Vorgehensmodell der Prozessmanagement Beratung – In vielen Unternehmen werden Prozesse „nebenbei“ optimiert – mit viel Aufwand, aber wenig nachhaltigem Effekt. Projekte laufen an, Begeisterung ist kurz da, verpufft aber wieder im Tagesgeschäft. Ein klares Vorgehensmodell der Prozessmanagement Beratung schafft hier den Unterschied: Es strukturiert den Weg von der ersten Idee bis zur nachhaltigen Verankerung. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein professionelles Vorgehensmodell aussieht, welche Phasen typischerweise durchlaufen werden und worauf Entscheider, Projektmanager und Fachbereiche achten sollten, damit Prozessmanagement messbar wirkt.

Warum ein klares Vorgehensmodell im Prozessmanagement unverzichtbar ist
Geschäftsprozesse sind das Rückgrat jedes Unternehmens – gleichzeitig sind sie häufig historisch gewachsen, intransparent und stark von Einzelpersonen abhängig. Typische Symptome:
- Hohe Durchlaufzeiten und Medienbrüche
- Doppelarbeiten und manuelle Workarounds
- Unklare Verantwortlichkeiten („Wer entscheidet eigentlich?“)
- Unterschiedliche Prozessvarianten in Bereichen oder Standorten
- IT-Systeme, die die Abläufe eher behindern als unterstützen
Ohne strukturiertes Vorgehen führt Prozessmanagement schnell zu:
- reinen „Dokumentationsprojekten“ ohne echte Veränderung,
- kosmetischen Anpassungen an Teilprozessen,
- oder isolierten IT-Projekten, die am eigentlichen Problem vorbeigehen.
Ein konsequent angewendetes Vorgehensmodell sorgt dafür, dass:
- Ziele früh geklärt und priorisiert werden,
- alle relevanten Stakeholder eingebunden sind,
- fachliche und technische Sicht zusammengeführt werden,
- Ergebnisse messbar und überprüfbar bleiben.
Was versteht man unter einem Vorgehensmodell in der Prozessmanagement Beratung?
Ein Vorgehensmodell der Prozessmanagement Beratung beschreibt die strukturierte Abfolge von Phasen, Aktivitäten und Ergebnissen, mit denen Prozesse analysiert, gestaltet und nachhaltig verbessert werden.
Kurz gesagt:
Es ist der „roter Faden“, der ein Prozessmanagement-Projekt von der Auftragsklärung bis zur Umsetzung und laufenden Optimierung führt.
Typische Elemente eines Vorgehensmodells:
- Phasen (z. B. Analyse, Design, Umsetzung, Verankerung)
- Kernaktivitäten je Phase (Workshops, Interviews, Modellierung, Tests usw.)
- Methoden & Werkzeuge (z. B. BPMN, SIPOC, Value Stream Mapping, Process Mining)
- Ergebnisse/Deliverables (Prozesslandkarte, Soll-Prozessmodelle, Kennzahlenset, Umsetzungsplan)
- Rollen & Verantwortlichkeiten (Prozessverantwortliche, Projektleitung, Fachexperten, IT)
Ein gutes Vorgehensmodell ist kein starres Schema, sondern ein anpassbarer Rahmen, der an Unternehmensgröße, Branche, Komplexität und Reifegrad des Prozessmanagements angepasst wird.
Ziele und Nutzen eines strukturierten Vorgehens
Ein professionelles Vorgehensmodell in der Prozessberatung verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig:
- Transparenz schaffen
- Klarheit über End-to-End-Prozesse, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten
- Effizienz und Qualität steigern
- Reduzierung von Durchlaufzeiten, Fehlerquoten, Nacharbeiten
- Kundennutzen erhöhen
- Bessere Service-Level, höhere Termintreue, konsistentes Kundenerlebnis
- Organisation befähigen
- Rollen (z. B. Prozesseigner) etablieren, Methodenkompetenz aufbauen
- Veränderungen steuern
- Prozessänderungen planbar machen, Change Management unterstützen
- Nachhaltigkeit sichern
- Kennzahlen, Regelkommunikation und Verbesserungszyklen etablieren
Gerade für Entscheider ist wichtig: Ein klares Vorgehensmodell macht Projekte planbar, steuerbar und vergleichbar – über Bereiche, Standorte und Zeiträume hinweg.
Die 6 zentralen Phasen im Vorgehensmodell der Prozessmanagement Beratung
Im Folgenden ein praxiserprobtes Phasenmodell, wie es in vielen Beratungsprojekten eingesetzt wird. Die Bezeichnungen können variieren, der Kern bleibt ähnlich.
