Typische Sprint-Review-Fehler – Ein gelungenes Sprint Review ist einer der wichtigsten Hebel, damit Scrum in der Praxis wirklich Wirkung entfaltet. In vielen Organisationen verkommt dieses Event jedoch zur Pflichtübung – mit hohem Zeitaufwand, aber wenig Erkenntnisgewinn. Der Preis: verpasste Chancen, Fehlentwicklungen im Produkt und wachsende Frustration im Team. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche typischen Sprint-Review-Fehler sich in der Praxis immer wieder zeigen, woran Sie sie erkennen und wie Sie Ihr eigenes Sprint Review so gestalten, dass es echten Mehrwert für Business, Stakeholder und Team liefert.

Was ist ein Sprint Review?
Ein Sprint Review ist ein regelmäßiges Treffen am Ende jedes Sprints, in dem das Scrum Team gemeinsam mit Stakeholdern das erreichte Produktinkrement begutachtet, Feedback einholt und die nächsten Schritte für die Produktentwicklung ableitet. Im Mittelpunkt steht das Ergebnis des Sprints und sein Beitrag zum Produktziel – nicht der individuelle Leistungsnachweis einzelner Teammitglieder.
Kernmerkmale eines wirksamen Sprint Reviews sind:
- Sichtbares Produktinkrement (z. B. Demo einer neuen Funktion)
- Reales Feedback von relevanten Stakeholdern
- Gemeinsames Verständnis über den aktuellen Produktstand
- Erste Weichenstellungen für die kommenden Sprints
Warum Sprint Reviews für den Projekterfolg entscheidend sind
Richtig durchgeführt, ist das Sprint Review der Ort, an dem Produktverantwortung sichtbar wird und echte Business-Priorisierung stattfindet. Es erfüllt mehrere zentrale Funktionen:
- Frühes Risiko-Management: Fehler, Missverständnisse oder falsche Annahmen werden früh erkannt, statt spät und teuer korrigiert.
- Business-Alignment: Fachbereich, Management und Entwicklung gleichen regelmäßig Erwartungen, Prioritäten und Produktvision ab.
- Transparenz: Alle Beteiligten sehen, was tatsächlich fertiggestellt wurde – nicht nur, was laut Plan hätte fertig sein sollen.
- Lernschleifen: Feedback aus Markt, Fachbereichen und Nutzern fließt kontinuierlich in das Backlog ein.
- Verbindlichkeit: Das Team zeigt Ergebnisse, nicht Aktivität. Entscheidungen werden daten- und feedbackbasiert getroffen.
Wenn Sprint Reviews jedoch falsch verstanden oder schlecht durchgeführt werden, verlieren sie diesen Nutzen – und genau hier setzen die typischen Sprint-Review-Fehler an.
Typische Sprint-Review-Fehler im Überblick
Häufige Fehler im Sprint Review lassen sich in der Praxis immer wieder beobachten. Die wichtigsten sind:
- Sprint Review als reines Statusmeeting oder Reporting
- Keine oder die falschen Stakeholder im Raum
- Verwechslung von Sprint Review und Retrospektive
- Unklare Ziele und Erfolgskriterien des Sprints
- Fokus auf Technik statt auf Business-Mehrwert
- Schlechte Vorbereitung und fehlende Struktur
- Kein Follow-up: Feedback führt zu keiner Änderung
- Remote-Reviews ohne professionelle Moderation
Im Folgenden betrachten wir diese Fehler im Detail – inklusive konkreter Maßnahmen, wie Sie sie vermeiden.
Fehler 1: Sprint Review als Statusmeeting oder PowerPoint-Show
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Der größte Teil der Zeit besteht aus Folienpräsentationen.
- Es werden Zahlen, Tickets und Auslastung berichtet („Wir haben 35 Story Points geschafft“), aber kaum Produktfunktionen gezeigt.
- Stakeholder hören vor allem Statusberichte, können aber nichts wirklich „in die Hand“ nehmen oder ausprobieren.
- Das Meeting fühlt sich an wie ein klassisches Projekt-Statusmeeting – nur mit Scrum-Begriffen versehen.
