Häufige Fehler bei Flight Levels – In vielen Unternehmen klingt das Flight-Levels-Modell nach der Lösung für zersplitterte Projekte, überlastete Teams und fehlende Strategieumsetzung. In der Praxis scheitern jedoch zahlreiche Initiativen – nicht, weil Flight Levels „nicht funktionieren“, sondern weil typische Denkfehler und Implementierungsfehler gemacht werden.
Dieser Beitrag zeigt, welche häufigen Fehler bei Flight Levels Organisationen ausbremsen, wie Sie Stolperfallen früh erkennen und wie eine praxisnahe Einführung aussieht, die tatsächlich zu besserem Flow und mehr Business-Impact führt.

Was sind Flight Levels – kurz erklärt
Flight Levels sind ein Denk- und Strukturmodell, um Arbeit in Organisationen über verschiedene Ebenen hinweg zu visualisieren und zu steuern. Es geht weniger um ein neues Framework, sondern um:
- Gemeinsame Sicht auf Arbeit und Wertströme
- Verbindung von Strategie, Koordination und operativer Umsetzung
- Transparenz über Abhängigkeiten und Engpässe
Typischerweise unterscheidet man drei Ebenen („Flüge“):
- Flight Level 1 – Operative Teams
Arbeit direkt an Produkten, Services, Features, User Stories. - Flight Level 2 – Koordination
Abstimmung zwischen Teams, Produkten und Wertströmen, Umgang mit Abhängigkeiten. - Flight Level 3 – Strategie / Portfolio
Unternehmensziele, strategische Initiativen, Priorisierung und Alignment.
Wichtig: Flight Levels sind rahmenwerk-neutral. Sie lassen sich mit Scrum, Kanban, SAFe, LeSS oder Ihrer bestehenden Projektlandschaft kombinieren.
Warum Flight Levels in vielen Unternehmen scheitern
Wenn Flight Levels „nicht wirken“, liegt es selten am Modell selbst, sondern an der Umsetzung. Typische Muster:
- Flight Levels werden wie ein weiteres agiles Framework „ausgerollt“
- Die Ebenen werden nicht klar voneinander getrennt
- Boards werden zu Task-Listen statt zu Management-Tools
- Führungskräfte sind nicht eingebunden oder delegieren „Agilität nach unten“
- Es fehlt eine klare Verbindung von strategischen Zielen zu tatsächlicher Arbeit
Die gute Nachricht: Die meisten Fehler sind vermeidbar, wenn man ihre Ursachen versteht.
Häufige Fehler bei Flight Levels im Überblick
Viele Organisationen stolpern über ähnliche Fallen. Zu den häufigsten Fehlern bei Flight Levels gehören:
- Flight Levels als „neues Framework“ statt als Denkmodell verstehen
- Unklare Ziele und fehlender Business-Fokus bei der Einführung
- Vermischung der Ebenen: Strategie, Koordination und Umsetzung auf einem Board
- Flight-Level-Boards ohne echte Ende-zu-Ende-Sicht
- Kein klarer Rhythmus (Kadenz) für Austausch und Entscheidungen
- Fokus auf Tools statt auf Gespräche und Entscheidungen
- Fehlende Einbindung von Führungskräften und Schlüsselbereichen
- Messen der falschen Kennzahlen oder gar keine Messung
- Flight Levels als einmaliges Projekt statt kontinuierlicher Lernprozess
Im Folgenden gehen wir diese Fehler im Detail durch – jeweils mit Hinweisen, wie Sie sie konkret vermeiden.
Fehler 1: Flight Levels als weiteres Framework behandeln
Problem:
Viele Unternehmen führen Flight Levels ein, als wäre es ein weiteres Skalierungsframework mit Rollen, Events und festen Regeln. Es wird ein „Rollout“ geplant, Trainings durchgeführt, Standards definiert – aber das eigentliche Denken über Wertströme und Entscheidungen bleibt unverändert.
Symptome:
- „Wir machen jetzt Flight Levels“ als Programm-Slogan
- Checklisten-Fokus („Haben wir alle Boards gebaut?“)
- Geringe Bereitschaft, echte Entscheidungswege zu hinterfragen
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Als Denkmodell kommunizieren, nicht als „neues Framework“
- Erst die relevanten Wertströme und Entscheidungswege kartieren, bevor Boards entstehen
- Flight Levels nutzen, um bestehende Praktiken zu verbinden, nicht alles zu ersetzen
- Fokus in Workshops auf Fragen statt auf „Best Practices“:
- Wo entstehen heute Engpässe?