1. Auftragsklärung & Scoping
In der ersten Phase wird der Rahmen des Prozessmanagement-Projekts gemeinsam mit dem Auftraggeber geschärft.
Ziele:
- Geschäftliche Ziele und Erfolgsgrößen klären
- Relevante Prozesse und Prozessketten abgrenzen (Scope)
- Stakeholder identifizieren und Rollen festlegen
- Projektrisiken, Abhängigkeiten und Rahmenbedingungen verstehen
Zentrale Fragen:
- Welches Problem soll gelöst werden – und wie ist es messbar?
- Welche End-to-End-Prozesse stehen im Fokus (z. B. „Order-to-Cash“, „Hire-to-Retire“)?
- Wer entscheidet über Prioritäten und Freigaben?
- Welche laufenden Initiativen (z. B. ERP-Einführung, Organisationsprojekt) sind betroffen?
Typische Ergebnisse:
- Projektauftrag bzw. Project Charter
- Grobe Prozesslandkarte mit Fokusbereichen
- Projektorganisation inkl. Rollen (Lenkungskreis, Projektteam, Fachexperten)
- Grober Zeit- und Meilensteinplan
Ohne saubere Auftragsklärung droht das Projekt, im weiteren Verlauf an Zielkonflikten und Erwartungsbrüchen zu scheitern.
2. Prozessaufnahme & Ist-Analyse
In der zweiten Phase werden die bestehenden Abläufe erhoben und verständlich dokumentiert.
Ziele:
- Transparenz über reale Abläufe und Varianten schaffen
- Schnittstellen, Medienbrüche und Abhängigkeiten sichtbar machen
- Prozessreife und -stabilität bewerten
Typische Methoden:
- Interviews mit Prozessbeteiligten
- Moderierte Prozessworkshops
- Job Shadowing / Gemba Walk (Arbeit vor Ort beobachten)
- Dokumenten- und Systemanalyse
- Darstellung mit BPMN oder Swimlane-Diagrammen
Fragen, die hier beantwortet werden:
- Wie läuft der Prozess tatsächlich – nicht nur „auf dem Papier“?
- Wo entstehen Verzögerungen, Engpässe und Schleifen?
- Welche Systeme, Tools und Vorlagen werden genutzt?
- Welche Varianten gibt es nach Standort, Kunde, Produkt?
Ergebnisse:
- Detaillierte Ist-Prozessmodelle
- Übersicht über Varianten und Sonderfälle
- Erste Liste von Pain Points und Quick Wins
Wichtig: Es geht in dieser Phase noch nicht darum, Lösungen zu diskutieren, sondern ein gemeinsames Prozessverständnis zu schaffen.
3. Prozessbewertung & Schwachstellenanalyse
Auf Basis der Ist-Aufnahme werden Prozesse analytisch bewertet.
Ziele:
- Schwachstellen, Risiken und Verschwendung identifizieren
- Prozessleistung und Qualitätsniveau quantifizieren
- Optimierungspotenziale priorisieren
Methoden und Werkzeuge:
- Kennzahlenanalyse (z. B. Durchlaufzeit, Fehlerrate, WIP, Kostenanteile)
- Wertstromanalyse / Value Stream Mapping
- Ursachenanalyse (Ishikawa, 5-Why)
- Risikoanalyse (FMEA, Risiko-Heatmap)
- Bewertung nach Kriterien (Kundennutzen, Aufwand, regulatorische Risiken etc.)
Leitfragen:
- Wo entstehen für Kunden spürbare Verzögerungen oder Fehler?
- Welche Prozessschritte stiften wenig oder keinen Wert?
- Welche Risiken (z. B. Compliance, Sicherheit) sind kritisch?
- Wo lohnt sich eine Standardisierung oder Automatisierung besonders?
Ergebnisse:
- Bewertete Liste von Schwachstellen und Ursachen
- Priorisierte Handlungsfelder und Optimierungshebel
- Entscheidungsvorlage für die weitere Vertiefung
Hier wird oftmals die Grundlage für das Management-Commitment gelegt: Worin genau investieren wir Zeit, Budget und Veränderungsenergie?
4. Prozessdesign & Soll-Konzept
Jetzt wird der Zielzustand entwickelt – häufig der kreativste, aber auch konfliktträchtigste Teil.
