Häufige Fehler beim AIDA Modell – Viele Unternehmen nutzen das AIDA Modell, um Marketing- und Vertriebskommunikation zu planen – von Landingpages über E-Mail-Sequenzen bis hin zu Social Ads. In der Praxis führt das aber oft nicht zu den gewünschten Leads oder Abschlüssen. Der Grund sind wiederkehrende Denkfehler und falsche Annahmen über das Modell.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche häufigen Fehler beim AIDA Modell Entscheider und Projektteams machen, wie sie sich konkret bemerkbar machen – und wie Sie AIDA praxisnah und wirksam im B2B-Kontext einsetzen.

Kurz erklärt: Was ist das AIDA Modell?
Das AIDA Modell beschreibt vier aufeinander folgende Schritte in der Kommunikation mit potenziellen Kunden:
- A – Attention: Aufmerksamkeit gewinnen
- I – Interest: Interesse für das Thema oder Angebot wecken
- D – Desire: Wunsch nach der Lösung oder Marke auslösen
- A – Action: Konkrete Handlung auslösen (z. B. Termin, Demo, Download)
Es ist damit ein einfaches, aber hilfreiches Denkmodell, um Botschaften zu strukturieren – allerdings nur, wenn es richtig verstanden und konsequent auf die Zielgruppe und den Kontext angewendet wird.
Warum das AIDA Modell in der Praxis so oft scheitert
Wenn Kampagnen „nach AIDA“ geplant wurden und trotzdem keine qualifizierten Leads oder Deals entstehen, liegt das selten am Modell selbst. Häufig sind es diese Ursachen:
- AIDA wird zu schematisch und losgelöst von der realen Buyer Journey genutzt.
- Teams setzen kreative Einfälle vor Klarheit und Relevanz.
- Die Besonderheiten von B2B-Kaufprozessen, Buying Center und längeren Entscheidungszyklen werden ignoriert.
- Es fehlen Messpunkte und Hypothesen, um zu prüfen, ob jede Stufe tatsächlich funktioniert.
Schauen wir uns die typischen Fehler Schritt für Schritt an.
Typische Fehler in den vier AIDA-Phasen
1. Fehler in der Attention-Phase: Laut statt relevant
Häufige Annahme: Aufmerksamkeit entsteht durch Lautstärke, Provokation oder Effekthascherei.
Typische Ausprägungen:
- Überschriften, die „irgendwie auffallen“, aber nicht zur Zielgruppe passen
- Clickbait-Formulierungen, die Erwartungen wecken, die der Inhalt nicht einlöst
- Kreative Visuals, die nicht mit dem eigentlichen Nutzen verbunden sind
- Allgemeine Floskeln wie „Die Zukunft Ihres Unternehmens beginnt jetzt“
Warum das problematisch ist:
- Sie gewinnen womöglich Aufmerksamkeit – aber von den falschen Personen.
- Ihre Wunschzielgruppe fühlt sich nicht ernstgenommen oder erkennt den Bezug zu ihrem Problem nicht.
- Sie verlieren Glaubwürdigkeit, bevor überhaupt Interesse entstehen kann.
Besser:
Fragen Sie in der Attention-Phase: „Woran erkennt meine Zielperson in 2–3 Sekunden, dass es um ihr konkretes Problem geht?“
Beispiele für saubere Attention im B2B:
- „IT-Projekte scheitern nicht an der Technik – sondern an fehlender Steuerung.“
- „Ihr Vertrieb verliert Chancen, weil Angebote zu spät und zu unklar kommen?“
- „Wie Sie Warteschleifen im Kundenservice um 40 % reduzieren – ohne zusätzliches Personal.“
Damit schaffen Sie Aufmerksamkeit durch Klarheit und Relevanz, nicht durch Lärm.
2. Fehler in der Interest-Phase: Inhalte ohne Problemfokus
Häufige Annahme: Ein paar Produktvorteile reichen, um Interesse zu wecken.
Typische Fehler:
- Frühzeitiger Einstieg in Features („Unser Tool bietet …“) statt in konkrete Schmerzpunkte
- Allgemeine Nutzenversprechen („mehr Effizienz“, „bessere Zusammenarbeit“) ohne Kontext
- Nur eine Perspektive adressiert, obwohl mehrere Stakeholder beteiligt sind (z. B. IT, Fachbereich, Geschäftsführung)
Interessensaufbau gelingt dann nicht, wenn Empfänger*innen nicht klar erkennen:
- Welches Problem wird konkret gelöst?
- Welche Konsequenzen hat es, wenn das Problem ungelöst bleibt?