- Wo gehen Informationen verloren?
- Wer muss sich eigentlich worüber abstimmen?
Fehler 2: Unklare Ziele bei der Einführung von Flight Levels
Problem:
„Wir wollen mehr Transparenz“ oder „Wir werden agiler“ sind keine hinreichenden Ziele. Ohne klaren Zweck werden Flight-Level-Boards schnell zu schönen Visualisierungen ohne Konsequenzen.
Typische unklare Zielsetzungen:
- „Wir brauchen ein Portfolioboard“ (ohne Nutzenbeschreibung)
- „Wir wollen alle Projekte auf einem Board sehen“ (ohne Entscheidungsregeln)
- „Wir machen Flight Levels, weil andere es auch tun“
Besser: Ziele präzise formulieren
Beispiele für klare Ziele:
- „Wir wollen die Time-to-Market für neue Features um 30 % reduzieren.“
- „Wir wollen auf Flight Level 3 maximal 10 strategische Initiativen parallel haben.“
- „Wir wollen auf Flight Level 2 Abhängigkeiten zwischen Teams frühzeitig sichtbar machen und aktiv managen.“
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Einführungsziele als konkrete, messbare Business-Resultate formulieren
- Pro Flight Level fragen:
- Welche Entscheidungen werden hier getroffen?
- Welche Fragen soll das Board beantworten?
- Welche Probleme soll dieses Board lösen?
- Nur Boards etablieren, die wirklich für Entscheidungen genutzt werden
Fehler 3: Vermischung der Ebenen auf einem Flight-Level-Board
Problem:
Einer der häufigsten Fehler bei der Flight-Levels-Einführung: Alle Ebenen – Strategie, Programme, Projekte, Features, Tasks – landen auf dem gleichen Board. Das Ergebnis: Unübersichtlichkeit, Mikromanagement oder belanglose bunte Wandbilder.
Typische Mischformen:
- Auf dem „Portfolioboard“ hängen detaillierte User Stories
- Flight Level 2 wird zur reinen Team-Taskliste
- Strategische Initiativen sind nicht von operativen Projekten unterscheidbar
Konsequenz:
Niemand kann mehr erkennen, auf welcher Flughöhe welche Entscheidung zu treffen ist. Führungskräfte steigen zu tief in Details ein, Teams bekommen Mikromanagement, und die Koordinationsebene verliert ihren Zweck.
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Klare Definition pro Flight Level:
- Flight Level 3: strategische Ziele, Initiativen, Investitionsentscheidungen
- Flight Level 2: Koordination von Wertströmen, Produkten, Teams, Abhängigkeiten
- Flight Level 1: operative Arbeit, die tatsächlich geliefert wird
- Explizite WIP-Limits pro Ebene (z. B. max. 8 Initiativen auf Level 3)
- Visuelle Gestaltung so wählen, dass Ebenen eindeutig erkennbar sind
- Regel: „Keine User Story auf Flight Level 3, keine Strategie-Diskussion auf Level 1.“
Fehler 4: Flight Levels ohne Ende-zu-Ende-Sicht auf Wertströme
Problem:
Boards zeigen häufig nur Einzelprojekte oder Abteilungen, aber nicht den durchgängigen Wertstrom – von der Idee bis zum Nutzen für den Kunden. Damit bleibt der zentrale Vorteil von Flight Levels ungenutzt.
Typische Lücken:
- Marketing, Vertrieb oder Betrieb sind nicht eingebunden
- Externe Partner, Lieferanten oder Dienstleister werden ausgeblendet
- Übergaben zwischen Bereichen sind „graue Zonen“
Konsequenz:
Engpässe, Wartezeiten und Verantwortungsdiffusion bleiben unsichtbar. Flight Levels degenerieren zum reinen Projekt-Reporting.
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Zu Beginn Wertstrom-Workshops durchführen:
- Wie wird aus einer Idee ein reales Produkt / Feature / Service?
- Welche Bereiche sind daran beteiligt?
- Wo entstehen Wartezeiten und Rückschleifen?