Ziele:
- Zielbild für End-to-End-Prozesse definieren
- Soll-Prozesse gestalten, die fachlich, organisatorisch und technisch tragfähig sind
- Rollen, Verantwortlichkeiten und Governance festlegen
Bausteine des Soll-Designs:
- End-to-End-Sicht („vom Kundenauftrag bis zum Zahlungseingang“)
- Vereinfachung: Reduktion von Varianten, Schleifen und Übergaben
- Standardisierung, wo sinnvoll – Flexibilität, wo nötig
- Abstimmung mit IT-Architektur und Systemroadmap
- Definition von Rollen (Prozessverantwortlicher, Prozesseigner, Key User usw.)
Methoden:
- Co-Creation-Workshops mit Fachbereichen, IT, ggf. Kunden/Lieferanten
- Szenarioarbeit („Wie sähe ein radikal vereinfachter Prozess aus?“)
- Use-Cases und User Stories für digitale Unterstützung
- RACI-Matrizen für klare Verantwortlichkeiten
Ergebnisse:
- Soll-Prozessmodelle inkl. Varianten
- Zielbild-Dokumentation (Abläufe, Organisation, IT-Unterstützung)
- Grobkonzept für Umsetzungspakete (z. B. Prozessänderung, Systemanpassung, Schulungen)
Ein guter Soll-Prozess ist realistisch, aber ambitioniert: Er adressiert die wesentlichen Schwachstellen, ohne das Unternehmen zu überfordern.
5. Umsetzung, Pilotierung & Change
Im nächsten Schritt wird der Soll-Zustand schrittweise in die Praxis überführt.
Ziele:
- Neue oder geänderte Prozesse im Alltag etablieren
- IT-Anpassungen, Rollen und Arbeitsanweisungen implementieren
- Akzeptanz bei Mitarbeitenden sichern
Typische Bestandteile:
- Detaillierte Umsetzungsplanung (Maßnahmen, Verantwortliche, Termine)
- Pilotierung in ausgewählten Bereichen oder Standorten
- Anpassung von IT-Systemen, Formularen, Checklisten
- Schulungen, Trainings, Coaching on the Job
- Kommunikationsmaßnahmen (z. B. Info-Sessions, Intranet, FAQs)
Erfolgsfaktoren:
- Enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereich, IT und HR
- Frühzeitige und ehrliche Kommunikation von Veränderungen
- Konsequente Steuerung über einen Projekt- bzw. Umsetzungsplan
- Schnelle Reaktion auf Stolpersteine aus dem Pilotbetrieb
Prozessmanagement ist immer auch Change Management. Ohne aktive Begleitung entstehen neue Prozesse „auf dem Papier“, aber nicht im Verhalten.
6. Verankerung, Kennzahlen & kontinuierliche Verbesserung
Nach der Umsetzung beginnt die eigentliche Bewährungsprobe im Tagesgeschäft.
Ziele:
- Sicherstellen, dass Prozesse dauerhaft gelebt werden
- Prozessleistung regelmäßig messen und steuern
- Verbesserungsimpulse aus der Organisation aufnehmen
Elemente der Verankerung:
- Prozesskennzahlen (KPIs) und Zielwerte
- Regeltermine zur Prozessreview (z. B. quartalsweise)
- Festgelegte Rollen: Prozesseigner, Prozessmanager, KVP-Verantwortliche
- Pflege von Prozessdokumentation und -handbuch
- Mechanismen für Feedback und Verbesserungsvorschläge
Typische Kennzahlen im Prozessmanagement:
- Durchlaufzeiten je Prozessschritt und insgesamt
- First-Time-Right-Quote / Fehlerquote
- Anzahl Eskalationen, Nacharbeiten, Supportfälle
- Kundenzufriedenheit (NPS, Reklamationsrate)
So wird aus einem einmaligen Projekt eine dauerhafte Leistungssteuerung von Prozessen.