- Für wen im Unternehmen verbessert sich konkret was?
Guter Interest-Content im B2B:
- Skizziert die aktuelle Situation („So sieht es heute bei vielen Unternehmen aus …“)
- Macht Auswirkungen greifbar (Zeitverlust, Kosten, Risiken, Frust)
- Stellt reale Szenarien dar („Der Vertrieb wartet auf Daten, die IT kämpft mit Excel-Reports …“)
3. Fehler in der Desire-Phase: Wunsch ohne Beweisführung
Häufige Annahme: Ein starkes Versprechen reicht, um Begehrlichkeit auszulösen.
Typische Fehler:
- Große Leistungsversprechen („Wir revolutionieren …“) ohne Belege oder Beispiele
- Kein sozialer Beweis: keine Referenzen, keine Zahlen, keine Cases
- Nur abstrakte Nutzenargumente, keine konkreten Veränderungen im Alltag der Nutzer
Desire entsteht nicht, weil Unternehmen behaupten, gut zu sein, sondern wenn Zielpersonen erkennen:
„Das könnte mein konkretes Problem wirklich lösen – und andere wie ich haben schon davon profitiert.“
Elemente, die in der Desire-Phase häufig fehlen:
- Kurz-Zitate von Kunden („Wir haben die Durchlaufzeit unserer Angebote halbiert.“)
- Zahlen vor und nach der Einführung (KPI-Entwicklung)
- Konkrete Anwendungsbeispiele: „So sieht ein Tag mit der neuen Lösung aus“
- Klarer Bezug zu Zielen von Management, Fachbereich und IT
4. Fehler in der Action-Phase: Hohe Hürden, unklare nächste Schritte
Häufige Annahme: Eine Call-to-Action-Schaltfläche reicht, um Handlungen auszulösen.
Typische Fehler:
- Vage Formulierungen wie „Mehr erfahren“ oder „Jetzt starten“, ohne zu sagen, was genau passiert
- Komplexe Formulare mit vielen Pflichtfeldern gleich beim ersten Kontakt
- Fehlende Optionen für unterschiedliche Entscheidungsstände (z. B. „nur informieren“ vs. „konkretes Projekt anfragen“)
Gute AIDA-Umsetzung erkennt man daran, dass die Action-Phase:
- Konkret ist („30-minütiges Erstgespräch buchen“, „Demo-Video ansehen“)
- Risikoarm wirkt („unverbindlich“, „keine Vorbereitung nötig“, „kostenloser Workshop“)
- Auf den Entscheidungsstand abgestimmt ist (Awareness, Consideration, Decision)
Beispiele:
- „Unverbindliches Erstgespräch buchen – wir prüfen gemeinsam, ob AIDA für Ihre Kommunikationsstrategie passt.“
- „Use-Case-Checkliste herunterladen, um Ihre nächste Kampagne strukturiert zu planen.“
Strategische Fehlannahmen rund um das AIDA Modell
Neben Fehlern in den einzelnen Phasen gibt es typische Missverständnisse auf strategischer Ebene.
5. AIDA als starre, lineare Abfolge verstehen
In vielen Präsentationen wird AIDA als Trichter dargestellt. Daraus entsteht die Vorstellung, jede Person durchläuft zwingend genau diese vier Schritte, in dieser Reihenfolge.
In der Realität:
- Manche kommen über eine Empfehlung direkt in die Interest-Phase.
- Bestehende Kunden sind längst im Desire, brauchen aber neue Action-Angebote.
- Im B2B steigen Stakeholder an unterschiedlichen Punkten ein (z. B. IT über „Interest“, Management über „Desire“).
Fehlerhafte Folgen:
- Zu starre Kampagnen, die nur einen Einstiegsweg vorsehen
- Inhalte, die alle Phasen gleichzeitig abdecken sollen – und dadurch niemanden wirklich treffen
Besser ist, AIDA als Denkrahmen zu sehen und sich zu fragen:
- Wo steigt welche Personengruppe typischerweise ein?
- Welche Signale zeigen mir, in welcher Phase sich jemand befindet?
- Welche Inhalte passen zu dieser Phase – und welche nicht?
6. AIDA ohne Bezug zur Customer Journey und zum Funnel nutzen
Oft wird AIDA isoliert betrachtet, ohne Verknüpfung zu:
- Gesamter Customer Journey (Pre-Sales, Onboarding, Nutzung, Erweiterung)
- Sales-Funnel (Lead, MQL, SQL, Opportunity, Kunde)
- Service- und After-Sales-Kommunikation
Dadurch entstehen Brüche:
- Marketing erzeugt Aufmerksamkeit und Interesse, ohne zu wissen, wann und wie Vertrieb übernimmt.