- Flight-Level-Boards so gestalten, dass Schnittstellen und Übergaben sichtbar sind
- Beteiligte aus allen relevanten Bereichen an den Design-Workshops beteiligen
- Kritische Übergabepunkte explizit markieren (z. B. „von Produktmanagement zu Betrieb“)
Fehler 5: Kein klarer Entscheidungs- und Meeting-Rhythmus (Kadenz)
Problem:
Boards werden aufgebaut, aber es gibt keine definierte Kadenz für Reviews, Entscheidungen und Anpassungen. Stattdessen: gelegentliche Ad-hoc-Runden, in denen hauptsächlich Statusberichte abgegeben werden.
Symptome:
- Flight-Level-Boards sind nach wenigen Wochen veraltet
- Diskussionen drehen sich um „Wer hat was gemacht?“ statt um „Was blockiert uns?“
- Entscheidungen werden außerhalb des Systems getroffen (z. B. per E-Mail)
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Pro Flight Level einen klaren Meeting-Rhythmus definieren, z. B.:
- Level 3: monatliches oder zweiwöchiges Strategie-/Portfolio-Review
- Level 2: wöchentliches Koordinationsmeeting zu Abhängigkeiten und Flow
- Level 1: tägliche/zweitägliche Team-Stand-ups
- In jedem Termin klare Fragen beantworten, z. B.:
- Was blockiert den Flow?
- Welche Prioritäten müssen wir anpassen?
- Welche Initiativen / Projekte müssen wir stoppen oder de-priorisieren?
- Kein Status-Reporting-Termin ohne Entscheidungen: Entscheidungen am Board sichtbar machen
Fehler 6: Tool-Fokus statt Gesprächs- und Entscheidungsfokus
Problem:
Die Einführung von Flight Levels wird mit der Einführung eines Tools verwechselt. Große Energie fließt in Board-Design, Workflows, Spaltennamen und Automatisierungen – aber wenig in die Diskussion darüber, wie Entscheidungen getroffen werden.
Typische Signale:
- Lange Diskussionen über JIRA-/Azure-DevOps-Felder, wenig Diskussion über Ziele
- Flight-Levels-Workshops werden zu Tool-Schulungen
- Hohe Tool-Komplexität, aber wenig Verhaltenstransformation
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Flight Levels zunächst physisch oder als einfache digitale Boards denken (z. B. Whiteboard, Miro)
- Erst wenn die Entscheidungslogik klar ist, in komplexe Tooling-Setups investieren
- In Meetings konsequent auf Gespräche am Board fokussieren:
- Was lernen wir aus diesem Board?
- Welche Maßnahmen ergeben sich daraus?
- Tools nur so komplex wie nötig konfigurieren, nicht so komplex wie möglich
Fehler 7: Fehlende Einbindung von Führungskräften und Schlüsselbereichen
Problem:
Flight Levels werden oft in der IT oder in einzelnen Produktbereichen „bottom-up“ gestartet, ohne echte Beteiligung der Führungsebene oder angrenzender Bereiche wie Vertrieb, Marketing, Finance, HR.
Konsequenzen:
- Keine klaren Entscheidungen zu Prioritäten und Kapazitäten
- Konflikte zwischen „lokaler Optimierung“ und Unternehmenszielen
- Boards bleiben operative Transparenz-Tools, aber kein Steuerungsinstrument
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Klären, welche Entscheidungen auf Flight Level 3 und 2 getroffen werden sollen – und wer diese Entscheidungen treffen darf
- Führungskräfte aktiv in das Design der Boards und Kadenzen einbinden
- Bereichsübergreifende Beteiligung sicherstellen: Flight Levels sind kein IT-Thema, sondern Unternehmenssteuerung
- Klare Verantwortlichkeiten definieren:
- Wer „owned“ das Flight-Level-3-Board?
- Wer moderiert Flight-Level-2-Meetings?
- Wer stellt sicher, dass Daten aktuell sind?
Fehler 8: Flight Levels ohne passende Kennzahlen und Feedback-Schleifen
Problem:
Ohne passende Metriken ist es schwer zu beurteilen, ob Flight Levels Wirkung zeigen. Oft werden nur klassische Projektkennzahlen (Budget, Termine, Ampeln) genutzt – oder gar keine.