Methoden und Tools im Vorgehensmodell der Prozessberatung
Je Phase kommen unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz. Eine typische Zuordnung:
- Auftragsklärung & Scoping
- Projektsteckbrief, Stakeholderanalyse
- einfache Prozesslandkarte, Portfolio-Darstellungen
- Prozessaufnahme & Ist-Analyse
- Interviews, Workshops, Beobachtung
- BPMN-Modelle, Swimlane-Diagramme
- SIPOC-Diagramme (Supplier–Input–Process–Output–Customer)
- Prozessbewertung & Schwachstellenanalyse
- Value Stream Mapping
- Kennzahlenanalyse (z. B. aus ERP, CRM, Ticket-Systemen)
- Process Mining, wo Datenqualität und -menge es erlauben
- Ursachenanalyse (Ishikawa, 5-Why)
- Prozessdesign & Soll-Konzept
- Design-Thinking-Elemente, Ideation-Workshops
- Zielbild-Canvas, Szenario-Techniken
- RACI-Matrizen, Governance-Modelle
- Umsetzung & Change
- klassische Projektmanagement-Methoden (Wasserfall, agil/hybrid)
- Schulungskonzepte, Trainingsunterlagen
- Change-Story, Stakeholder-spezifische Kommunikation
- Verankerung & kontinuierliche Verbesserung
- KPI-Dashboards, Prozess-Cockpits
- Regelmeetings (Shopfloor-Boards, Daily/Weekly-Standups)
- KVP-Methoden (PDCA, Kaizen, Retrospektiven)
Wichtig ist weniger das „Etikett“ der Methode, sondern ihr passender Einsatz: Welche Methode liefert in Ihrem Kontext mit vertretbarem Aufwand den größten Erkenntnisgewinn?
Typische Stolpersteine – und wie das Vorgehensmodell hilft
Prozessmanagement-Projekte scheitern selten an der Modellierungstechnik, sondern an Rahmenbedingungen. Häufige Stolpersteine:
- Unklare Ziele
- ohne messbare Erwartungen wird alles und nichts erreicht.
- Zu starke IT-Fokussierung
- Prozesse werden an ein System angepasst, statt vom Kunden her gedacht.
- Fehlende Einbindung der Fachbereiche
- Widerstände und Schattenprozesse bleiben bestehen.
- Überkomplexe Modelle
- niemand fühlt sich zuständig, Prozessdokumente verstauben im Intranet.
- Kein Budget für Umsetzung und Verankerung
- Projekt endet nach dem „Soll-Konzept“, ohne echte Wirkung.
Ein durchdachtes Vorgehensmodell adressiert diese Risiken explizit:
- klare Phase für Auftragsklärung und Zielbild,
- strukturierte Einbindung von Stakeholdern,
- Kombination aus fachlicher, organisatorischer und technischer Sicht,
- explizite Phasen für Umsetzung, Change und Verankerung – nicht nur für Analyse.
Praxisbeispiel: Wie ein strukturiertes Vorge hen in der Prozessberatung aussehen kann
Ein mittelständisches Unternehmen (ca. 800 Mitarbeitende) stand vor der Herausforderung, den Order-to-Cash-Prozess zu verbessern: unklare Verantwortlichkeiten, hohe Fehlerquote in Angeboten und verspätete Rechnungsstellung.
Vorgehen entlang des Modells:
- Auftragsklärung & Scoping
- Fokus auf End-to-End „Kundenanfrage bis Zahlungseingang“
- Zielgrößen: -20 % Durchlaufzeit, -30 % Fehler in der Rechnungsstellung
- Prozessaufnahme & Ist-Analyse
- Workshops mit Vertrieb, Auftragsabwicklung, Logistik, Buchhaltung
- Erfassung von Varianten (Standardaufträge, Rahmenverträge, Sonderprojekte)
- Prozessbewertung
- Kennzahlen aus ERP ausgewertet
- Hauptursachen für Verzögerungen: unvollständige Auftragsdaten, manuelle Klärungsschleifen zwischen Vertrieb und Backoffice
- Prozessdesign & Soll-Konzept
- Einführung eines klaren Datenmodells für Aufträge
- Definierte Prüf- und Freigabepunkte
- Standardisierte Angebots- und Auftragsvorlagen
- Rollenklärung: wer darf was entscheiden, wer trägt Verantwortung?
- Umsetzung & Pilotierung
- Pilot in einer Vertriebsregion
- Anpassung der ERP-Masken, Schulung der Mitarbeitenden
- Feinjustierung der Freigaberegeln nach Pilotphase
- Verankerung & KVP
- Einführung eines monatlichen Prozess-Review-Meetings
- Dashboard mit Durchlaufzeit, Fehlerquote, offenen Klärfällen
Ergebnis nach 9 Monaten:
- Durchlaufzeit des Order-to-Cash-Prozesses um 22 % reduziert
- Fehlerquote bei Rechnungen um 35 % gesenkt
- deutlich weniger Eskalationen zwischen Vertrieb und Buchhaltung
Der entscheidende Erfolgsfaktor: Ein konsequent angewandtes Vorgehensmodell, das fachliche, organisatorische und technische Aspekte gemeinsam betrachtet hat – statt „nur“ am ERP-System zu drehen.