Warum das problematisch ist
- Der Fokus verschiebt sich von Wertschöpfung („Was können Nutzer jetzt Neues tun?“) hin zu Auslastung und Aktivität.
- Stakeholder geben eher Meinungen zum Projektfortschritt ab, statt qualifiziertes Feedback zum Produkt zu liefern.
- Fehlentwicklungen im Produkt werden spät erkannt, weil kaum echte Nutzungsszenarien präsentiert werden.
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Produkt statt PowerPoint: Zeigen Sie konsequent das Produktinkrement live – auch wenn es nur kleine Schritte sind.
- User Flows demonstrieren: Präsentieren Sie typische Nutzungsszenarien („Wie arbeitet ein Kunde jetzt mit der neuen Funktion?“).
- Kennzahlen einbetten: Wenn Sie Metriken vorstellen, dann immer im Kontext des Produktnutzens („Was hat der Kunde davon?“).
- Minimieren Sie reine „Status-Folien“ auf das Notwendigste oder ersetzen Sie sie vollständig.
Fehler 2: Keine oder die falschen Stakeholder im Sprint Review
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Im Sprint Review sind fast ausschließlich das Entwicklungsteam und gelegentlich der Product Owner anwesend.
- Fachbereiche, Kunden, Vertrieb oder Management nehmen selten oder nur sporadisch teil.
- Es entsteht kaum Diskurs über Business-Prioritäten, Marktentwicklungen oder Nutzerfeedback.
Warum das problematisch ist
- Das Sprint Review verkommt zu einer internen Bestätigungsschleife ohne echten Reality-Check.
- Wichtige Entscheidungen werden außerhalb des Reviews getroffen – oft ohne Einbindung des Entwicklungsteams.
- Fehlentwicklungen ziehen sich über mehrere Sprints, weil das kritische Feedback fehlt.
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Stakeholder bewusst auswählen: Laden Sie gezielt Vertreter der wichtigsten Nutzergruppen, Fachbereiche und Entscheider ein.
- Regelmäßigkeit sicherstellen: Vereinbaren Sie feste Termine im Kalender wichtiger Stakeholder, statt ad-hoc einzuladen.
- Erwartungen klären: Kommunizieren Sie im Vorfeld klar, dass es um Feedback und gemeinsames Lernen geht – nicht um Abnahme-Rituale oder Schuldzuweisungen.
- Teilnahmequalität beobachten: Überprüfen Sie regelmäßig, ob die richtigen Personen teilnehmen oder ob zusätzliche Perspektiven gebraucht werden.
Fehler 3: Sprint Review wird mit der Retrospektive verwechselt
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Ein Großteil des Meetings dreht sich um interne Prozessfragen („Wir brauchen andere Tools“, „Unsere Meetings sind zu lang“).
- Es werden Teamkonflikte diskutiert oder Arbeitsweisen kritisiert, statt über das Produkt zu sprechen.
- Am Ende gibt es kaum Klarheit über Konsequenzen für das Backlog, aber viele offene Themen zur Zusammenarbeit.
Warum das problematisch ist
- Die eigentliche Zielsetzung des Sprint Reviews – das Produkt inkrementell zu optimieren – tritt in den Hintergrund.
- Stakeholder sitzen unbeteiligt in Diskussionen über Teamdynamik, die in die Retrospektive gehören.
- Beide Events verlieren an Wirkung: weder ein fokussiertes Review noch eine saubere Retro findet statt.
Klarer Unterschied (kurze Definition)
- Sprint Review: Fokus auf Produkt und Wertschöpfung – Was wurde erreicht? Was lernen wir daraus? Wie geht es im Backlog weiter?
- Retrospektive: Fokus auf Prozess und Zusammenarbeit – Wie haben wir gearbeitet? Was sollten wir verbessern?
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Trennen Sie die Termine konsequent: eigener Slot, eigener Fokus, eigene Agenda.
- Halten Sie Diskussionen über Zusammenarbeit im Review bewusst kurz und verweisen Sie auf die Retrospektive.
- Nutzen Sie im Sprint Review eine einfache Leitstruktur: Ziel – Ergebnisse – Feedback – Auswirkungen auf das Backlog.