Typische Metrikfehler:
- Fokus auf Output (Anzahl Tickets / Projekte) statt auf Outcome und Flow
- Keine Messung von Durchlaufzeiten (Lead Time) oder WIP
- Keine Verbindung zu Geschäftskennzahlen (Revenue, Kundenzufriedenheit, Risiko)
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Pro Flight Level wenige, aber gezielte Kennzahlen definieren, z. B.:
- Level 3: Anzahl paralleler Initiativen, Time-to-Impact, Beitrag zu strategischen Zielen
- Level 2: Durchlaufzeit von Epics/Projekten, Anzahl blockierter Items, WIP pro Wertstrom
- Level 1: Lead Time für Features/Stories, Qualität, Fehlerquote
- Trend statt Einzelwerte betrachten (Verbesserung über Zeit)
- Regelmäßig reflektieren:
- Welche Kennzahlen helfen uns wirklich bei Entscheidungen?
- Welche können wir weglassen, weil sie keinen Mehrwert liefern?
Fehler 9: Zu großer Wurf statt gezielter Pilot für Flight Levels
Problem:
Viele Organisationen versuchen, Flight Levels „auf einen Schlag“ unternehmensweit einzuführen. Das erhöht Komplexität, Widerstand und Risiko dramatisch.
Typische Muster:
- Zentrales Projekt „Rollout Flight Levels 202X“
- Einheitliches Design für alle Boards, unabhängig von Kontext
- Lange Konzeptphase, wenig experimentelles Lernen
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Mit einem fokussierten Pilot starten, z. B.:
- ein Produktbereich
- ein Wertstrom
- ein kritischer Projektcluster
- Frühzeitig Erfahrungen sammeln und das Design iterativ anpassen
- Erfolgreiche Muster skalieren, nicht abstrakte Konzepte
- Bei der Skalierung bewusst Unterschiede zulassen, statt alles zu standardisieren
Fehler 10: Flight Levels ohne Klarheit über Verantwortlichkeiten
Problem:
Ohne klare Zuständigkeiten verschwimmt, wer für welche Entscheidungen und Board-Pflege verantwortlich ist. Die Folge: veraltete Informationen, Doppelarbeit, Frust.
Typische Unklarheiten:
- Wer entscheidet, welche Initiativen auf Flight Level 3 gestartet oder gestoppt werden?
- Wer priorisiert auf Flight Level 2 bei Konflikten zwischen Teams oder Produkten?
- Wer stellt sicher, dass Flight-Level-1-Boards mit höherliegenden Ebenen konsistent sind?
So vermeiden Sie diesen Fehler:
- Pro Flight Level klare Rollen definieren (unabhängig von Rollenbezeichnungen in Frameworks):
- Owner: fachliche Verantwortung für Inhalte und Entscheidungen
- Facilitator: Moderation der Meetings und Pflege der Arbeitsregeln
- Contributor: liefert Inhalte, Updates und Feedback
- Diese Rollen mit konkreten Verantwortlichkeiten verbinden, z. B.:
- „Flight-Level-3-Owner entscheidet über Start / Stop von Initiativen“
- „Flight-Level-2-Facilitator stellt sicher, dass Blocker sichtbar und adressiert sind“
Praxisbeispiele: Typische Stolperfallen bei Flight Levels im Alltag
Beispiel 1: IT-Organisation mit vielen Projekten
Ausgangslage:
Viele parallele IT-Projekte, häufige Prioritätswechsel, unzufriedene Fachbereiche.
Typische Fehler:
- Portfolioboard (Level 3) listet 50+ Projekte ohne klare Priorität
- Koordinationsebene (Level 2) existiert faktisch nicht
- Teams (Level 1) sehen nur „Projektaufträge“, keine strategischen Zusammenhänge
Bessere Lösung:
- Flight-Level-3-Board mit WIP-Limit (z. B. max. 12 aktive Projekte)
- Flight-Level-2-Board pro Wertstrom, das Abhängigkeiten zwischen Projekten und Teams zeigt
- Klare Kadenzen: monatliches Portfolio-Review, wöchentliches Koordinationsmeeting
Beispiel 2: Produktunternehmen mit mehreren Produktlinien
Ausgangslage:
Mehrere Produktlinien konkurrieren um gemeinsame Ressourcen (UX, Architektur, Operations).