Auswahl eines geeigneten Vorgehensmodells für Ihr Unternehmen
Es gibt kein universelles Standardmodell, das für jedes Unternehmen optimal passt. Die Kunst besteht darin, ein Vorgehensmodell so zu gestalten, dass es zu Größe, Kultur und Reife Ihrer Organisation passt.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl bzw. Gestaltung:
- Komplexität und Umfang
- Reicht ein leichtgewichtiges 4-Phasen-Modell oder braucht es mehr Tiefe?
- Branche und Regulierung
- Stark regulierte Branchen (z. B. Pharma, Finance) benötigen klare Nachweis- und Freigabepunkte.
- Reifegrad im Prozessmanagement
- Für Einsteiger sinnvoll: weniger Methoden, mehr Fokus auf Verständnis und Veränderungsbereitschaft.
- Unternehmenskultur
- Eher top-down oder partizipativ? Stark agil geprägt oder klassisch hierarchisch?
- IT-Landschaft
- Wie stark sind Prozesse von bestehenden Systemen geprägt? Welche Roadmap liegt bereits vor?
Praxisbewährt ist es, bewährte Frameworks (z. B. PDCA-Zyklus, BPM-Lifecycle, Lean- und Six-Sigma-Ansätze) nicht Dogma-artig zu übernehmen, sondern gezielt zu adaptieren:
- Phasen klar benennen und mit konkreten Ergebnissen unterlegen
- Methoden pro Phase definieren – aber auch Alternativen zulassen
- Entscheidungs- und Freigabepunkte (Gateways) transparent machen
- Rollen und Verantwortlichkeiten klar beschreiben
Checkliste: Woran Sie ein gutes Vorgehensmodell für die Prozessmanagement Beratung erkennen
Eine kompakte Orientierung für Entscheider und Projektleiter:
- Zielorientiert
- Verknüpft Prozessarbeit klar mit Geschäftszielen und Kennzahlen.
- End-to-End-orientiert
- Betont Prozessketten über Bereichsgrenzen hinweg, nicht nur Teilprozesse.
- Phasen klar beschrieben
- Für jede Phase sind Ziele, Aktivitäten, Methoden und Ergebnisse definiert.
- Anpassbar statt starr
- Erlaubt sinnvolles Skalieren je nach Projektgröße und Reifegrad.
- Rollen und Governance geregelt
- Definierte Verantwortlichkeiten für Prozesse, Entscheidungen und Freigaben.
- Umsetzung und Verankerung inkludiert
- Endet nicht bei der Analyse, sondern begleitet Implementierung und KVP.
- Praxisnah dokumentiert
- Verständliche Darstellungen, Templates und Beispiele unterstützen die Anwendung.
Wenn Sie diese Punkte mit Ihrem aktuellen Vorgehen abgleichen, erkennen Sie schnell, wo nachgeschärft werden sollte.
Nächste Schritte für Ihr eigenes Prozessmanagement-Projekt
Wenn Sie ein Prozessmanagement-Projekt planen oder bestehende Initiativen neu ausrichten möchten, helfen Ihnen folgende Schritte:
- Ist-Stand reflektieren
- Welche Prozessprojekte laufen aktuell?
- Welche Erfahrungen (positiv wie negativ) wurden bisher gemacht?
- Ziele konkretisieren
- Welche geschäftlichen Effekte erwarten Sie von besserem Prozessmanagement (Kosten, Qualität, Geschwindigkeit, Compliance, Kundenzufriedenheit)?
- Vorgehensmodell definieren oder schärfen
- Ein übersichtliches Phasenmodell festlegen, das zu Ihrem Unternehmen passt.
- Verantwortliche benennen, die dieses Vorgehen tragen und weiterentwickeln.
- Pilotbereich auswählen
- Mit einem klar abgegrenzten End-to-End-Prozess starten, in dem Nutzen zügig sichtbar wird.
- Lernen und skalieren
- Erfahrungen aus dem Pilot nutzen, um das Vorgehensmodell anzupassen und auf weitere Prozesse auszurollen.
Wenn Sie dafür einen erfahrenen externen Partner an Ihrer Seite haben möchten, kann PURE Consultant Sie von der ersten Auftragsklärung über die Modellierung bis zur nachhaltigen Verankerung begleiten – als Sparringspartner für Management, Projektleitung und Fachbereiche. So stellen Sie sicher, dass Ihr Vorgehensmodell nicht nur auf Folien überzeugt, sondern in Ihrem Unternehmen tatsächlich wirkt.