Fehler 4: Unklare Ziele und Erfolgskriterien des Sprints
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Auf die Frage „Was war das Sprint-Ziel?“ kommen unterschiedliche Antworten.
- Es wird eine Liste von erledigten Tickets präsentiert, aber niemand kann klar sagen, welchen Beitrag diese zum Produktziel leisten.
- Stakeholder tun sich schwer, die Relevanz der gezeigten Funktionalitäten für Business und Nutzer einzuschätzen.
Warum das problematisch ist
- Ohne klares Sprint-Ziel wird das Sprint Review zur Abhak-Liste statt zu einem echten Lern- und Entscheidungstermin.
- Feedback bleibt unspezifisch („Ganz okay“, „Sieht gut aus“), weil der Maßstab fehlt.
- Prioritäten verschwimmen – sowohl im Team als auch bei Stakeholdern.
Wie formuliert man sinnvolle Ziele für das Sprint Review?
Ein gutes Sprint-Ziel beschreibt in ein bis zwei Sätzen, welchen geschäftlichen oder nutzerbezogenen Fortschritt das Team im Sprint erreichen möchte, z. B.:
- „Kunden können ihre Rechnungen nun selbstständig herunterladen, um Support-Aufwand zu reduzieren.“
- „Vertrieb erhält ein erstes nutzbares Dashboard zu Leads, um Potenziale schneller zu erkennen.“
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Definieren Sie zu Sprint-Beginn ein klar verständliches Sprint-Ziel – und erinnern Sie im Review explizit daran.
- Leiten Sie die Präsentation mit dem Ziel ein: „Unser Fokus in diesem Sprint war …“
- Bewerten Sie am Ende gemeinsam: „Inwieweit haben wir dieses Ziel erreicht?“
- Nutzen Sie einfache Erfolgskriterien (z. B. Akzeptanzkriterien, erste Messwerte, interne Tests), um Zielerreichung greifbar zu machen.
Fehler 5: Fokus auf Technik statt auf Business-Mehrwert
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Entwickler erklären lange technische Details, Architekturen oder Implementierungs-Tricks.
- Fachliche Stakeholder steigen aus, stellen weniger Fragen und wirken zunehmend passiv.
- Es gibt kaum Bezug zu Geschäftsprozessen, Kundennutzen oder Kennzahlen.
Warum das problematisch ist
- Das Sprint Review verliert seine Brückenfunktion zwischen Business und IT.
- Relevantes Feedback bleibt aus, weil Fachbereiche sich nicht wirklich abgeholt fühlen.
- Entscheidungen über Prioritäten basieren eher auf Meinung als auf gemeinsamem Verständnis.
So sprechen Sie im Sprint Review die Sprache der Entscheider
- Use Cases statt Code: Erklären Sie neue Funktionen anhand konkreter Anwendungsfälle („Ein Sachbearbeiter kann jetzt …“).
- Business-Effekte benennen: Stellen Sie den Beitrag zu Zielen wie Effizienz, Umsatz, Qualität oder Kundenzufriedenheit heraus.
- Einfachheit vor Vollständigkeit: Lieber weniger technische Tiefe, dafür klares Verständnis bei allen Beteiligten.
- Visualisierungen nutzen: Kurze Demos, Prozessskizzen oder Screenshots helfen mehr als technische Diagramme.
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Product Owner übernimmt bewusst die Rolle des Übersetzers zwischen Technik und Business.
- Entwicklungsteam bereitet 1–2 kurze, verständliche Demos pro Sprint-Fokus vor.
- Komplexe technische Themen werden – falls nötig – in separate Fachrunden ausgelagert, nicht im Sprint Review ausdiskutiert.
Fehler 6: Schlechte Vorbereitung und fehlende Struktur
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Das Meeting startet verspätet, Agenda und Zielsetzung sind unklar.
- Demos werden ad hoc zusammengeklickt, es gibt technische Probleme.
- Diskussionen springen unstrukturiert zwischen Themen, Storys und Fachbereichen.
- Das Review endet abrupt, ohne klare Zusammenfassung oder nächste Schritte.
Warum das problematisch ist
- Stakeholder empfinden das Sprint Review als ineffizient und meiden künftig die Teilnahme.
- Wichtige Punkte werden übersehen oder gehen in der Diskussion unter.
