikawa-Diagramm und 5-Why-Methode als festen Bestandteil Ihres Verbesserungssystems – nicht nur im Ausnahmefall.
- Unterstützen Sie Ihre Teams durch Schulung, Moderation und Coaching, damit aus den Methoden wirksame Routinen werden.
Wenn Sie vor der Herausforderung stehen, komplexe Probleme nachhaltig zu lösen oder Ursachenanalysen professionell in Ihrem Unternehmen zu verankern, lohnt sich ein strukturierter Blick von außen. In einer gemeinsamen Analyse können Sie prüfen, wie Ishikawa-Diagramm, 5-Why-Methode und weitere Problemlösungswerkzeuge in Ihre bestehende Organisation und Kultur integriert werden – damit Verbesserungen nicht zufällig, sondern systematisch und wiederholbar sind.