Typische Fehler:
- Flight Levels nur in einzelnen Produktteams – kein gemeinsames Koordinationsboard
- Ressourcen-Konflikte werden ad hoc gelöst („Wer am lautesten schreit“)
- Strategische Roadmaps der Produktlinien sind nicht abgestimmt
Bessere Lösung:
- Flight-Level-3-Board mit gemeinsamen strategischen Initiativen über alle Produkte
- Flight-Level-2-Board, auf dem ressourcenübergreifende Epics visualisiert und priorisiert werden
- Klare Entscheidungsregeln bei Engpässen (z. B. nach Business-Impact, Risiko, Kundenwert)
Best Practices für erfolgreiche Flight Levels
Um die häufigen Fehler bei Flight Levels zu vermeiden, helfen einige bewährte Prinzipien:
- Vom Problem ausgehen, nicht vom Modell
- Zuerst klären: Welche Probleme wollen wir konkret lösen?
- Flight Levels dort einsetzen, wo sie Entscheidungsqualität und Flow verbessern.
- Ebenen klar trennen, aber konsequent verbinden
- Klare Flughöhen mit eigenen Fragestellungen und Artefakten
- Regelmäßige Verknüpfung: Wie zahlen Level-1-Arbeiten auf Level-3-Ziele ein?
- Boards als Entscheidungshilfen gestalten
- Weniger ist mehr: Zeigen Sie das, was für Entscheidungen relevant ist
- Blocker, Risiken und Engpässe offensiv sichtbar machen.
- Regelmäßige Kadenzen etablieren
- Wiederkehrende Meetings mit klarer Agenda pro Flight Level
- Ergebnis jedes Termins: konkrete Entscheidungen und Maßnahmen.
- Messbar machen, was sich verbessert
- Vorher-Nachher-Vergleich: Durchlaufzeiten, Anzahl paralleler Initiativen, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit
- Ergebnisse transparent kommunizieren, um Akzeptanz zu stärken.
- Mit Piloten starten, dann skalieren
- Erst in einem überschaubaren Kontext Erfahrungen sammeln
- Lernergebnisse bewusst dokumentieren und ins Scaling einfließen lassen.
Checkliste: Haben Sie Flight Levels gesund aufgesetzt?
Nutzen Sie die folgende Checkliste, um häufige Fehler bei Flight Levels früh zu erkennen:
- Pro Flight Level ist klar definiert, welche Entscheidungen dort getroffen werden
- Es gibt klare Ziele für den Einsatz von Flight Levels (z. B. kürzere Durchlaufzeiten, weniger parallele Initiativen)
- Strategy (Level 3), Koordination (Level 2) und Umsetzung (Level 1) sind sichtbar getrennt, aber miteinander verknüpft
- Flight-Level-Boards zeigen eine Ende-zu-Ende-Sicht entlang relevanter Wertströme
- Für jedes Level existiert ein klarer Meeting-Rhythmus mit verbindlicher Agenda
- Rollen und Verantwortlichkeiten für Boards und Entscheidungen sind explizit geregelt
- Es gibt WIP-Limits und klare Kriterien, wann Arbeit gestartet, gestoppt oder umpriorisiert wird
- Relevante Kennzahlen (z. B. Lead Time, Anzahl paralleler Initiativen) werden regelmäßig betrachtet
- Flight Levels werden als kontinuierlicher Lern- und Verbesserungsprozess verstanden, nicht als einmaliges Projekt
Fazit Häufige Fehler bei Flight Levels: Flight Levels wirken – wenn man die typischen Fehler vermeidet
Flight Levels sind ein wirkungsvolles Modell, um Strategie, Koordination und Umsetzung in Unternehmen zusammenzubringen. Sie helfen, das eigentliche Problem vieler Organisationen zu lösen: zu viel parallele Arbeit, zu wenig Fokus, fehlender Flow.
Damit Flight Levels ihr Potenzial entfalten, kommt es weniger auf „Lehrbuch-Umsetzung“ an, sondern auf:
- klare Ziele und klare Ebenen
- konsequente Orientierung an Wertströmen
- echte Entscheidungs- und Feedbackkadenzen
- bewusste Einbindung von Führungskräften und Schlüsselbereichen
Wenn Sie häufige Fehler bei Flight Levels früh erkennen und vermeiden, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass aus bunten Boards ein wirksames Steuerungssystem wird – mit spürbaren Effekten auf Time-to-Market, Qualität und Geschäftserfolg.
Wenn Sie Ihre Organisation bei der Einführung oder Optimierung von Flight Levels professionell begleiten lassen möchten, kann ein erfahrener Partner wie die PURE Consultant helfen, Wertströme zu analysieren, passende Flight-Level-Designs zu entwickeln und praxisgerechte Kadenzen zu etablieren.