- Vertriebsunterlagen starten „bei Null“, statt an die bisherigen AIDA-Phasen anzuknüpfen.
- Nach dem Kauf findet kaum Kommunikation statt, die Desire und Action für Up- und Cross-Selling auslöst.
Nutzen Sie AIDA als Baustein innerhalb Ihrer gesamten Journey:
- Welche Touchpoints gehören zur Attention-Phase (z. B. LinkedIn, Messen, Gastbeiträge)?
- Welche Formate dienen vor allem dem Interest (z. B. Fachartikel, Webinare)?
- Wo verstärken Sie Desire (z. B. Case Studies, Referenzgespräche)?
- Welche Actions ermöglichen Sie in jeder Phase (z. B. Download, Live-Demo, Proof-of-Concept)?
7. AIDA 1:1 aus dem B2C in den B2B-Kontext übertragen
Ein weiterer häufiger Fehler: AIDA-Beispiele aus dem Konsumgütermarketing werden unreflektiert auf B2B übertragen.
Im B2B:
- Entscheidungen sind oft mehrstufig und teamgetrieben (Buying Center).
- Risiken wahrgenommener Fehlentscheidungen sind höher (Karriere, Budget, Sicherheit).
- Es gibt meist mehrere Use Cases und Integrationsanforderungen.
Fehlerhafte Folge:
Die Kommunikation spricht nur „den einen Entscheider“ an – häufig in einer stark vereinfachten Problemwelt – und ignoriert die Bedürfnisse von:
- IT (Sicherheit, Integration, Wartung)
- Fachbereich (Bedienbarkeit, Prozessfit)
- Management (ROI, Skalierbarkeit, Strategie-Fit)
- Einkauf (Vertragsbedingungen, Kostenstruktur)
Besser:
- AIDA pro Stakeholder-Gruppe durchdenken
- Content so strukturieren, dass verschiedene Perspektiven klar adressiert werden
- Materialien bereitstellen, mit denen ein interner Champion andere Stakeholder überzeugen kann
8. Ein AIDA-Framework für alle Segmente
Viele Unternehmen entwickeln ein Kampagnenkonzept nach AIDA und spielen es an alle Zielsegmente aus – unabhängig von Branche, Reifegrad oder Use Case.
Das führt zu:
- Beliebigen Botschaften („für alle relevant, für niemanden wirklich treffend“)
- Geringer Response, weil sich niemand konkret angesprochen fühlt
- Falschen Learnings („AIDA funktioniert bei uns nicht“) – obwohl das Problem in der Segmentierung liegt
Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie:
- Segmente definieren (z. B. Unternehmensgröße, Branche, Digitalisierungsgrad)
- Für die wichtigsten Segmente jeweils ein spezifisches AIDA-Szenario ausarbeiten
- Mit einem priorisierten Segment starten und dort systematisch testen
9. Kein klares Zusammenspiel von AIDA und Kanälen
Das AIDA Modell sagt nichts darüber aus, auf welchen Kanälen Sie die Phasen umsetzen. In der Praxis werden jedoch oft:
- zu viele Botschaften in einen einzelnen Kanal gepresst (z. B. eine „All-in-one“-Landingpage),
- oder alle Kanäle mit identischen Botschaften bespielt, obwohl sie unterschiedliche Rollen haben.
Beispiele für ein abgestimmtes Zusammenspiel:
- Attention: LinkedIn-Post, Fachnewsletter-Teaser, Messeauftritt
- Interest: Blogartikel, Whitepaper, Webinar
- Desire: Case Study, ROI-Kalkulation, Referenzgespräch
- Action: Terminbuchungsseite, Angebotsanforderung, Testzugang
Stellen Sie sich die Frage:
„Welcher Kanal eignet sich am besten für welche AIDA-Phase – und welche Rolle spielt er in unserer übergreifenden Journey?“
Operative Fehler bei der Umsetzung des AIDA Modells
Neben strategischen Missverständnissen gibt es klare operative Fehler, die Sie leicht vermeiden können.
10. Fehlende Hypothesen und KPIs pro AIDA-Phase
Viele Kampagnen starten ohne greifbare Hypothesen:
- Was soll sich in welcher Phase verbessern?
- Welche Kennzahlen zeigen das?
- Welche Signale weisen darauf hin, dass eine Phase nicht funktioniert?