- Die Wirkung des Events sinkt, obwohl Zeitinvest und Teilnehmerkreis hoch sind.
Checkliste für ein gut vorbereitetes Sprint Review
Vor dem Review:
- Sprint-Ziel und Storys, die dieses Ziel unterstützen, sind klar.
- Kurze Demos für wesentliche Funktionen sind vorbereitet und technisch getestet.
- Agenda ist vorab kommuniziert, inkl. Zeitbudget pro Block.
- Relevante Stakeholder sind eingeladen und kennen den Fokus.
Während des Reviews:
- Klarer Einstieg: Ziel, Agenda, Dauer.
- Strukturierter Ablauf (z. B. nach Themen, nicht nach Tickets).
- Zeit für Fragen und Feedback nach jeder Demo.
- Sichtbare Dokumentation wichtiger Erkenntnisse (z. B. auf einem Board oder in einem gemeinsamen Dokument).
Am Ende des Reviews:
- Gemeinsame Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.
- Sichtbare Implikationen für das Product Backlog.
- Klärung offener Punkte und Verantwortlichkeiten.
Fehler 7: Kein Follow-up – Feedback versandet
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Stakeholder geben im Sprint Review regelmäßig Feedback, sehen aber in späteren Reviews kaum Berücksichtigung.
- Die gleichen Kritikpunkte oder Wünsche kommen immer wieder auf.
- Product Backlog und Entscheidungen wirken für Außenstehende intransparent.
Warum das problematisch ist
- Stakeholder verlieren Vertrauen in den Sinn des Sprint Reviews („Es ändert ja doch nichts“).
- Wichtige Informationen und Verbesserungspotenziale bleiben ungenutzt.
- Das Review wird zum Ritual ohne Wirksamkeit – und damit aus Sicht vieler Beteiligter verzichtbar.
Wie stellen Sie sicher, dass aus Feedback echte Entscheidungen werden?
- Feedback sichtbar festhalten: Notieren Sie wichtige Punkte direkt im Review – für alle sichtbar.
- Kategorisieren: Unterscheiden Sie klar zwischen „sofort umsetzbar“, „prüfungsbedürftig“ und „derzeit nicht priorisiert“.
- Backlog-Pflege: Überführen Sie beschlossene Anpassungen zeitnah ins Product Backlog (inkl. Klarheit über Priorität).
- Transparenz schaffen: Im nächsten Review kurz darauf eingehen, was mit dem Feedback des letzten Termins passiert ist.
So vermeiden Sie diesen Fehler
- Product Owner übernimmt konsequent die Verantwortung für Nachverfolgung und Kommunikation von Entscheidungen.
- Nutzen Sie einfache visuelle Hilfsmittel (z. B. Feedback-Board mit Status) statt nur Notizen in persönlichen Dokumenten.
- Verankern Sie im Ablauf des Reviews einen festen Block „Was haben wir aus dem letzten Review umgesetzt oder bewusst verworfen?“.
Fehler 8: Remote- oder Hybrid-Reviews ohne professionelle Moderation
Woran Sie diesen Fehler erkennen
- Online-Teilnehmer sind praktisch stumm; nur die Personen im Raum sprechen.
- Technische Probleme (Audio, Screensharing) fressen viel Zeit.
- Interaktion läuft fast nur zwischen Moderator und einzelnen Stakeholdern, nicht im Plenum.
- Feedback erfolgt hauptsächlich „nach dem Termin“ in separaten Kanälen.
Warum das problematisch ist
- Wichtige Perspektiven gehen verloren, weil sich Remote-Teilnehmer weniger einbringen.
- Das Sprint Review bildet nicht mehr die ganze Stakeholder-Landschaft ab.
- Entscheidungen basieren auf einem verzerrten Bild (laute Stimmen statt kompletter Sicht).
So gestalten Sie wirksame Sprint Reviews im Remote- oder Hybrid-Setup
- Technik vorab testen: Audio, Video, Screensharing, gemeinsame Whiteboards.
- Gleiche Bedingungen schaffen: Bei Hybrid-Meetings möglichst „One Person, One Screen“ statt ein großer Konferenzraum plus einzelne Remote-Teilnehmer.