Beispiele für sinnvolle Metriken:
- Attention: Impressionen, Sichtbarkeitsindex, Scroll-Tiefe, Verweildauer der ersten Sekunden
- Interest: Klickrate auf weiterführende Inhalte, Scrolltiefe im Artikel, Interaktionen
- Desire: Anfragen nach Referenzen, Downloads von Case Studies, Terminbuchungen
- Action: Conversion-Rate, No-Show-Rate bei Terminen, Abschlussquote aus Terminen
Ohne solche Messpunkte bleiben viele Optimierungspotenziale unsichtbar.
11. Keine Abstimmung zwischen Marketing, Vertrieb und Fachbereichen
Ein klassischer Fehler im B2B:
- Marketing baut AIDA-Kampagnen
- Vertrieb hat eine andere Storyline und andere Argumente
- Fachbereiche haben wieder eine andere Sicht auf Problem und Lösung
Konsequenz:
- Brüche in der Wahrnehmung auf Kundenseite („Das klingt im Pitch ganz anders als auf der Website“)
- Unsicherheit bei Stakeholdern („Wer erzählt mir die Wahrheit?“)
- Verzögerte oder scheiternde Entscheidungen
Besser:
- AIDA-Story gemeinsam entwickeln: Marketing, Vertrieb, relevante Fachbereiche
- Prüfen, ob die Kernbotschaften konsistent durch alle Materialien laufen
- Schulungen oder Playbooks bereitstellen, damit alle Beteiligten die gleiche Geschichte erzählen
12. Zu wenig konkrete Beispiele und Anwendungsfälle
Rein abstrakte Darstellungen von Attention, Interest, Desire und Action bleiben austauschbar.
Entscheider und Projektverantwortliche wollen erkennen:
- „Wie sieht das konkret bei uns aus?“
- „Was würde sich im Alltag meiner Teams verändern?“
- „Wie unterstützen wir interne Entscheidungsprozesse?“
Statt nur zu erklären, was AIDA ist, zeigen Sie immer:
- Beispielszenarien aus typischen Kundensituationen
- Vorher–Nachher-Bilder (z. B. Prozessablauf vor/nach Einführung)
- Beispiele für E-Mails, Landingpages oder Sales-Pitches, die nach AIDA strukturiert sind
Praxisleitfaden: Wie Sie Fehler beim AIDA Modell gezielt vermeiden
Damit Sie AIDA im Unternehmen wirksam nutzen, helfen diese Schritte.
Schritt 1: AIDA auf Ihre Zielkunden und Stakeholder übersetzen
- Definieren Sie klare Personas bzw. Rollen (IT-Leiter, Fachbereichsleitung, CFO, Einkauf).
- Beschreiben Sie für jede Rolle:
- aktuelle Situation und Herausforderungen
- Ziele und Erfolgskennzahlen
- Risiken, die sie vermeiden möchte
Erarbeiten Sie dann für jede Persona je Phase:
- Attention: Was fällt dieser Person ins Auge?
- Interest: Welche Probleme und Fragen beschäftigen sie wirklich?
- Desire: Welche Ergebnisse würden sie überzeugen?
- Action: Welche „nächste Stufe“ fühlt sich für sie realistisch und risikoarm an?
Schritt 2: Content- und Kanalplanung entlang der AIDA-Phasen
Erstellen Sie eine einfache Matrix:
| Phase | Zielpersona | Kernbotschaft | Content-Format | Kanal(e) | KPI |
|---|---|---|---|---|---|
| Attention | IT-Leitung | Problemfokus | LinkedIn-Post | LinkedIn, Newsletter | CTR, Impressions |
| Interest | IT-Leitung | Szenarien | Fachartikel, Webinar | Website, E-Mail | Verweildauer, Teilnahmen |
| Desire | IT-Leitung | Nutzenbelege | Case Study, ROI-Sheet | Sales-Unterlagen | Downloads, Anfragen |
| Action | IT-Leitung | Nächster Schritt | Termin-Landingpage | Website, direkter Link | Conversion-Rate |
So sehen Sie auf einen Blick:
- wo Sie noch Inhalte brauchen,
- wo Botschaften überladen sind,
- und welche KPIs für welche Phase relevant sind.
Schritt 3: Klarer Storyfaden statt Sammelsurium
Viele AIDA-Umsetzungen scheitern, weil jede Phase für sich optimiert wird, aber der rote Faden fehlt. Achten Sie auf:
- Wiedererkennbare Hauptbotschaft („Worum geht es hier eigentlich?“)
- Konsistente Tonality und Argumentationslinie
- Klaren logischen Übergang von Phase zu Phase
Fragen Sie sich:
- „Könnte eine Person, die nur Aufmerksamkeit und Interesse mitbekommen hat, meiner Desire-Phase noch folgen?“
- „Ergibt die gewünschte Action aus Sicht der Zielperson auf Basis der vorherigen Phasen Sinn?“
Schritt 4: Hypothesen formulieren und testen
Statt eine AIDA-Kampagne „fertig zu planen“, denken Sie in Hypothesen:
- „Wir glauben, dass IT-Leiter besonders gut auf Problem X reagieren.“
- „Wir gehen davon aus, dass eine konkrete ROI-Zahl in der Desire-Phase die Terminbuchung erhöht.“
Leiten Sie daraus ab:
- Welche Elemente Sie testen (z. B. zwei unterschiedliche Problemfokusse in der Attention-Phase)
- Welche Kennzahlen Sie vergleichen (z. B. Klickrate, Terminbuchungsrate)
- Welche Konsequenzen Sie aus den Ergebnissen ziehen (Optimierung, andere Zielsegmente, andere Botschaften)
Schritt 5: AIDA-Framework regelmäßig überprüfen und aktualisieren
Märkte, Technologien und interne Prioritäten ändern sich – Ihr AIDA-Setup sollte das widerspiegeln. Prüfen Sie regelmäßig:
- Passen die beschriebenen Probleme und Ziele noch zur Realität Ihrer Zielkunden?
- Haben sich Entscheidungswege oder Rollen im Buying Center verändert?
- Sind Botschaften, die früher Aufmerksamkeit erzeugt haben, heute abgenutzt?
Nehmen Sie diese Reviews bewusst vor, z. B. quartalsweise, statt AIDA-Kampagnen mehrere Jahre unverändert laufen zu lassen.
Beispiel: AIDA korrekt im B2B-Projektkontext angewendet
Angenommen, ein Beratungsunternehmen unterstützt Kunden bei der Einführung eines standardisierten Projektmanagement-Frameworks.
Attention
„Ihre Projekte starten ambitioniert – und landen am Ende doch in Budget- und Zeitproblemen?“
Interest
- Kurze Beschreibung des typischen Projektalltags
- Klare Folgen: Überstunden, unklare Verantwortlichkeiten, Frust im Management
- Einordnung: „Wir sehen dieses Muster in vielen Unternehmen mit mehr als X parallel laufenden Projekten.“
Desire
- Konkreter Case: „Durch Einführung eines standardisierten Frameworks konnte ein Kunde die Projektdurchlaufzeit um 20 % verkürzen.“
- Beschreibung, wie sich der Alltag von Projektleitern und Teams verändert hat
- Kurzstatement des Kunden („Endlich haben wir vergleichbare Projektstatus und verlässliche Entscheidungen.“)
Action
- Klar definierter nächster Schritt: „Kostenlose Projektlandschaft-Analyse (60 Minuten) – wir identifizieren gemeinsam die drei größten Hebel für Ihr Projektportfolio.“
- Erklärung, was in diesen 60 Minuten passiert
- Niedrige Einstiegshürde („ohne Vorbereitung“, „kein Verkaufs-Pitch, sondern Statusaufnahme“)
Dieses Beispiel zeigt: AIDA wird nicht als starre Formel, sondern als Guideline für eine nachvollziehbare Story genutzt.
Fazit Häufige Fehler beim AIDA Modell: AIDA bleibt wertvoll – wenn Sie typische Fehler vermeiden
Das AIDA Modell ist weder veraltet noch „zu simpel“ – es wird in der Praxis nur häufig falsch eingesetzt. Wenn Sie:
- Aufmerksamkeit über Relevanz statt Lautstärke erzeugen,
- Interesse durch echte Problemorientierung wecken,
- Desire mit Belegen, Cases und klaren Alltagsszenarien aufbauen,
- Action als konkreten, risikoarmen nächsten Schritt gestalten,
- und das Ganze konsequent mit Ihrer Customer Journey, Segmentierung und den B2B-Besonderheiten verknüpfen,
dann wird AIDA zu einem sehr wirkungsvollen Instrument für Ihre Marketing- und Vertriebskommunikation.
Wenn Sie Ihre bestehende Kommunikation oder eine geplante Kampagne kritisch auf häufige Fehler beim AIDA Modell prüfen möchten, lohnt sich ein externer Blick. PURE Consultant unterstützt Unternehmen dabei, Botschaften zu schärfen, AIDA strukturiert in die Customer Journey einzubetten und Kampagnen so aufzusetzen, dass sie nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern messbar zu besseren Projekten, Leads und Abschlüssen führen.