- Moderationsregeln vereinbaren: Handzeichen-Funktion, Chat, gezielte Fragen an Remote-Teilnehmer.
- Interaktive Elemente nutzen: Kurze Umfragen, digitale Boards, strukturierte Feedback-Runden.
- Rollen klären: Moderator (häufig Scrum Master) achtet auf Beteiligung, Product Owner auf Inhalte und Entscheidungen.
Wie erkenne ich, ob unser Sprint Review funktioniert?
Stellen Sie sich regelmäßig folgende Fragen:
- Wird in jedem Review ein sichtbares Produktinkrement gezeigt, das Stakeholder nachvollziehen können?
- Nehmen die richtigen Stakeholder teil und bringen sich aktiv ein?
- Gibt es zu Beginn Klarheit über Sprint-Ziel und Agenda?
- Entstehen aus dem Review konkrete Anpassungen im Product Backlog?
- Erleben Stakeholder das Sprint Review als hilfreichen Termin – oder eher als Pflichtveranstaltung?
Wenn Sie mehrere Fragen eher mit „Nein“ beantworten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich typische Sprint-Review-Fehler eingeschlichen haben.
Best Practices für wirksame Sprint Reviews
Zum Abschluss eine kompakte Liste von Empfehlungen, wie Sie Fehler im Sprint Review vermeiden und das volle Potenzial ausschöpfen:
- Zielklarheit herstellen
- Jedes Sprint Review startet mit dem Sprint-Ziel und dessen Business-Relevanz.
- Am Ende wird die Zielerreichung gemeinsam reflektiert.
- Produktinkrement konsequent in den Mittelpunkt stellen
- Live-Demos entlang realer Nutzungsszenarien.
- Fokus auf Nutzen, nicht auf technische Umsetzung.
- Stakeholder bewusst einbinden
- Relevante Rollen (Fachbereiche, Kundenvertreter, Management) sind regelmäßig dabei.
- Feedback wird aktiv eingefordert und sichtbar dokumentiert.
- Klare Struktur und Zeitführung
- Feste Agenda, Zeitrahmen und Moderation.
- Strukturierte Blöcke: Ziel – Demo – Fragen – Konsequenzen.
- Feedback in Entscheidungen übersetzen
- Wichtige Erkenntnisse landen zeitnah im Product Backlog.
- Im nächsten Review wird transparent gemacht, was umgesetzt oder verworfen wurde.
- Prozessfragen in die Retrospektive verlagern
- Sprint Review bleibt produktfokussiert.
- Team-interne Themen werden in der Retro vertieft, nicht im Review.
- Remote-Fähigkeit ernst nehmen
- Professionelles Setup und klare Moderation.
- Tools und Formate, die aktive Beteiligung fördern.
Fazit Typische Sprint-Review-Fehler: Sprint-Review-Fehler als Chance zur Professionalisierung nutzen
Typische Sprint-Review-Fehler entstehen selten aus mangelndem Willen, sondern meist aus unklaren Erwartungen, fehlendem Verständnis des Formats oder aus alten Meeting-Gewohnheiten. Die gute Nachricht: Schon wenige gezielte Anpassungen reichen oft aus, um das Sprint Review von einer Pflichtübung zu einem echten Steuerungsinstrument für Ihre Produktentwicklung zu machen.
Wenn Sie Ihre bestehenden Formate kritisch hinterfragen, Stakeholder gezielt einbinden und Ihr Review klar auf Produktnutzen und Entscheidungen ausrichten, schaffen Sie eine Umgebung, in der Scrum seine Stärken voll ausspielen kann – Transparenz, frühes Lernen und konsequente Ausrichtung am Business-Mehrwert.
Falls Sie Ihre Sprint Reviews oder Ihre gesamte Scrum-Implementierung professionell auf den Prüfstand stellen möchten, kann eine externe, erfahrene Perspektive helfen. Die Beraterinnen und Berater von PURE Consultant unterstützen Unternehmen dabei, agile Events wie das Sprint Review gezielt zu schärfen, auf Ihre Organisation zuzuschneiden und nachhaltig wirksam zu verankern – von der Konzeption bis zur Begleitung in der Praxis.